{"id":205,"date":"2018-10-23T22:00:00","date_gmt":"2018-10-23T21:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2018\/10\/23\/und-wie-wird-jetzt-der-winter\/"},"modified":"2022-03-15T16:24:12","modified_gmt":"2022-03-15T15:24:12","slug":"und-wie-wird-jetzt-der-winter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2018\/10\/23\/und-wie-wird-jetzt-der-winter\/","title":{"rendered":"Und wie wird jetzt der Winter?"},"content":{"rendered":"<p><a class=\"colorbox colorbox-insert-image\" href=\"http:\/\/pecht.koblenz-net.de\/D7\/sites\/default\/files\/styles\/thumbnail\/public\/quergedanken_logo.jpg?itok=hEG8jpXv\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-47\" alt=\"\" class=\"image-thumbnail\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/quergedanken_logo_0.jpg\" style=\"float:left; height:100px; margin:5px; width:90px\" width=\"90\" height=\"100\" \/> <\/a><\/p>\n<p><strong>ape<\/strong>. Samstag, 13. Oktober 2018, Unterwesterwald. Das Au\u00dfenthermometer zeigt sommerliche 27 Grad. Rekord. Ich habe eben den Rasen gem\u00e4ht; seit Mai erstmals wieder, denn zwischenzeitlich wuchs herzlich wenig. Rekord. Es war eine staubige Angelegenheit. Zehn bis zw\u00f6lf Mahten \u00fcber den Sommer w\u00e4ren normal. Aber was ist schon noch \u201enormal\u201c heutzutage? Der Rasen ist ja auch kein Rasen mehr, nichtmal eine Wiese. Der \u00fcbliche gr\u00fcn-bunte Bodenteppich hierum hat l\u00e4ngst Z\u00fcge einer Trockensteppe angenommen. Rekord. Seit August sprie\u00dfen zwischen vertrocknetem Gras blo\u00df noch ein paar mickrige L\u00f6wenz\u00e4hne, Disteln und irgendwelche d\u00fcnnstieligen Giegakel, denen ein Liter Regen pro Quartal offenbar gen\u00fcgt.<\/p>\n<p>Das sieht heroben auf der H\u00f6h\u2018 genauso trostlos aus wie drunten im Tal die Sandb\u00e4nke im Niedrigrhein und die breiten Ger\u00f6llfelder an dessen Ufern. Jeder Bier trinkende Besucher des Oktoberfestes d\u00fcrfte heuer an einem Tag deutlich mehr Fl\u00fcssigkeit in sich hinein gesch\u00fcttet haben, als die Wetterg\u00f6tter beispielsweise dem Mittelrhein in den letzten f\u00fcnf Monaten insgesamt an Regen spendierten. Rekord. Traumsommer oder Katastrophensommer? Die Deutungen fallen naturgem\u00e4\u00df und je nach Interessenlage unterschiedlich aus. So oder so: Jedenfalls war es ein Rekordsommer.<\/p>\n<p>Sonnenanbeter und S\u00fcdlandflair-Fans sind high und satt, die Anderen platt. Obstbauern und Winzer fahren Rekordernten ein. Rekorde auch \u2013 allerdings in negativer Richtung \u2013 bei Viehfutter, Getreide, Kartoffeln, Waldpilzen. Weshalb manches Nahrungsmittel bald recht teuer werden k\u00f6nnte. Freund Walter steuert zu den all\u00fcberall zahlreichen Unterhaltungen \u00fcber den \u201eSupersommer\u201c in seelenruhiger Frustriertheit die immergleiche Bemerkung bei: \u201eGew\u00f6hnt euch dran, denn das Unnormale wird nun zum Normalen \u2013 wie der SUV zum automobilen Standard und die regierungsamtliche Dieselpolitik zum Ma\u00dfstab f\u00fcr den Klimaschutz. Man hat es so gewollt, also bitte: Suppe ausl\u00f6ffeln!\u201c &nbsp;<\/p>\n<p>Mittlerweile drehen sich die Plaudereien am Gartenzaun und im Wirtshaus verst\u00e4rkt um das, was nun kommen mag. Folgt auf den Supersommer ein Superwinter? Und wenn ja, wie wird dieses \u201esuper\u201c aussehen? Wom\u00f6glich schlendern wir im T-Shirt \u00fcber Weihnachtsm\u00e4rkte und schl\u00fcrfen geeiste Cocktails statt Gl\u00fchwein. Mag sein, Gummistiefel und Regenschirm sind bis zum Hochsommerbeginn im April gefragter als Schneeschuhe, Winterjacke und Pudelm\u00fctze. Vielleicht kommt es aber auch gerade andersrum: Zur Heiligen Nacht ein Blizzard, an Silvester einen Meter Schnee und davor oder hernach vier Wochen 25 Grad minus Dauerfrost.<\/p>\n<p>Professionelle Wetterfr\u00f6sche sind sich diesbez\u00fcglich ebenso uneins wie die Weisheiten diverser Bauernkalender. Die h\u00f6chste Wahrscheinlichkeit trifft wohl doch auf Walters Prognose zu: \u201eUnter der stetig ansteigenden Kurve der globalen Durchschnittstemperatur wird alles Unnormale ganz normal.\u201c Wobei die Kategorien normal und unnormal sich als \u00fcberaus schwammig erweisen, sobald&nbsp; unterschiedliche Generationen um den Tisch sitzen. F\u00fcr 1950er-Jahrg\u00e4nge w\u00e4ren Schnee und Eis im Winter normal. F\u00fcr nach 1990 geborene Mittelrheiner hingegen sind eher Feucht- und Grauzeiten typisch Winter \u2013 und mit etwas Schnee vermatschte Stra\u00dfen der stets unerwartete, unnormale Katastrophenfall.<\/p>\n<p>Wie also wird er, der Winter nach dem Rekordsommer? Walter bl\u00e4st die Backen auf: \u201eWas wei\u00df denn ich. Schau halt aus dem Fenster, wenn\u2018s soweit ist. Dann siehst du klar.\u201c&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;<\/p>\n<p><em>Erstabdruck\/-ver\u00f6ffentlichung au\u00dferhalb dieser website 43.\/44. Woche im Oktober 2018<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ape. Samstag, 13. Oktober 2018, Unterwesterwald. Das Au\u00dfenthermometer zeigt sommerliche 27 Grad. Rekord. Ich habe eben den Rasen gem\u00e4ht; seit Mai erstmals wieder, denn zwischenzeitlich wuchs herzlich wenig. Rekord. Es war eine staubige Angelegenheit. Zehn bis zw\u00f6lf Mahten \u00fcber den Sommer w\u00e4ren normal. Aber was ist schon noch \u201enormal\u201c heutzutage? 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