{"id":1133,"date":"2022-02-20T16:00:00","date_gmt":"2022-02-20T15:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/blog\/guten-tag-allerseits-im-februar-maerz-2022\/"},"modified":"2022-04-08T13:46:55","modified_gmt":"2022-04-08T12:46:55","slug":"guten-tag-allerseits-im-februar-maerz-2022","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2022\/02\/20\/guten-tag-allerseits-im-februar-maerz-2022\/","title":{"rendered":"Guten Tag allerseits im Februar\/M\u00e4rz 2022"},"content":{"rendered":"<p>31.03.2022<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-2381 size-full\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/ape-schwarz-133.jpg\" alt=\"\" width=\"167\" height=\"133\" \/>So beginnt meine heute erschienene <strong>Monatkolumne &#8222;Quergedanken&#8220;, Folge 201:<\/strong> &#8222;Schluss mit lustig! Schlimmer als 2020\/2021 k\u00f6nne es nicht werden, hatten wir geglaubt. Corona-Seuche, katastrophische Klimawandelwirkungen, fanatische Realit\u00e4tsleugnung nebst Wissenschafts- und Demokratiefeindlichkeit\u2026 Doch wir hatten falsch geglaubt, denn es ist noch viel schlimmer gekommen: Das erste Quartal 2022 ist das \u00fcbelste, das ich in meinen 66 Jahren erlebt habe.&#8220; (&#8230;) <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2022\/03\/31\/der-krieg-soll-verflucht-sein\/\" data-cke-saved-href=\"\/D7\/node\/767\">&gt; weiterlesen &#8222;Der Krieg soll verflucht sein!&#8220;<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>23.03.2022<\/p>\n<p>Und nun l\u00e4uft er wieder, <strong>mein TV-Albtraum: der &#8222;automatische Sendersuchlauf&#8220;<\/strong>. Vor zwei Wochen hatte Vodafon (hier via Kabel Deutschland via Kevag telekom) die bei mir gespeicherte Fassung von ard-alpha gekillt und heute dann auch noch arte. Beide g\u00e4be es nur nocn in HD-Versionen und die solle man sich an anderer Stelle aus der &#8222;Senderliste&#8220; holen. In meiner Senderliste sind beide nicht drin. Ergo: Sendersuchlauf. Hei\u00dft wieder: Hunderte Sender laden, hernach stundenlang nach Brauchbarem durchst\u00f6bern und benutzertauglich sortieren. Der Abend ist gerettet. Oder besser gesagt: An technischen Schei\u00dfdreck verschwendet &#8211; um zwei der mir liebsten TV-Sender wieder greifbar zu machen. Ein Hoch auf die Entwicklungsabteilung der TV-Technik-Unternehmen. gez. Ein normalsterblicher Fernsehzuschauer ohne elektrotechnisches Hochschulstudium.<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p><strong>Heute ist bei mir Schreibtag. <\/strong>Der Redaktionsschluss f\u00fcr die Folge 201 meiner Monatskolumne &#8222;Quergedanken&#8220; dr\u00fcckt. Was mir sonst\u00a0 viel Freude macht, ger\u00e4t diesmal zur Qual. Nachdem die vergangene Nummer zwei Tage vor Kriegsausbruch \u00fcber die Druckmaschinen gelaufen war, komme ich diesmal nicht umhin etwas zu diesem uns\u00e4glichen Angriffskrieg Putins zu schreiben. Was aber k\u00f6nnte das sein &#8211; dem Irrsinn angemessen und\/oder in den zur\u00fcckliegenden vier Schreckenswochen nicht schon hundertfach geschrieben\/gesagt? Auch der sonst in diesem Format \u00fcbliche humorige Schlag mag mir wohl kaum \u00fcber die Zunge kommen. Rat- und lustlos fange ich einfach mal an, \u00fcberlasse der unterbewussten Spontanabteilung des Hirns die Tastatur. *seufz*<\/p>\n<hr \/>\n<p>22.03.2022<\/p>\n<p>*schmunzel* Mittlerweile bin ich mir v\u00f6llig sicher, dass die Naturkundelehrer uns damals in der Volksschule belogen haben. Oder sie hatten einfach keine Ahnung &#8211; etwa von der aphrodisierenden Wirkung der westerw\u00e4lder Umgebung, die offenkundig sogar Millionen Jahre alte Gesteinsbrocken noch in Wallung bringt. Jedenfalls ist, was die Magister uns dereinst lehrten, definitiv falsch: &#8222;Steine k\u00f6nnen sich nicht fortpflanzen, das k\u00f6nnen nur Menschen, Tiere und Pflanzen.&#8220; Und hier der Beweis, <strong>dass auch Steine, zumindest die hiesigen, sich vermehren<\/strong>: Die rund 25 Quadratmeter des \u00e4ltesten Teils meines Gem\u00fcsegartens bewirtschafte ich seit gut 40 Jahren h\u00e4ndisch und mit Muskelkraft sehr sorgsam. Dennoch hole ich noch immer Fr\u00fchling um Fr\u00fchling mindestens einen Wassereimer voll Steine und Steinchen heraus. Von den in sp\u00e4teren Jahren hinzugekommenen Beeten ganz zu schweigen. *seufz*<\/p>\n<hr \/>\n<p>21.03.2022<\/p>\n<p>Manchmal gibt es Zusammenh\u00e4nge, die wirklich ganz simpel sind. Etwa dieser:<br \/>\n<strong>Jedes Prozent Erdgas, Benzin, Erd\u00f6l, Kohle, das wir weniger verbrauchen, <\/strong>erf\u00fcllt gleich drei gute Zwecke: 1. es mindert die Abh\u00e4ngigkeit von Russland (u.a.); 2. es mindert den Schaden f\u00fcr Umwelt und Klima; 3. es mindert die Belastung des eigenen Geldbeutels.<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p>Und immer wieder muss man es deutlich sagen: Es gibt nur ein einziges Argument, das Deutschland daran hindert allen anderen L\u00e4ndern auf Erden zu folgen und <strong>ein allgemeines Tempolimit <\/strong>zu beschlie\u00dfen. Dieses Argument, inzwischen vertreten nur noch von einer Minderheit der deutschen B\u00fcrger und der Autolobby, lautet: &#8222;Ich will aber schnell fahren d\u00fcrfen.&#8220;<\/p>\n<hr \/>\n<p>20.03.2022<\/p>\n<p>Oftmals ist es wenig erhellend und noch weniger hilfreich, realpolitische Ereignisse\/Entwicklungen durch die Brille l\u00e4ngerfristiger parteipolitischer Orientierungen, Sympathien\/Antipathien zu betrachten. So jetzt im Falle der <strong>Bem\u00fchungen Habecks<\/strong>, Deutschland <strong>in Arabien <\/strong>zu verschaffen, wessen es f\u00fcr die eigene <strong>Energieversorgung <\/strong>noch f\u00fcr einige Jahre bedarf. <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2022\/03\/20\/haeme-ueber-habecks-verhandlungen-mit-katar\/\" data-cke-saved-href=\"\/D7\/node\/766\">&gt; weiterlesen Anmerkung &#8222;H\u00e4me \u00fcber Habecks Verhandlungen mit Katar<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>16.03.2022<\/p>\n<p>Prima, <strong>heute ist wieder Gartenwetter.<\/strong> Angesichts der Welt- und Marktlage bin ich noch st\u00e4rker motiviert, unsere biog\u00e4rtnerische Selbstversorgungswirtschaft so optimal wie m\u00f6glich anzulegen. Habe gestern deren &#8222;Goldtresor&#8220; ge\u00f6ffnet: den bis Fr\u00fchsommer 2021 aufgeh\u00e4uften, mit Pferdemist und etwas H\u00fchnermist angereicherten und seither ruhenden Kompostm\u00fcll. Sch\u00f6n durchgegoren, tiefschwarz ist der fertige Kompost; ein bisschen zu nass und pappig, was die Einarbeitung in die Beete etwas erschwert, der D\u00fcnge- und schlie\u00dflich auch Lockerungswirkung auf die Erde aber kaum Abbruch tut.<\/p>\n<p>Die harten Arbeiten habe ich an den vergangenen Sch\u00f6nwettertagen schon hinter mich gebracht (und den zwangsl\u00e4ufigen Muskelkater wieder abgebaut): Umgraben der Erdbeete mit dem hier leider sehr schweren Lehmboden, grobes Durchhacken der Kr\u00fcmelerde in den Hochbeeten. Heute nun Verteilung des Kompost auf die Beete, mengenm\u00e4\u00dfig gestaffelt nach dem D\u00fcngebedarf der Nahrungspflanzen, die dort jeweils angebaut werden sollen. Dann alles ein bisschen abtrocknen lassen und hernach zum Wochenende hin mit dem Rechen zu einer kleinkr\u00fcmeligen Oberfl\u00e4chen-\/Pflanzschicht zerhacken. Das ist meine f\u00fcr die hiesigen Bedingungen entwickelte Methode, die seit 40 Jahren recht gut funktioniert. Und heuer kommt bei jedem Spatenstich der Gedanke hinzu: Putin kann mich am Arsch lecken.<\/p>\n<hr \/>\n<p>15.03.2022<\/p>\n<p>&#8222;Informiere dich doch mal richtig!&#8220; Diese Aufforderung wird einem in j\u00fcngeren Jahren geh\u00e4uft um die Ohren gehauen von <strong>Klimawandelleugnern, Antimigrationshetzern, Coronaleugnern\/-verharmlosern, Impfgegnern und zuletzt Putin-Verstehern.<\/strong> Sie meinen damit nicht etwa Information aus wissenschaftlich anerkannten Quellen, merfach gepr\u00fcften Expertisen, unabh\u00e4ngigen Recherchen und anderen Qualit\u00e4tsherk\u00fcnften. Sie meinen vielmehr ihre eigenen Quellen. Auch diese habe ich mir \u00fcber die Jahre immer mal wieder genauer angeschaut&#8230;. <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2022\/03\/15\/schnittmenge-der-verschwoerungs-glaeubigen\/\" data-cke-saved-href=\"http:\/\/D7\/node\/765\">&gt; weiterlesen &#8222;Die Schnittmenge der Verschw\u00f6rungs-Gl\u00e4ubigen&#8220;<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>13.03.2022<\/p>\n<p>Pardon, aber man kann doch Leute nicht mehr f\u00fcr voll nehmen, die dieser Tage lauthals <strong>\u00fcber die hohen Spritpreise schimpfen<\/strong>, zugleich aber unger\u00fchrt mit 160, 180 oder 200 km\/h \u00fcber die Autobahn preschen sowie auch anderweitig kr\u00e4ftig das Gaspedal traktieren und mit ihren (oft \u00fcberdimensionierten) Kisten 9, 11, 13 oder mehr Liter Kaftstoff auf 100 Kilometer verheizen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>10.03.2022<\/p>\n<p>Krisenzeiten waren und sind stets auch <strong>die Stunde der Spekulanten<\/strong>. Z.B. der Weizenpreis: Im Augenblick wetten die b\u00f6rsianischen Kriegsgewinnler auf ukrainische und russische Ernteausf\u00e4lle in einem halben Jahr. Folge: Explodierende Getreidepreise jetzt und alsbald Hungersn\u00f6te in den \u00e4meren Teilen der Welt. *stinksauer*<\/p>\n<hr \/>\n<p>08.03.2022<\/p>\n<p><strong>Waffenstillstand sofort! Dann: Abzug der russischen Truppen vom Staatsgebiet der Ukraine!<\/strong><br \/>\nDas sind m.E. die aktuellen Minimalforderungen, an denen sich alle Politiker und politischen Diskutanten messen lassen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p><strong>Meine ganz pers\u00f6nliche private Spritpreisbremse <\/strong>(hier drau\u00dfen auf dem Land ohne nennenswerten \u00d6PNV) ist jetzt erstmal &#8211; das Gaspedal. Also weniger drauftreten. Will sagen: Langsamer fahren, \u00fcberlegter fahren, vorausschauender fahren und \u00fcberhaupt, wann immer m\u00f6glich, weniger fahren. Da geht noch einiges, obwohl ich nur ein kleines Auto habe und schon eine Weile ein eher zur\u00fcckhaltender\/sparsamer Fahrer bin. Immerhin wei\u00df ich um den bei mir vielfach erlebten Unterschied der Verbrauchswerte, wenn ich a) gedankenlos vor mich hin kutschiere oder b) bewusst auf verbrauchsarmes Fahren achte: Macht auf 100 Kilometer 1 bis 1,5+ Liter mehr oder weniger Sprit aus ( = 15 bis 25%).\u00a0 Da gewinnt dann der alte Spruch &#8222;Zeit ist Geld&#8220; einen ganz neuen Sinn: Ein paar Minuten l\u00e4nger unterwegs zu sein, macht sich im Geldbeutel ziemlich positiv bemerkbar.<\/p>\n<hr \/>\n<p>07.03.2022<\/p>\n<p>Menschen, oh Menschen, ach, was dumme Menschen.<br \/>\nEs werden hierzulande offenbar verschiedentlich Mitb\u00fcrger mit osteurop\u00e4ischen Akzent, die man f\u00fcr Russen h\u00e4lt bzw. die tats\u00e4chlich Russlandsdeutsche oder Auslandsrussen sind, als vermeintliche Putin-Freunde angep\u00f6belt, bespuckt, bedr\u00e4ngt, drangsaliert. <strong>DAS GEHT GAR NICHT! <\/strong>Das ist rassistischer Mist und keineswegs ein Zeichen der Solidarit\u00e4t mit der Ukraine.<\/p>\n<hr \/>\n<p>06.03.2022<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2384\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/MZ4.jpeg\" alt=\"\" width=\"480\" height=\"270\" \/><\/p>\n<p><strong>Aktuelles Transparent \u00fcber dem Haupteingang des Staatstheaters Mainz.<\/strong><\/p>\n<p><strong>J\u00fcngste Meldungen aus Russland:<\/strong> &#8222;Mehr als 17.000 russische Kulturschaffende haben einen leidenschaftlichen Appell an Pr\u00e4sident Putin gerichtet. Sie fordern das sofortige Ende des Krieges.&#8220; (Berliner Zeitung)<br \/>\n&#8222;7000 Wissenschaftler und Akademiker haben in Russland einen Brief an Putin geschrieben: Als Schurkenstaat sei Russland kein Ort mehr f\u00fcr die Wissenschaft.&#8220; (Berliner Zeitung)<br \/>\n&#8222;6500 russische Architekten, Stadtplaner und Designer verurteilen Putins Kriegsoffensive.&#8220; (polis)<\/p>\n<p>Packen wir, was wir wissen, mal zusammen: Ein betr\u00e4chtlicher Teil der Oligarchen ist stinksauer auf Putins (gesch\u00e4ftssch\u00e4digende) Kriegspolitik; es grummelt in der Generalit\u00e4t; manche Teile der russischen Truppen sind so &#8222;unzuverl\u00e4ssig&#8220;, dass jetzt die Wehrpflichtigen rausgezogen und geschwind neue Einheiten aus Berufssoldaten zusammengebaut werden m\u00fcssen; in der russischen Intelligencia, also der gebildeten Schicht des Landes, rumort es gewaltig (s.u.); laut einer letzten unabh\u00e4ngigen Umfrage von vergangener Woche in Russland glauben zwar 60% der \u00e4lteren Bev\u00f6lkerung Putins M\u00e4rchen vom &#8222;anitfaschistischen Verteidigungseinsatz&#8220;, 40% allerdings nicht, und unter den j\u00fcngeren Russen hat Putin seine Glaubw\u00fcrdigkeit weitgehend verspielt.<\/p>\n<p>Reicht das f\u00fcr eine zeitnahe Beendigung der russischen Aggression gegen die Ukraine? Leider eher nicht. Doch im Zusammenklang mit dem bemerkenswerten Widerstand der Ukrainer, den interantionalen Sanktionen sowie weltweiten Volksprotesten schraubt sich der Preis f\u00fcr das Handeln Putins in H\u00f6hen, mit denen weder er noch sonst irgendjemand in der russischen Nomenklatura je gerechnet hatte.<\/p>\n<hr \/>\n<p>03.03.2022<\/p>\n<p>Kopf und Herz sind beim <strong>Befreiungskampf des ukrainischen Volkes<\/strong> gegen die Putin&#8217;sche Aggression und bei jenen wachsenden Teilen des russischen Volkes, die dem Kreml-Autokraten nicht (mehr) willig folgen m\u00f6gen. K\u00f6rper und Seele st\u00fcrzen sich unterdessen mit Verve und Freude in die <strong>heimg\u00e4rtnerische Fr\u00fchjahrsmaloche,<\/strong> um die Gem\u00fcsebeete empf\u00e4ngnisbereit zu machen. Geht beides guten Gewissens zusammen? Ich glaube: ja. Dialektik des Lebens.<\/p>\n<hr \/>\n<p>02.03.2022<\/p>\n<p>Man hat mir ihn den letzten Tagen zum <strong>Ukraine-Krieg<\/strong> mehrfach zwei Fragen gestellt.<\/p>\n<p>Erste Frage: <strong>Auf welcher Seite stehst du <\/strong>&#8211; derjenigen Russlands oder derjenigen des Westens unter amerikanischer F\u00fchrung? Meine Antwort: Ich stehe auf der Seite des v\u00f6lkerrechtswidrig \u00fcberfallenen, um seine Freiheit und sein Selbstbestimmungsrecht k\u00e4mpfenden Volkes der Ukraine.<\/p>\n<p>Zweite Frage: <strong>Was h\u00e4lst du von diesem Krieg?<\/strong> Meine Antwort: Er ist ein gro\u00dfes Ungl\u00fcck nicht nur f\u00fcr die direkt betroffenen Menschen, sondern f\u00fcr den gesamten Planeten. Putin hat der Menschheit einen B\u00e4rendienst erwiesen. Sein \u00dcberfall auf die Ukraine und das Schlagen der Nuklearwaffentrommel lenkt die Aufmerksamkeit der Welt ab von der schwersten existenziellen Herausforderung der ganzen bisherigen Zivilisdationsgeschichte, dem Klimawandel. Schlimmer noch: Durch die Putin&#8217;sche Aggression f\u00fchlen sich zahlreiche L\u00e4nder gen\u00f6tigt (oder berufen) gewaltige Ressourcen auf ihre Militarisierung zu verwenden. Ressourcen, die nun f\u00fcr die eigentlich wichtigste Arbeit der Gegenwart, den Klimaschutz und die Anpassung der menschlichen Weltzivilisation an den Klimawandel, fehlen werden.<\/p>\n<hr \/>\n<p>01.03.2022<\/p>\n<p>Es gibt in Deutschland gewiss einige zehntausend noch immer oder neuerdings wieder aktive einheimische <strong>Anh\u00e4nger der ehemaligen Sowjetunion <\/strong>und des SED-Staates. Ich spreche nicht von Deutschrussen oder Auslandsrussen in Deutschland, sonder von jener (kleinen) politischen Str\u00f6mung &#8211; fr\u00fcher rund um die DKP -, die seit jeher Teil des politischen Spektrums auch in Westdeutschland ist. Verfolgt man nun im Netz Argumentationen aus dieser Ecke zum <strong>\u00dcberfall Putins auf die Ukraine,<\/strong> so st\u00f6\u00dft man rasch auf drei zentrale Irrt\u00fcmer bei diesen Leuten: <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2022\/03\/01\/drei-irrtuemer-altlinker-moskau-freunde\/\">&gt; weiterlesen &#8222;Drei Irrt\u00fcmer &#8218;altlinker&#8216; Moskau-Freunde&#8220;<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>28.02.2022<\/p>\n<p>Zahllose, teils riesige <strong>Demonstrationen<\/strong> vielerorts weltweit als Zeichen der <strong>Solidarit\u00e4t mit der Ukraine <\/strong>und gegen Putins kriegerischen \u00dcberfall auf das Land. Den Kriegsherrn im Kreml wird das direkt kaum beeindrucken. Aber: Diese Bilder sickern auf mannigfachen Wegen durch zum russischen Volk und stellen dort ein ums andere Mal in Frage, was Putins Propagandamedien den Leuten an L\u00fcgen einzuh\u00e4mmern versuchen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>27.02.2022<\/p>\n<p><strong>Putin ist angepisst. Sein gesamtes, dem Denken der 1960er entsprungenes Kalk\u00fcl geht nicht auf. <\/strong>An erster Stelle zu nennen: Sein Zeitplan f\u00fcr die Annexion der Ukraine ist aus den Fugen, weil die Ukrainer sich nicht einfach \u00fcberrollen lassen. Vielmehr halten sie erstaunlich wirksam dagegen und hat ihr Widerstand den Charakter eines &#8222;Volksbefreiungskampfes&#8220; angenommen. Man kann diesen Terminus f\u00fcr den seinerzeitigen vietnamesischen Widerstand gegen die us-imperiale Aggression in Indochina mit Fug und Recht auf das mutige Agieren der Ukrainer angesichts des Putin&#8217;schen \u00dcberfalls auf ihr Land \u00fcbertragen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>25.02.2022<\/p>\n<p>Redaktionelle Anmerkung aus aktuellem Anlass zur nachfolgend publizierten <strong>M\u00e4rzausgabe meiner Monatskolumne &#8222;Quergedanken&#8220;;<\/strong> Folge 200: Dieser Text entstand eine Woche vor dem \u00dcberfall Putin-Russlands auf die Ukraine. Das &#8222;Kulturinfo&#8220; M\u00e4rz, in dessen Printausgabe er erstpubliziert ist, erschien heute (25.2.), gedruckt war das Heft aber bereits am 22.2. . Deshalb ist die Kolumne noch v\u00f6llig unbeleckt von den j\u00fcngsten Kriegsereignisse. <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2022\/02\/24\/fruehlingsgefuehle-oder-fruehjahrsmuedigkeit\/\">&gt; Quergedanken Folge 200 &#8222;Fr\u00fchlingsgef\u00fchle oder Fr\u00fchjahrsm\u00fcdigkeit?&#8220;<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>24.02.2022<\/p>\n<p>(Keine Analyse, nur die Beschreibung eines Gef\u00fchls). <strong>Die Vorg\u00e4nge um die Ukraine f\u00fchlen sich entsetzlich anachronistisch an<\/strong>, wie aus der Zeit gefallen, wie das \u00d6ffnen einer verstaubten Kiste mit lauter Krempel von vorgestern und \u00fcbervorgestern drin: Krieg mitten in Europa, im zweiten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts. Im letzten Schritt einer langen ungl\u00fcckseligen Entwicklung wechselseitiger Ignoranz angezettelt von einem Autokraten. Unterf\u00fcttert mit Uraltideologie von nationaler Gr\u00f6\u00dfe, historischer Blut-und-Boden-Bindung, Heim-ins-Reich-Fantasmen sowie Tr\u00e4umen von einer Aufteilung der in tausenderlei Abh\u00e4ngigkeiten eng verwobenen Welt in neue machtpolitische Einflusssph\u00e4ren. Und \u00fcber allem wieder das antiquierte Diktum vom Kampf Gute-gegen-B\u00f6se. Das alles just zu einer Zeit, da die Menschheit eben bem\u00fcht ist, sich aus einer globalen Seuche herauszustrampeln &#8211; und obendrein in einer Epoche, die die menschliche Zivilisation und Spezies in toto mit dem Klimawandel vor die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung ihrer bisherigen Existenzgeschichte stellt. Das Ausma\u00df kleinlicher und selbstzerst\u00f6rerischer Borniertheit ist kaum zu ertragen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>22.02.2022<\/p>\n<p>Da kommt jetzt dieser leise Satz aus Peking, der vielleicht schwer wiegen k\u00f6nnte: <strong>&#8222;Wir haben kein Interesse an einem Krieg in Europa.&#8220; <\/strong>Und der chinesische Au\u00dfenminister Wang Yi erkl\u00e4rt: &#8222;China ruft alle Parteien erneut auf, Zur\u00fcckhaltung zu \u00fcben und die Situation zu deeskalieren. Die Differenzen lassen sich nur durch Dialog und Verhandlungen l\u00f6sen.&#8220; Man muss die chinesische Parteidiktatur nicht m\u00f6gen, um zu erkennen, dass China heute als neue, dritte Supermacht zu den wichtigen Playern der Weltpolitik geh\u00f6rt.<\/p>\n<hr \/>\n<p>21.02.2022<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 20px;\"><strong>Die Schlafwandler. Sie haben gut 20 Jahre ungenutzt verstreichen lassen, gemeinsam eine vern\u00fcnftige, tragf\u00e4hige Friedensarchitektur f\u00fcr Europa zu erarbeiten. Weshalb wir jetzt wieder dort stehen, wo wir vor sechs Jahzehnten schon standen: am Rande des Krieges in Europa. Nur zu, immer weiter in die Vergangenheit. Wer braucht schon eine Zukunft?<\/strong><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p>20.02.2022<\/p>\n<p>Sonntagmorgen: Augen auf, raus aus dem Bett, Blick zum Fenster hinaus, wieder rein ins Bett, Augen zu.<\/p>\n<hr \/>\n<p>19.02.2022<\/p>\n<p><a class=\"colorbox colorbox-insert-image\" href=\"Freunde%20in%20Sommerfrische.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-2665\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Freunde-in-Sommerfrische-480x366.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"229\" srcset=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Freunde-in-Sommerfrische-480x366.jpg?v=1745920274 480w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Freunde-in-Sommerfrische-768x585.jpg?v=1745920274 768w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Freunde-in-Sommerfrische.jpg?v=1745920274 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a> <strong>Zuwachs in der &#8222;Galerie lieber Freund\/innen&#8220;<\/strong>: Gewisserma\u00dfen als Vorab-Fr\u00fchlingsgru\u00df aus der Malstube das Gem\u00e4lde unter dem Titel &#8222;Freundesplausch in der Sommerfrische&#8220; (Acryl auf Leinwand, 70 x 50 cm). Der stierw\u00fctig schnaubende Bursche rechts im Bild ist einer meiner ur\u00e4ltesten Bestfreunde am Mittelrhein: Gerd. Das Motiv geht zur\u00fcck auf eine Realsituation im Sommer 2018, wo wir im Gr\u00fcnen vergn\u00fcgt Streiterei mimten. <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2022\/02\/18\/die-galerie-lieber-freundeinnen\/\">&gt; Galerie lieber Freunde\/innen&#8220; hier<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>17.02.2022<\/p>\n<p>Donnerstag 10 Uhr. Was ich gerade mache? <strong>Die Sch\u00e4den der Sturmnacht sichten.<\/strong> Klaro, wir hatten schon wesentlich heftigere St\u00fcrme, aber die jetzt durchgezogene erste Welle war auch nicht von schlechten Eltern. Mords Radau rund ums Haus die ganze Nacht; Riegel des zweifl\u00fcgeligen Gartentores rausgebrochen; ein gro\u00dfer Blumentopf zerdeppert; zwei Schieferplatten vom Dachkamin weg. Gespentisch im Augenblick: Null Autoverkehr auf der nahen Landstra\u00dfe, von ferne heulen Kettens\u00e4gen. Nachbarn sprechen davon, dass in der Fr\u00fch s\u00e4mtliche Stra\u00dfen rings ums Dorf wg. Baumbruchs zu gewesen seien. Wom\u00f6glich sind wir noch immer quasi von der Au\u00dfenwelt abgeschnitten. Egal &#8211; f\u00fcr heute gilt: Kein Fu\u00df in den Wald und weiter uffpasse, denn eine zweite Welle ist (f\u00fcr Freitag) angesagt.<\/p>\n<hr \/>\n<p>16.02.2022<\/p>\n<p>Fr\u00fcher Nachmittag. Eben mal ums Haus gegangen, geschaut, ob alles niet- und nagelfest ist resp. hinreichend beschwert oder vert\u00e4ut. Schlie\u00dflich haben die Wetterfr\u00f6sche fast allesamt f\u00fcr die Nacht zum Donnerstag ordentliches <strong>Gest\u00fcrme angesagt,<\/strong> sowie f\u00fcr Freitag eine zweite &#8222;wom\u00f6glich gef\u00e4hrlichere&#8220; (Pl\u00f6ger) <strong>Sturm-\/Orkanfront <\/strong>prognostiziert. Ob Letztere eher im Norden oder in der Mitte Deutschlands auftrifft, scheint noch nicht ganz klar. Was Wunder, sind 100 Kilometer weiter oben oder weiter unten f\u00fcr so ein Wettergebilde ja nur ein kleines Seitenschrittchen, w\u00e4hrend das f\u00fcr unsereinen den Unterschied zwischen getroffen oder nicht betroffen ausmachen kann.<\/p>\n<p>Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste und in der Ruhe liegt die Kraft. Wobei &#8222;Ruhe&#8220; ja \u00f6fter missverstanden wird als &#8222;geht mich nix an&#8220; oder Abwinken nach der Devise &#8222;wird nix so hei\u00df gegessen wie gekocht&#8220;.\u00a0 Woher aber r\u00fchrt die echte Ruhe sturmerprobter Einheimischer in h\u00e4ufig derart umtobten Gegenden? Vom ernsthaften Umgang mit Warnungen und dem damit verbundenen selbstverst\u00e4ndlichen <strong>&#8222;Uffpasse!&#8220;.<\/strong> In diesem Sinne: Gebt Obacht. Lieber einmal mehr als einmal zu wenig.<\/p>\n<hr \/>\n<p>15.02.2022<\/p>\n<p>Lernmoment am Morgen: <strong>&#8222;Aua!!! Verfluchter Mist!! Du Depp, du bl\u00f6der!&#8220; <\/strong>Dies waren die ersten Worte, die heute in der Fr\u00fch durchs Haus klangen, zuckten, dr\u00f6hnten. Meinem Maul entsprungen und\u00a0 mir selbst an den Kopf geworfen. Denn man soll es einfach nicht machen: Im Hirn komplexe oder abenteuerliche Gedanken \u00fcber Gott, die Welt und ferne Dinge w\u00e4lzen, derweil die H\u00e4nde mit ganz profanen Verrichtungen am hei\u00dfen Herd besch\u00e4ftigt sind. Es m\u00f6chte n\u00e4mlich sein, dass Letzteres au\u00dfer Betracht ger\u00e4t \u00fcber die Versunkenheit in interessanteste Denkvorg\u00e4nge &#8211; und man mittemang die H\u00e4nde aufst\u00fctzt, als st\u00fcnde ein Lesepult oder Katheder vor einem.<\/p>\n<p>Dann macht&#8217;s &#8222;zisch&#8220; und das Geschrei ist gro\u00df. M\u00f6gen auch die ultraschnellen Schutz-\/Wehrreflexe des reptiloiden Hirnstamms prima funktionieren und also die realen Schadfolgen f\u00fcr die leichtfertig maltr\u00e4tierten K\u00f6rperteile nicht der Rede wert sein &#8211; der kurze Schmerz ist betr\u00e4chtlich, der Ersckreckensblitz dar\u00fcber noch betr\u00e4chtlicher. Du Depp, du<\/p>\n<hr \/>\n<p>13.02.2022<\/p>\n<p>Ob mir die <strong>Ukraine-Krise <\/strong>gleichg\u00fcltig sei und warum ich dazu nichts schreibe, wurde gefragt. Nein, ist mir nicht gleichg\u00fcltig; ich verfolge alle Entwicklungen der Lage dort sowie der \u00f6ffentlichen Diskussion hier mit Argusaugen und gro\u00dfer Sorge. Meine eigene Haltung dazu ist allerdings einerseits noch zu vage, andererseits doch schon zu komplex, um sie eben mal in ein paar Schlagworts\u00e4tzen auszubreiten. Denn ich betrachte die Entwicklung von 1989 bis heute als EINEN Vorgang machtpolitischer wechselseitiger Ursache-Wirkungs-Mechanismen &#8211; die leider beiderseits nie wirklich friedliche Koexistenz auf gleicher Augenh\u00f6he zum Ziel hatten. <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2022\/02\/12\/nach-bekanntem-muster-kalter-krieg-2-0\/\">&gt; weiterlesen &#8222;Nach bekanntem Muster: Kalter Krieg 2.0&#8220;<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>11.02.2022<\/p>\n<p>Vielleicht muss man auch das nochmal (er)kl\u00e4ren: Selbstverst\u00e4ndlich ist es i<strong>n Zeiten einer Gro\u00dfseuche prim\u00e4re Staatspflicht<\/strong>, im Interesse der Allgemeinheit einen m\u00f6glichst optimalen Seuchenschutz zu organisieren, n\u00f6tigenfalls auch gegen Widerst\u00e4nde zu verordnen und durchzusetzen. Zugleich ist es Staatspflicht, m\u00f6glichst optimale Bedingungen daf\u00fcr zu schaffen, dass die Zivilgesellschaft geh\u00f6rige Selbstschutzkr\u00e4fte entfalten kann. Vom beidem ist die deutsche Seuchenpolitk seit Beginn der Pandemie leider himmelweit entfernt (Stichworte: halbherziges Herumgeeiere; Schutzbeschlusse zu sp\u00e4t, zu lasch und obendrein mit einer Haltbarkeit von oft nur ein paar Tagen bis zur Zerschie\u00dfung durch div. Landesregierungen).<\/p>\n<p>Aktuell in der Omikron-Lage: Das Timing der Lockerungen ist unter Seuchenblickwinkel v\u00f6llig absurd und als Signal an die Bev\u00f6lkerung &#8211; wir kennen doch inzwischen unserer Papenheimer &#8211; fatal (&#8222;Krise vorbei&#8220;). &#8222;Auf nat\u00fcrliche Durchseuchung zu bauen, ist in Deutschland mit seiner Altersstruktur und der viel zu gro\u00dfen Impfl\u00fccke KEINE OPTION&#8220;, sagt die Wissenschaft, sagte vor drei Wochen auch noch die Politik reihum. Ja glaubt denn ernsthaft irgendjemand, das jetztige staatspolitische Signal w\u00fcrde neuen Schwung in die Impf- und Boosterkampagne bringen? Das Gegenteil wird eintreten &#8211; und die Impfpflicht ist gleich mit vom Tisch.<\/p>\n<hr \/>\n<p>10.02.2022<\/p>\n<p>*seufz* Es w\u00e4re nett, w\u00fcrden sich die deutschen StaatspolitikerInnen in Bund und L\u00e4ndern nun wenigstens ehrlich machen und eingestehen: <strong>&#8222;Die neue Linie hei\u00dft Durchseuchung<\/strong>, weil wir die Omikronwelle nicht in den Griff kriegen und sich obendrein alle so sehr nach Normalit\u00e4t sehnen.&#8220; Anders l\u00e4sst sich m.E. kaum erkl\u00e4ren, dass wesentliche Seuchenschutzma\u00dfnahmen (mal wieder) vier bis acht Wochen zu fr\u00fch aufgehoben werden &#8211;\u00a0 n\u00e4mlich just in dem Moment, da das Infektionsgeschehen der f\u00fcnften Welle dem Allzeithoch entgegenstrebt.<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p>Mark Zuckerberg droht, Facebook und andere Dienste seines <strong>Meta-Konzern in Europa abzuschalten,<\/strong> falls die EU qua Gesetz sein System der transatlantischen Datenkrakerei einschr\u00e4nkt. Sugarbaby pokert und baut auf Nervenschw\u00e4che deutscher\/europ\u00e4ischer Politik (was ja so abwegig nicht ist). Gleichwohl sollte man sich hierzulande mal einen Kopf darum machen: Wer sagt eigentlich, dass &#8222;Soziale Netzwerke&#8220; nur von Privatkonzernen betrieben werden k\u00f6nnen? Es g\u00e4be durchaus die M\u00f6glichkeit, eine <strong>\u00f6ffentlich-rechtliche Alternative<\/strong> ohne Datenkrakerei, ohne personalisierte Werbeflut, ohne algorithmische Meinungsbeeinflussung, ohne rechtsfreie R\u00e4ume aufzubauen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>09.02.2022<\/p>\n<p>Es ist wohl unerl\u00e4sslich, immer und immer wieder an die inzwischen wissenschaftlich eindeutigen <strong>Basisfakten der Corona-Pandemie <\/strong>zu erinnern. Denn in zahllosen Diskussionen sind sie \u2013 teils auch von Zeitgenossen, die weder Coronaleugner noch Impfgegner sind \u2013 ausgeblendet, ignoriert, unbekannt, vergessen, aus dem Blick geraten oder werden &#8211; von anderen &#8211; zerredet, geleugnet, verdreht, gef\u00e4lscht. Also nochmal, ganz grob: <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2022\/02\/08\/noch-einmal-basisfakten-der-corona-pandemie\/\">&gt; weiterlesen hier<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>08.02.2022<\/p>\n<p>Manchmal f\u00fchle ich mich wie ein junger Springinsfeld, manchmal wie ein sehr m\u00fcder alter Mann. Manchmal passt das ganz prima, manchmal eben auch nicht.<\/p>\n<hr \/>\n<p>06.02.2022<\/p>\n<p>Sonntag, der 6. Februar anno domini 2022:<\/p>\n<p><em>Es h\u00e4ngt der Himmel voll von Bassgeigen,<br \/>\ndarauf die G\u00f6tter \u00fcben unter Schwei\u00df und Tr\u00e4nen,<br \/>\nzu spielen einen tristen Reigen.<\/em><\/p>\n<p><em>Derweil am Mittag sie von Bohnen reich genossen,<br \/>\ngeschieht zudem, was uns geh\u00f6rig stinkt:<br \/>\ndie \u00c4rsche blasen Winde unverdrossen.<\/em><\/p>\n<p>***<\/p>\n<p>Unter Graugraugrauhimmel ein bisserl <strong>stormy sunday heroben auf dem Westerwald<\/strong>. Ergo: Drinnen spielt heute die Musik &#8211; an der Staffelei, auf dem Sofa, unter der Bettdecke. <strong>Olympia gucken? Ne, ne, <\/strong>kommt nicht in die T\u00fcte. Also TV-Boykott dieser Spiele? Das zu behaupten, w\u00e4re in meinem Fall geschummelt, denn: Im Unterschied etwa zur Leichathletik, interessieren mich die Wintersportarten allesamt seit Kindheitstagen nicht die Bohne; als Zuschauer nicht und als Selbstt\u00e4tiger gleich gar nicht. Einzige Ausnahme sind Eiskunstlauf und Eistanz. Wobei mir als blo\u00dfem Betrachter der \u00e4sthetische Genuss alles gilt, der Wettbewerb, gar der Nationenwettkampf,\u00a0 kein Jota.<\/p>\n<hr \/>\n<p>05.02.2022<\/p>\n<p><a class=\"colorbox colorbox-insert-image\" href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Frau-stehend-nach-Roeder-_-222-_0.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-1130\" style=\"float: right; height: 220px; margin-left: 5px; margin-right: 5px; width: 136px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Frau-stehend-nach-Roeder-_-222-_0.jpg\" alt=\"\" width=\"136\" height=\"220\" \/> <\/a> Im Januar 2022 hatte ich fast ausschlie\u00dflich K\u00f6pfe und Gesichter <strong>auf der Staffelei. <\/strong>Jetzt bekommen mal K\u00f6rper den Vorrang. &#8222;Akte\/Nackte&#8220; soll das Motto sein. Frauen werden wohl den Schwerpunkt bilden, wie es immer war in der Kunstgeschichte. Im Sp\u00e4tsommer 2021 hatte ich das schon einmal versucht, aber rasch entnervt aufgegeben. Weil: Ich finde, es ist einfach schwer f\u00fcr den Anf\u00e4nger, der Empfindlichkeit weiblicher Proportionen gerecht zu werden. Jetzt also neue <strong>Akt-Versuche,<\/strong> Studien sozusagen, die ersten mit Bleistift auf Papier gekrakelt.<\/p>\n<p>K\u00fcnstler (M\u00e4nner) haben zu 90%\u00a0 Frauen-Akte, Frauen-Teilakte, weibliche Nacktheit in Waschszenen, Badeszenen, Sch\u00e4ferszenen gemalt. Nat\u00fcrlich wirkt da die erotische Motivation (mit). Aber, wie ich beim Bl\u00e4ttern durch meine Kunstb\u00e4nde fand, K\u00fcnstlerinnen malen eben nicht vorzugsweise M\u00e4nner-Akte, sondern widmen sich ebenfalls zumeist weiblicher Nacktheit. <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2022\/02\/04\/lauter-nackte-leute\/\">&gt; Galerie &#8222;Lauter nackte Leute&#8220; (hier)<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>03.02.2022<\/p>\n<p><strong>&#8222;Wer sch\u00f6n sein will, muss leiden&#8220;<\/strong>, sagt der Volksmund. Autorin Claire Beermann sp\u00fcrt das, teils schmerzhaft, beim Streben nach modischem Chic am eigenen Leib immer wieder. Im neuen Zeit-Magazin (6\/22) gr\u00fcbelt sie deshalb: &#8222;Ich frage mich, was f\u00fcr eine Idiotin ich bin, mir Kleidung zu kaufen, in der ich mich sch\u00f6n, aber eingezw\u00e4ngt f\u00fchle.&#8220;<\/p>\n<hr \/>\n<p>01.02.2022<\/p>\n<p>Das ist eines der <strong>Privilegien als Rentner<\/strong>, die man sich mit Jahrzehnten getreulicher Berufspflichterf\u00fcllung erarbeitet hat: Am Morgen aus dem Fenster schauen und feststellen, dass heute mit Drau\u00dfen nix ist, weil grau, kalt, windig bis st\u00fcrmisch und regnerisch. Ergo: Ich mache mir drinnen in der warmen Stube einen behaglichen Tag bei Malen, Schm\u00f6kern, ein bisschen Klavierspielen und am Abend was ganz einfaches, aber leckeres kochen (Plan: Bratkartoffeln + Erbsen-M\u00f6hren-Gem\u00fcse + Speckeier). Und gut is.<\/p>\n<hr \/>\n<hr \/>\n<p>31.01.2022<\/p>\n<p>Eigentlich hatte ich zum Start in die Woche eine h\u00fcbsche, aufmunternde Anekdote erz\u00e4hlen wollen. Doch da ich eben die Nachricht h\u00f6re, dass heute Nacht im Landkreis Kusel (Pfalz) bei einer routinem\u00e4\u00dfigen Kontrollstreife <strong>eine 24-j\u00e4hrige Polizistin und ihr 29-j\u00e4hriger Kollege erschossen <\/strong>wurden, ist mir die Lust darauf vergangen. *Best\u00fcrzung, Entgeisterung, Trauer*<\/p>\n<hr \/>\n<p>29.01.2022<\/p>\n<p><a class=\"colorbox colorbox-insert-image\" href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Freunde-H.R._1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1131 size-medium\" style=\"float: right; height: 220px; margin-left: 5px; margin-right: 5px; width: 146px;\" title=\"&quot;Heike&quot; (c) A. Pecht\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Freunde-H.R._1-319x480.jpg\" alt=\"\" width=\"319\" height=\"480\" srcset=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Freunde-H.R._1-319x480.jpg?v=1745920273 319w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Freunde-H.R._1.jpg?v=1745920273 681w\" sizes=\"auto, (max-width: 319px) 100vw, 319px\" \/><\/a> Das k\u00f6nnte mit den Jahren eine h\u00fcbsche <strong>&#8222;Galerie lieber Freunde*innen&#8220; <\/strong>werden. Was im Fr\u00fchsommer 2021, ganz zu Anfang meiner Malversuche mit einer Bleistiftzeichnung der R\u00fcbe von Freund Gerd begann, setzt sich nun, ab Jabnuar 2022, in Farbe (Acryl, Aquarell auf Leinwand) fort. Da ich beim Malen gerne allein bin und auch niemandem zumuten m\u00f6chte, stundenlang Modell zu sitzen, sind Fotos aus dem Netz Anregung\/Vorlage f\u00fcr die Portr\u00e4ts, die ich freilich nach Gusto interpretiere. <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2022\/02\/18\/die-galerie-lieber-freundeinnen\/\">&gt; Die ersten f\u00fcnf Portr\u00e4ts in der &#8222;Galerie lieber FreundeInnen&#8220; hier<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>28.01.2022<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-47 size-full\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/quergedanken_logo_0.jpg\" alt=\"\" width=\"90\" height=\"100\" \/> Es ist wieder Zeit f\u00fcr meine <strong>Monatskolumne &#8222;Quergedanken&#8220;.<\/strong> Eigentlich hatte ich in der Folge Nr. 199 nicht schon wieder die Corona-Lage thematisieren wollen. Doch lie\u00df ich mich schlie\u00dflich \u00fcberzeugen, dass diesbez\u00fcgliche Erwartungen gerade in der mittelreinischen Leserschaft wohl recht ausgepr\u00e4gt seien. Dies zumal, seit AfD-Gliederungen, NPD- und III.Weg-Gruppen der ganzen Mittelrhein-Region sowie die \u00f6rtliche Putinisten-Sekte Koblenz als Hotspot f\u00fcr Aufm\u00e4rsche gegen die Pandemie-Schutzma\u00dfnahmen auserkoren haben, die hiesige Strapazierg\u00e4nge-Kampagne organisieren, orchestrieren und auf den Stra\u00dfen der Rhein-Mosel-Stadt (oft inkognito und &#8222;Normalb\u00fcrger&#8220; spielend) anf\u00fchren. <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2022\/01\/27\/die-groesste-verschwoerung-aller-zeiten\/\">&gt; Lesen Quergedanken Nr. 199 &#8222;Die gr\u00f6\u00dfte Verschw\u00f6rung aller Zeiten&#8220;<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>31.03.2022 So beginnt meine heute erschienene Monatkolumne &#8222;Quergedanken&#8220;, Folge 201: &#8222;Schluss mit lustig! Schlimmer als 2020\/2021 k\u00f6nne es nicht werden, hatten wir geglaubt. Corona-Seuche, katastrophische Klimawandelwirkungen, fanatische Realit\u00e4tsleugnung nebst Wissenschafts- und Demokratiefeindlichkeit\u2026 Doch wir hatten falsch geglaubt, denn es ist noch viel schlimmer gekommen: Das erste Quartal 2022 ist das \u00fcbelste, das ich in meinen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":1132,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[286],"tags":[],"archiv":[251,253],"archiv_inhaltlich":[259,258],"class_list":["post-1133","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-guten-tag-allerseits","archiv-251","archiv-2022-02","archiv_inhaltlich-guten-tag-allerseits","archiv_inhaltlich-kolumnen"],"acf":{"bild":1130,"anhang":""},"wps_subtitle":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1133","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1133"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1133\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1132"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1133"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1133"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1133"},{"taxonomy":"archiv","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/archiv?post=1133"},{"taxonomy":"archiv_inhaltlich","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/archiv_inhaltlich?post=1133"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}