{"id":327,"date":"2015-01-26T23:00:00","date_gmt":"2015-01-26T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2015\/01\/26\/potzblitz-10-jahre-querdenkerei\/"},"modified":"2022-03-15T16:24:15","modified_gmt":"2022-03-15T15:24:15","slug":"potzblitz-10-jahre-querdenkerei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2015\/01\/26\/potzblitz-10-jahre-querdenkerei\/","title":{"rendered":"Potzblitz! 10 Jahre Querdenkerei"},"content":{"rendered":"<p><a class=\"colorbox colorbox-insert-image\" href=\"http:\/\/pecht.koblenz-net.de\/D7\/sites\/default\/files\/styles\/thumbnail\/public\/quergedanken_logo.jpg?itok=hEG8jpXv\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-47\" alt=\"\" class=\"image-thumbnail\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/quergedanken_logo_0.jpg\" style=\"float:left; height:100px; margin:5px; width:90px\" width=\"90\" height=\"100\" \/> <\/a><\/p>\n<p>ape. Hochgesch\u00e4tzte Leserschaft: Wir haben etwas zu feiern. Dies ist die 120. Folge der \u201eQuergedanken\u201d, und da jeden Monat eine erscheint, wird die Kolumne jetzt erstaunliche 10 Jahre alt. Singet also \u201eHappy Birthday\u201d und seid froh, dass niemand etwas anderes denkt als \u201eweitermachen\u201d \u2013 und zwar \u201ewie bisher\u201d. Das ist ja keineswegs selbstverst\u00e4ndlich in so kurzatmigen Zeiten. 10 Jahre: Derweil hat beim \u201eSpiegel\u201d drei mal die Chefredaktion gewechselt, hat die \u201eZeit\u201d ebenso oft ihr Layout umgeschmissen, haben ganze Mediengruppen neue Besitzer gefunden, chice Magazine dutzendfach das Licht der Welt erblickt und wieder das Zeitliche gesegnet. Wir aber sind noch da! In \u00e4u\u00dferlich altbew\u00e4hrter Schlichtheit, seit 2005 stets frisch dem Prinzip folgend: Auf den Inhalt kommt es an. Woraus Sie den grunds\u00e4tzlichen Unterschied ableiten k\u00f6nnen zum 2015 ebenfalls anstehenden zehnten Geburtstag der Kanzlerschaft Merkel.<\/p>\n<p>\u201eQuergedanken\u201d. Den Titel fanden wir zwar schon beim Start nicht sonderlich originell, aber halt passend f\u00fcr unsere Absicht. Die da w\u00e4re: Der Schreiber macht sich \u00f6ffentlich so seine Gedanken \u00fcber menschengemachte G\u00f6tter und die Fragw\u00fcrdigkeiten der Welt. Er scheut keine gewagten Spr\u00fcnge quer durch diverse Themenkomplexe. Er liegt quer zu s\u00e4mtlichen journalistischen Formatvorschriften. Und er stellt sich bei jeder passenden wie unpassenden Gelegenheit quer zu Moden, Trends, Mainstreams, Bl\u00f6dsinnigkeiten und angeblich \u201ealternativlosen Vern\u00fcnftigkeiten\u201d. Egal, wen er damit ver\u00e4rgert oder erfreut. Kurzum: Ich schreibe was und wie&#8217;s mir passt oder auf der Seele brennt. Offensichtlich m\u00f6gen viele Leute das.<\/p>\n<p>Dem Kulturinfo-Herausgeber (*) ist bisweilen gewiss der Schreck in die Glieder gefahren. Schlie\u00dflich steht er einem regionalen Anzeigen-Magazin vor. Aber als Verlegertypus guter republikanischer Schule blieb G\u00fcnther Schmitz in der ihm eigenen Ruhe doch stets bei der souver\u00e4nen Devise: \u201eIst als deine Meinung gekennzeichnet und wir haben Pressefreiheit. Ergo: drucken.\u201d Gut getan, lieber G\u00fcnther \u2013 damit mir sowie vor allem einer \u00fcber die Jahre ziemlich gro\u00df gewordenen und treu gebliebenen Lesergemeinde monatlich Freude gemacht. Weil Jubil\u00e4umsfestakte meine Sache nicht sind, seien zur Feier des Ereignisses einfach mal drei Fragen beantwortet, die uns \u00fcber das Jahrzehnt immer wieder aus der Leserschaft erreicht haben. 1. Wie komme ich zu meinen Themen? 2. Wie lange arbeite ich an solch einem Text? Schlie\u00dflich 3. die Dauerfrage: Wer ist Freund Walter und gibt es den wirklich?<\/p>\n<p>Zu 1.: Das Problem ist nie, Themen zu finden, sondern zu entscheiden, was von der Flut allt\u00e4glichen Irrsinns man nicht behandelt. Zu 2.: Sammeln und ausw\u00e4hlen von Themen dauert den ganzen Monat, die Schreibarbeit dann zwei Tage. Sie (nat\u00fcrlich v\u00f6llig unterbezahlt) besteht vor allem aus hinschreiben\/verwerfen, hinschreiben\/verwerfen, hinschreiben\/\u00e4ndern, Ge\u00e4ndertes noch und n\u00f6cher ver\u00e4ndern&#8230;.. Denn es gilt auch f\u00fcr die \u201eQuergedanken\u201d, was Bodo Kirchhoff in einem Roman trefflich formulierte: \u201eGeschichten kommen aus gefallenen Worten, nicht aus h\u00f6heren Pl\u00e4nen; schon ein einziges Wort kann die ganze Richtung \u00e4ndern.\u201d Zu 3. h\u00f6ret Walter selbst: \u201eLeute, bleibt mir blo\u00df vom Leib! Nur das: G\u00e4be es mich nicht, der Herr Querdenker m\u00fcsste mich erfinden; auf dass Schmackes an sein lauwarmes Ges\u00fclze komme. Und nun Alkohol: Auf weitere zehn Jahre \u2013 Hirn wie Herz frisch, frech, frei!\u201d<\/p>\n<p>(Erstabdruck\/-ver\u00f6ffentlichung au\u00dferhalb dieser website 4.\/5. Woche im Januar 2015)<\/p>\n<p><em>Erkl\u00e4rung f\u00fcr Leser\/innen aus dem nicht-mittelrheinischen Rest der Welt:<\/em><\/p>\n<p><em>Die Kolumne &#8222;Quergedanken&#8220; erscheint monatlich im Magazin &#8222;Kulturinfo&#8220;. Und zwar in der Online-Ausgabe (&gt;&gt;www.koblenz-kultur.de) sowie auf Seite 2 der Print-Hauptausgabe, die mit einer Auflage von rund 64 000 Exemplaren im Gro\u00dfraum Koblenz\/Neuwied sowie an der Untermosel, in der Vordereifel und an der Lahn verbreitet wird.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ape. Hochgesch\u00e4tzte Leserschaft: Wir haben etwas zu feiern. Dies ist die 120. 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