{"id":3362,"date":"2022-08-31T08:08:00","date_gmt":"2022-08-31T07:08:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/?p=3362"},"modified":"2022-09-01T14:15:36","modified_gmt":"2022-09-01T13:15:36","slug":"guten-tag-allerseits-im-august-2022","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2022\/08\/31\/guten-tag-allerseits-im-august-2022\/","title":{"rendered":"Guten Tag allerseits im August 2022"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n<p>01.09.2022<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-3422\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Zwei-Schwestern-nach-Mueller-340x480.jpg\" alt=\"\" width=\"340\" height=\"480\" srcset=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Zwei-Schwestern-nach-Mueller-340x480.jpg?v=1745920294 340w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Zwei-Schwestern-nach-Mueller-726x1024.jpg?v=1745920294 726w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Zwei-Schwestern-nach-Mueller-768x1083.jpg?v=1745920294 768w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Zwei-Schwestern-nach-Mueller-1090x1536.jpg?v=1745920294 1090w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Zwei-Schwestern-nach-Mueller-1453x2048.jpg?v=1745920294 1453w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Zwei-Schwestern-nach-Mueller.jpg?v=1745920294 1484w\" sizes=\"auto, (max-width: 340px) 100vw, 340px\" \/> Die Hitze- und D\u00fcrremonate <strong>Juli und vor allem August<\/strong> 2022 waren f\u00fcr <strong>mein malerisches Tun<\/strong> recht produktiv. Im schattigen Freiluftatelier unterm Haselbusch ist eben gut sein und wirken. Im August habe ich begonnen, mich etwas intensiver mit dem Expressionismus aus dem Umfeld \u201eDie Br\u00fccke\u201c und \u201eDer blaue Reiter\u201c zu besch\u00e4ftigen. Da ergeben sich faszinierende Ein- und Ausblicke, die mich mal ein bisschen auf Distanz zu meinem bisherigen Quasi-Naturalismus brachten. <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2022\/09\/01\/malarbeiten-juli-u-august-unterwegs-zum-expressionismus\/\">&gt; Malarbeiten Juli und August. Unterwegs zum Expressionismus<\/a><\/p>\n<hr>\n<p>31.08.2022<\/p>\n<p>Man mag zur <strong>Winnetou- oder Karl-May-Frage<\/strong> stehen wie man will. Was m.E. allerdings gar nicht geht, dass interessierte Kreise \u2013 vorneweg die BILD \u2013 nun l\u00fcgen was das Zeug h\u00e4lt, Fakten falsch interpretieren und verdrehen zu einem einzigen Zweck: Den Massen-Shitstorm \u201ezur Verteidigung Winnetous\u201c k\u00fcnstlich immer weiter anzuheizen. <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2022\/08\/31\/kurze-anmerkung-zum-winnetou-shitstorm\/\">&gt; Weiterlesen &#8222;Kurze Anmerkung zum Winnetou-Shitstorm&#8220;<\/a><\/p>\n<hr>\n<p>30.08.2022<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/quergedanken-logo.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-875 size-full\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/quergedanken-logo.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"167\"><\/a> \u201eSolange die Autos immer mehr und gr\u00f6\u00dfer werden; solange der Fl\u00e4chenverbrauch f\u00fcr Geb\u00e4ude und Stra\u00dfen weiter zunimmt; solange die Leute meinen, ein Angebot von 100 Haarwaschmitteln, jedes Jahr ein neues Smartphone und alle paar Monate neue Klamotten zu brauchen \u2013 solange gebe ich keinen Pfifferling auf die Zukunft der Zivilisation.\u201c Mit dieser Bemerkung beschlie\u00dft Freund Walter die <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2022\/08\/30\/das-ganz-grosse-dilemma-quergedanken\/\">&gt; Folge 206 meiner Monatskolumen &#8222;Quergedanken&#8220; unter der \u00dcberschrift &#8222;Das ganz gro\u00dfe Dilemma&#8220;<\/a><\/p>\n<hr>\n<p>29.08.2022<\/p>\n<p>\u00dcbrigens: <strong>Jede meiner Malarbeiten,<\/strong> die ich hier und andernorts zur Beguckung (und ggf. Erfreuung oder auch Erheiterung) der \u00d6ffentlichkeit pr\u00e4sentiere, f\u00fchrt unausgesprochen stets als Anregung oder Aufforderung, frei nach Immanuel Kant, das Motto mit sich: <strong>Habe Mut, dich deiner eigenen Kreativit\u00e4t zu bedienen!<\/strong><\/p>\n<p>Vor eineinhalb Jahren bin ich quasi spontan und ohne jede praktische Vorkenntnis in die Malerei geh\u00fcpft. Nur mal so, um ein bisschen rumzuprobieren. Das Probieren wurde mir zur begl\u00fcckenden Kreativpassion. Der Weg zu irgendeiner der K\u00fcnste steht allen offen. Nur gehen muss man ihn schon selbst. Und wer sich das kreative Tun nicht durch zwanghaften Perfektionismus und krampfhaftes Ber\u00fchmtwerdenwollen verdirbt, kann da ein Menge Freude, Befriedigung und (Pers\u00f6nlickeits-)Entwicklung finden.<\/p>\n<hr>\n<p>28.08.2022<\/p>\n<p>Und hier der wesentliche, weil kl\u00e4rende Beitrag zum Donnerget\u00f6se des innerdeutschen <strong>Karl-May-Sommerlochkrieges<\/strong> : <br>Hadschi Halef Omar Ben Hadschi Abul Abbas Ibn Hadschi Dawuhd al Gossarah &#8211; wenn ich mich nicht irre &#8211; hugh (how). *genervt*<\/p>\n<hr>\n<p>24.08.2022<\/p>\n<p>Ich halte es f\u00fcr einen gef\u00e4hrlichen und auch absurden Kurs, den Menschen die <strong>Illusion<\/strong> zu vermitteln, <strong>wir k\u00f6nnten<\/strong> vornehmlich <strong>durch Technik<\/strong> und technische Innovation <strong>den Klimawandel bew\u00e4ltigen<\/strong> &#8211; um im Grunde so weiterzuleben wie bisher. Die Autoindustrie tr\u00e4umt bereits von Ersetzung des gesamten globalen Verbrennerbestandes durch E-Autos binnen einer Menschengeneration + Wachstum durch Verdoppelung der Automobilisierungsrate. = 3,4 Millarden E-Autos weltweit statt jetzt 1,7 Milliarden Verbrenner. In der \u00f6kologischen Gesamtbilanz des Planeten w\u00e4re das eine Katastrophe. Ebenso vor dem Hintergrund der prognostizierten Verdreifachung (mindestens) des gobalen Energieverbrauch binnen 20 Jahren die Gewinnung dieser unfassbaren Energiemenge aus Abermillionen Windkraftanlagen und Abermillionen Quadratkilometern Solarpaneels. Wenn das Wachstumsprinzip nicht gebrochen wird, werden am Ende all die gr\u00fcnen Technologien nur das kleinere \u00dcbel sein, durch das die Zivilisation ein paar Jahre sp\u00e4ter vor die Hunde getrieben wird.<\/p>\n<hr>\n<p>23.08.2022<\/p>\n<p>Interessante (bauphysikalische) Beobachtung am Rande der hiesigen D\u00fcrre:<br>Mitten im hei\u00dfen Sommer 2022 ist unser <strong>Keller knochentrocken<\/strong>. Das gab es noch nie in den 43 Jahren, die wir in diesem in den 1950ern erbauten Westerwald-H\u00e4uschen wohnen. Sonst haben Kellerw\u00e4nde und -boden immer &#8222;geschwitzt&#8220;; je w\u00e4rmer es drau\u00dfen war, umso mehr. Die Au\u00dfenw\u00e4nde des Kellergeschosses bestehen bis ca. einen Meter \u00fcber die Oberfl\u00e4che der Grundst\u00fccksumgebung aus Bruchstein. Von daher gab es im Keller stets ganzj\u00e4hrig &#8211; und unabh\u00e4ngig von viel oder wenig Luftfeuchtrigkeit drau\u00dfen &#8211; eine gewisse Grundfeuchte. Die konnte sich an einigen sehr hei\u00dfen Tagen bis zum &#8222;Triefen&#8220; steigern. Das war auch im Hitzesommer 2018 noch der Fall.<\/p>\n<p>Soweit so normal und auch unbedenklich &#8211; man hat sich daran gew\u00f6hnt, dass die Bruchsteine eben &#8222;atmen&#8220;. Im jetzigen Sommer indes erstmals nicht die geringste Spur des gewohnten Feuchteph\u00e4nomens. Wie gesagt: Der Keller ist v\u00f6llig trocken. Meine Theorie dazu, die allerdings nicht fachkundlich best\u00e4tigt ist: Bekannterma\u00dfen sinken die hiesigen Grundwasserst\u00e4nde seit Jahren ab (weil: im Zehnjahresschnitt zu wenig versickernde Niederschl\u00e4ge, h\u00f6here Verdunstung infolge steigender Durchschnittstemperatur, h\u00f6herer Wasserverbrauch ebenso). Hinzu kommt heuer die neuerliche D\u00fcrre. Schlussfolgerung meinerseits: Unser Haus ist jetzt regelrecht &#8222;trocken gefallen&#8220;. Was das mittel- und langfristig f\u00fcr seine Bruchsteinbasis bedeutet? Keine Ahnung.<\/p>\n<hr>\n<p>22.08.2022<\/p>\n<p>Die Icons der <strong>4-Tage-Wettervorhersage<\/strong> in meiner regionalen Fr\u00fchst\u00fcckszeitung f\u00fchren in j\u00fcngerer Zeit ein geheimnisvolles Eigenleben. J\u00fcngstes Beispiel: In der Samstagsausgabe zeigten die Bildchen f\u00fcr Montag und Dienstag (also heute und morgen) jeweils Sonne\/Wolken\/Regen. In der heutigen Montagsausgabe sind f\u00fcr beide Tage allerdings nur Sonne\/Wolken-Bildchen geblieben; <strong>das Regenelement hat sich<\/strong> \u00fcber Sonntag &#8211; wie zuletzt h\u00e4ufig &#8211; <strong>klammheimlich verd\u00fcnnisiert<\/strong>. Mangels guten Ged\u00e4chtnis&#8216; kann ich es nicht beweisen, habe aber doch den Eindruck, dass es bei den sonst hochgesch\u00e4tzten Meteorologen Frau Kleinert, Herrn Pl\u00f6ger und Kollegen*innen \u00e4hnlich zugeht. Irgendwie scheinen neuerdings selbst Vorhersagen f\u00fcr blo\u00df zwei oder drei Tage eine G\u00fcltigskeitsdauer von nur 24 Stunden zu haben. R\u00e4tsel \u00fcber R\u00e4tsel.<\/p>\n<hr>\n<p>21.08.2022<\/p>\n<p>Fast jeden Abend habe ich jetzt mit einiger Freude <strong>im Fernsehen<\/strong> die&nbsp; <strong>Leichtathletik-EM<\/strong>. Schlie\u00dflich war ich als Jugendlicher im Hochsprungfach ein paar Jahre mit von der Partie (auf Regionalebene). Aber was mir uns\u00e4glich auf den Keks gegangen ist: Die Programmgestalter von ARD und ZDF waren von Anfang an offenbar wild entschlossen, den Sportsfreund mit (banalen) Interviews quasi im F\u00fcnfminutentakt totzuschw\u00e4tzen.<\/p>\n<p>Ich halte es generell f\u00fcr ein Unding, Sportler vor Mikro und Kamera zu n\u00f6tigen, die noch nach Luft japsen, einen Puls wer wei\u00df wie hoch haben und mit Wettkampfadrenalin vollgepumpt sind.<\/p>\n<hr>\n<p>18.08.2022<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Arbeit-im-Sommeratelier-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-3399 size-medium\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Arbeit-im-Sommeratelier-360x480.jpg\" alt=\"\" width=\"360\" height=\"480\" srcset=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Arbeit-im-Sommeratelier-360x480.jpg 360w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Arbeit-im-Sommeratelier-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Arbeit-im-Sommeratelier-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Arbeit-im-Sommeratelier-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Arbeit-im-Sommeratelier-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 360px) 100vw, 360px\" \/><\/a><\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Hitzetage im <strong>Sommeratelier unterm Haselbusch<\/strong> (das Foto hat vergangene Woche ein alter Freund beim Besuch gemacht). Seither habe ich mir knapp 20 Bildb\u00e4nde zur Malerei des 19. und 20. Jahrhundert beschafft, die meisten zum Expressionismus und seinen Vertreter*innen. Derweil wir hier im Unterwesterwald (bis jetzt v\u00f6llig vergeblich) auf den versprochenen Regen warten, bl\u00e4ttere ich darin, betrachte, studiere, glotze, entdecke, staune, lerne &#8211; bin auch schon eingestiegen in die erste Probierphase dieses neuen Malschritts weg vom Quasi-Naturalismus: Nachahmen, Abkupfern, Klauen, Herumspielen mit Techniken, Stilen, Blickwinkleln der Heckels, Noldes, Pechsteins, Schieles, Schmidt-Rottluffs, Kirchners und Co., der Gabriele M\u00fcnter, Marianne von Werefkin, Paula Modersohn-Becker und anderer aus der Damenriege klassischer Moderne. Spannend, neues Kapitel meines sp\u00e4ten Malabenteuers.<\/p>\n<hr>\n<p>16.08.2022<\/p>\n<p>So. Alle Stationen k\u00fcndigen f\u00fcr Mi, Do, Fr <strong>Wetterwechsel<\/strong> in teutschen Landen an und vor allem: <strong>Regen.<\/strong> Also wieder Hoffen und Bangen, dass man diesmal nicht leer ausgeht, sondern davon auch ordentlich (aber friedlich) was abkriegt. Sollte eigentlich klappen, denn ich habe getanzt. Zwar nur ein paar Schritte vor dem H\u00fchnerstall und nicht nackisch &#8211; doch f\u00fcr 20 Liter auf den Quadratmeter m\u00fcsste dieses Quantum Regentanz allemal reichen.*schmunzel*<\/p>\n<hr>\n<p>15.08.2022<\/p>\n<p>Eigentlich sollte diese Malarbeit schon am zur\u00fcckliegenden Freitag als Gru\u00df zum Wochenende fertig sein. Es war mir allerdings selbst unterm Haselbusch einfach zu hei\u00df, eifrig den Pinsel zu schwingen. Drum nehmt es jetzt als Wochengru\u00df. Erinnerung an sch\u00f6ne Vormittagsstunden neulich.<\/p>\n<figure id=\"attachment_3392\" aria-describedby=\"caption-attachment-3392\" style=\"width: 480px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Alte-Freunde-in-den-Brombeeren.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3392 size-medium\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Alte-Freunde-in-den-Brombeeren-480x382.jpg\" alt=\"\" width=\"480\" height=\"382\" srcset=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Alte-Freunde-in-den-Brombeeren-480x382.jpg?v=1745920293 480w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Alte-Freunde-in-den-Brombeeren-1024x815.jpg?v=1745920293 1024w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Alte-Freunde-in-den-Brombeeren-768x611.jpg?v=1745920293 768w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Alte-Freunde-in-den-Brombeeren-1536x1222.jpg?v=1745920293 1536w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Alte-Freunde-in-den-Brombeeren-2048x1629.jpg?v=1745920293 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-3392\" class=\"wp-caption-text\">Alte Freunde in den Brombeeren. Acryl\/Gouache auf Leinwand, 60 x 50 cm. 15.08.2022 (c) Andreas Pecht<\/figcaption><\/figure>\n<hr>\n<p>8.08.2022<\/p>\n<p><strong>Wochenendbilanz.<\/strong><br>Ich hoffe, es hatten &#8211; trotz des Ernstes der allgemeinen Lage &#8211; am Wochenende alle auf ihre je eigene Art Freude etwa beim Wacken-Festival, bei Nature One im Hunsr\u00fcck, auf einem der vielen Krimesfeste ringsumher bzw. sonstiger Festivit\u00e4t, Veranstaltung, Geselligkeit. Die gro\u00dfen musikalisch-kulturell bewegten Menschenansammlungen sind meine Sache nicht mehr. Habe sie \u00fcber die Jahrzehnte fast s\u00e4mtlich erlebt, mal privat, mal als Berichterstatter. Vom Isle of White Festival 1970 mit 600 000 Besuchern und den Britisch Rock Meetings in Speyer\/Germersheim 1971\/72 (mitjeweils mehreren zehntausend Besuchern) \u00fcber Hausfestivals bei Guru Guru im Odenwald, Krautrock-Meetings auf der Heidelberger Thing-St\u00e4tte, Abstecher zu den Liederfestivals auf der Waldeck, etliche Open airs auf der Loreley, fr\u00fche Jahrg\u00e4nge Rock am Ring, drei Besuche in den Gr\u00fcnderjahren von Nature One, Horizonte-Festival in Koblenz usw.usf.<\/p>\n<p>Ich wei\u00df, wie sich das anf\u00fchlt, wenn&#8217;s gut war und freue mich \u00fcber jede\/n, die\/der so etwas jetzt genie\u00dfen durfte. Mein Wochenende war nun zwar von ganz anderer Art, aber wom\u00f6glich \u00e4hnlich anstrengend und zugleich begl\u00fcckend. Handfestes Ergebnis sind 18 Gl\u00e4ser Brombeer-Gelee und 9 Gl\u00e4ser Holunder-Gelee, erwachsen aus vielen Stunden ruhigen Tuns in Wald, Flur, K\u00fcche mit angenehmer Gesellschaft. Ergo: Abrocken, tanzen, feiern oder Beerensammeln und verarbeiten &#8211; f\u00fcr mich sind das zwei Seiten derselben M\u00fcnze: Leben, allem Irrsinn zum Trotz.<\/p>\n<hr>\n<p>06.08.2022<\/p>\n<p><strong>Nachtgedanken.<\/strong><br>Mutter Natur rollt die Augen, zuckt mit den Schultern; die G\u00f6tter wenden sich gleichg\u00fcltig ab. Und sie sprechen so: &#8222;Die Menschen sind eine seltsame Spezies. Sie stehen vor dem gr\u00f6\u00dften, von eigener Hand geschaffenen Problem ihrer bisherigen Geschichte, tun aber alle Tag&#8216; und jede Stund&#8216;, als gebe es f\u00fcr sie ein Morgen, \u00dcbermorgen und \u00dcber\u00fcbermorgen nach altgewohnter Art. Sie berauben und \u00fcbervorteilen einander, reiben sich auf in Wettbewerben gegeneinander, f\u00fchren Kriege untereinander, halten gar Autos und schnelle Fahrt damit, Karriere, \u00e4u\u00dferen Tand und technischen Tinnef f\u00fcr zentrale Sinnthemen ihres Daseins. Doch sind das alles nur Nichtigkeiten angesichts des heraufziehenden Zusammenbruchs ihrer planetaren Lebenswelt. Das schlimmste ist: Sie wissen es &#8211; und bestehen dennoch darauf, ihre l\u00e4ppischen Sandkastenspiele weiterzuspielen. Nun denn, ihr Wille sei ihr Himmelreich.&#8220;<\/p>\n<hr>\n<p>05.08.2022<\/p>\n<p>Es geschehen noch Zeichen und Wunder. In der Nacht ist doch tats\u00e4chlich erstmals seit Wochen eine kleine Gewitterzelle nicht um unsere Gemarkung drumrum gezogen, sonder dr\u00fcber weg &#8211; und hat 20 Minuten lang ordentlich Wasser gelassen. Die Regenf\u00e4sser sind knapp zur H\u00e4lfte gef\u00fcllt; das hilft \u00fcber die ersten Tage der wom\u00f6glich am So\/Mo beginnenden n\u00e4chsten Hitzewelle. Nicht zuletzt Im Vorgriff darauf ist an diesem Mittwoch und Donnerstag auch die Malarbeit <strong>&#8222;Erfrischung&#8220;<\/strong> (Acryl auf Leinwand, 50 x 60 cm) entstanden, ausgef\u00fchrt mit d\u00f6sigem Kopf und lascher Hand bei 32 bis 35 Grad im Schatten der Haselb\u00fcsche. Damit sei allseits ein angenehmes Wochenende bei frischem Durchatmen gew\u00fcnscht.<\/p>\n<figure id=\"attachment_3384\" aria-describedby=\"caption-attachment-3384\" style=\"width: 480px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Erfrischung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3384 size-medium\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Erfrischung-480x377.jpg\" alt=\"\" width=\"480\" height=\"377\" srcset=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Erfrischung-480x377.jpg?v=1745920292 480w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Erfrischung-1024x803.jpg?v=1745920292 1024w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Erfrischung-768x603.jpg?v=1745920292 768w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Erfrischung-1536x1205.jpg?v=1745920292 1536w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Erfrischung-2048x1607.jpg?v=1745920292 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-3384\" class=\"wp-caption-text\">&#8222;Erfrischung&#8220;. 50 x 60 cm, Acryl auf Leinwand. 5.8.2022 (c)Andreas Pecht<\/figcaption><\/figure>\n<hr>\n<p>03.08.2022<\/p>\n<p><strong>In Sachen Arbeitskr\u00e4ftemangel. Gute Idee<\/strong> eines westerw\u00e4lder Kunststoffunternehmens, wie ich finde, heute im Lokalteil der Fr\u00fchst\u00fcckszeitung entdeckt: Der bis dato mit drei Wechselschichten agierende Betrieb organisiert einige Produktionsabl\u00e4ufe anders, um nun eine vierte Schicht einzuf\u00fchren, die nicht dem Wechselsystem unterliegt. Es handelt sich um eine fixe Tagschicht (Gleitzeit 7 bis 17 Uhr), attraktiv f\u00fcr alte und neue Besch\u00e4ftigte, denen ein geregelter ArbeitsTAG und kontinuierliche Freizeit wichtiger sind als die Schichtzulagen auf dem Lohnkonto. Dem Vernehmen nach gibt es daf\u00fcr schon einige Bewerbungen auch neuer, vor allem j\u00fcngerer Arbeitskr\u00e4fte, die daf\u00fcr sogar ziemlich lange Anfahrtsstrecken in Kauf nehmen.<\/p>\n<p>\u00dcbrigens: Schon immer war ich (wie das Gros der Arbeitsmediziner) der Ansicht, dass Nacht- und Wechselschichtarbeit aufs absolut unverzichtbare Minimum reduziert geh\u00f6ren. Die ma\u00dflose Ausdehnung der Schichtarbeit zum schieren Normalzustand vor allem w\u00e4hrend der zur\u00fcckliegenden f\u00fcnf Jahrzehnte halte ich f\u00fcr einen zivilisatorischen Irrweg &#8211; weil gegen Natur und Gesundheit des Menschen ebenso versto\u00dfend wie das sozialkulturelle Funktionieren der Gesellschaft (zer-)st\u00f6rend.<\/p>\n<hr>\n<p>02.08.2022<\/p>\n<p>Autsch&#8217;n. &#8222;Sauviech, verfluchtes!&#8220;, so schimpfte ich gestern am Abend auf ein Wespe. Und zwar derart explosiv-lautstark, dass selbst die sonst durch fast nichts aus der Ruhe zu bringenden Pferde auf der benachbarten Weide erschrocken ein paar Bockspr\u00fcnge vollf\u00fchrten. Die Wespe hatte mir in den Fu\u00df gestochen. Ehrlicherweise sei einger\u00e4umt, dass das Tierchen ganz und gar unschuldig ist: Seit Wochen mahne ich jeden Besucher, nur mit Schuhen \u00fcber die Wiese zu gehen, weil der niedrige Klee noch immer bl\u00fcht und sich manch bewaffnetes Summsetier an dessen Pollen verlustiert. Was aber mache ich? Stapfe gedankenversunken ausnahmsweise barf\u00fc\u00dfig durchs gar nicht mehr gr\u00fcne Gr\u00fcn, <strong>trample auf die Wespe<\/strong>. Und &#8222;peng!&#8220;. Eine Stunde Schmerz; hernach und heute noch immer leichter Hinkefu\u00df wegen Verdickung um die Einstichstelle unterm Au\u00dfenrist. Was lernt mich das? Ja, eben, \u00e4hm, sowieso &#8230;.<\/p>\n<hr>\n<p>01.08.2022<\/p>\n<p>Die Gartenernte schreitet munter voran; Tomaten, Auberginen, Paprika, erstmals auch Melonen geben jetzt richtig Gas; die Zweitaussaat Erbens setzt bereits Bl\u00fcten an, Himbeeren gehen opulent in die zweite Tracht. Zugleich <strong>beginnt jetzt die Sammelernte in Wald und Flur<\/strong> &#8211; bei mir traditionell gem\u00e4\u00df regionalen Bedingungen <strong>mit den Brombeeren<\/strong>, es folgt in wohl 2 Wochen der Holunder, danach abschlie\u00dfend N\u00fcsse, Kastanien, Pilze. Habe mir heute die Brombeer-Lage in meinem Revier angeschaut. Es gibt massenhaft Fr\u00fcchte, ABER&#8230; <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2022\/08\/02\/sammelsaison-in-wald-und-flur-startet-mit-brombeeren\/\">&gt; weiterlesen ganzer Text<\/a><\/p>\n<hr>\n<hr>\n<p>30.07.2022<\/p>\n<p>Die Messdatenbilanz der <strong>Meteorologen f\u00fcr Rheinland-Pfalz<\/strong> best\u00e4tigen den Eindruck und das Erleben der meisten Garten, Flur und Wald nahestehenden Zeitgenossen: Wie schon der Juni 2022, so war erst recht der jetzt auslaufende <strong>Juli deutlich zu warm und viel, viel zu trocken.<\/strong> Eine heute publizierte erste Auswertung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) bilanziert f\u00fcr den Juli 2022 &#8211; im Vergleich zu den Durchschnittswerten der Referenzperiode 1961 bis 1990: Im rheinland-pf\u00e4lzischen Landesdurchschnitt war dieser Monat 2,9 Grad zu warm. Scheint erstmal wenig, ist aber tats\u00e4chlich gravierend. Richtig deutlich wird das Elend bei den Niederschlagsmengen: Landesweit fielen im Juli durchschnittlich nur 10 Liter Regen auf den Quadratmeter, 72 Liter w\u00e4ren (nach Referenzzeitraum) normal.<\/p>\n<hr>\n<p>29.07.2022<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-875\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/quergedanken-logo.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"167\"> (&#8230;) &#8222;Je nach Bem\u00fchen kann man den privaten Verbrauch von Heiz- und Fahrenergie um 10, 20, gar 30 Prozent verringern. Das h\u00e4lt bei der derzeitigen Inflationsrate zwar die Haushaltskasse nicht schadlos, weist den Putin-Imperialismus noch nicht in die Schranken und rettet auch nicht die Welt vor dem Klimawandel. Aber: Es ist ein Beitrag zu all dem.&#8220; So hei\u00dft es in der aktuellen, heute erschienenen Folge Nr. 205 meiner Monatskolumne &#8222;Quergedanken&#8220;. <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2022\/07\/28\/der-neue-volkssport-energiesparen-quergedanken\/\">&gt; Ganzer Artikel &#8222;Der neue Volkssport: Energiesparen&#8220;<\/a> (freier Lesetext, 3400 Anschl\u00e4ge)<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>01.09.2022 Die Hitze- und D\u00fcrremonate Juli und vor allem August 2022 waren f\u00fcr mein malerisches Tun recht produktiv. Im schattigen Freiluftatelier unterm Haselbusch ist eben gut sein und wirken. Im August habe ich begonnen, mich etwas intensiver mit dem Expressionismus aus dem Umfeld \u201eDie Br\u00fccke\u201c und \u201eDer blaue Reiter\u201c zu besch\u00e4ftigen. 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