{"id":1118,"date":"2021-10-29T10:00:00","date_gmt":"2021-10-29T09:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/blog\/guten-tag-allerseits-im-oktober-2021\/"},"modified":"2022-05-11T13:44:01","modified_gmt":"2022-05-11T12:44:01","slug":"guten-tag-allerseits-im-oktober-2021","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2021\/10\/29\/guten-tag-allerseits-im-oktober-2021\/","title":{"rendered":"Guten Tag allerseits im Oktober 2021"},"content":{"rendered":"<p>31.10.2021<\/p>\n<p><a class=\"colorbox colorbox-insert-image\" href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/ape-mit-Laubrechen-2020.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-1116\" style=\"float: right; height: 220px; width: 220px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/ape-mit-Laubrechen-2020.jpg\" alt=\"\" width=\"220\" height=\"220\" srcset=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/ape-mit-Laubrechen-2020.jpg 220w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/ape-mit-Laubrechen-2020-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 220px) 100vw, 220px\" \/> <\/a> Sonntagvormittag vor Allerheiligen.<br \/>\nEigentlich herrscht heroben im WW ideales Wanderwetter. Doch mir ist f\u00fcr den Rest des Tages eher nach &#8222;faul&#8220;. Begonnen hatte ich ihn allerdings mit einer &#8222;leichten T\u00e4tigkeit&#8220; etwa auf dem Energieniveau eines Spaziergangs an der Rheinpromenade. Was &#8211; auf meine Weise getan &#8211; wohl niemanden st\u00f6rt: Laub beseitigen. Und einmal mehr muss\/darf ich festellen, dass das ideale Werkzeug daf\u00fcr der Laubrechen mit seinem federnden Metallf\u00e4cher ist; ein geniales Ergebnis gro\u00dfartiger Ingenieurskunst. Macht keinen Krach, verbrennt\/verbraucht nix (au\u00dfer ein paar Kalorien des Handhabers), bringt das Laub zielgenau dorthin, wo du es haben willst.<\/p>\n<p>Hei\u00dft in meinem Fall: Ein Teil der B\u00e4tter zur\u00fcck unter die B\u00fcsche, von denen sie stammen. Dort k\u00f6nnen sie sich nochmal n\u00fctzlich machen, als Winterlager f\u00fcr manches Getier und durch simples Verrotten. Ein anderer, kleinerer Teil wird in den Komposthaufen gemischt. Ein dritter, gr\u00f6\u00dferer Teil geht schlie\u00dfich auf den nahen gemeindlichen Gr\u00fcnm\u00fcllplatz &#8211; was sich leider nicht vermeiden l\u00e4sst, weil fast die gesamte lange S\u00fcdostgrenze unserer Grundst\u00fccks mit Haseln, Weiden, Flieder und anderem Geb\u00fcsch bewachsen ist. Da fallen derartige Laubmengen an, dass ich sie nicht g\u00e4nzlich selbst verwerten kann.<\/p>\n<p>Einfach liegen lassen? Gerade D\u00f6rfer sind auch soziale Gemeinschaften, weshalb jeder Grundst\u00fccksnutzung halt auch ein nachbarschaftler R\u00fccksichtsaspekt auf Gegenseitigkeit innewohnt (innenwohnen sollte). Wir leben hier seit 42 Jahren in Frieden und Freundlichkeit mit all unseren Nachbarn (obwohl manche\/r uns gerade Anfangs f\u00fcr recht skurrile Genossen hielt). Zwar hat kein Nachbar es jemals verlangt, dennoch greife ich allj\u00e4hrlich zum Laubrechen &#8211; und leiste einen kleinen Beitrag zum Erhalt dieser Friedeszone, indem ich das Gros unseres eigenen Blattwerks\u00a0 daran hindere, sich vom Wind auf nachbarlichen G\u00e4rten, Terrassen, Einfahrten in dicken Schichten oder gro\u00dfen Haufen ablagern zu lassen. Muss man sowas gro\u00df diskutieren? N\u00f6, man macht es einfach &#8211; und hat auch noch seine Frischluftfreude dran. (Das Selfie stammt von 2020 oder 2019)<\/p>\n<hr \/>\n<p>29.10.2021<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-875\" style=\"float: right; height: 167px; margin: 5px; width: 150px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/quergedanken-logo.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"167\" \/><\/p>\n<p>Manchmal, wenn Freund Walter und ich\u00a0 beisammen sitzen, \u00fcber Gott, Welt, die Menschheit plaudernd, machen wir ein Spiel. Das geht so: Wir klappern einige der aktuell am meisten diskutierten Themen ab und forschen nach Aspekten, die dabei eigentlich naheliegend w\u00e4ren, \u00fcber die aber fast niemand spricht oder schreibt. Drei Beispiele seien in gebotener K\u00fcrze angef\u00fchrt&#8230;. <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2021\/10\/28\/darueber-spricht-fast-niemand-seltsam\/\">&gt; weiterlesen Kolumne Quergedanken Nr. 196 &#8222;Dar\u00fcber spricht fast niemand. Seltsam.&#8220;<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>28.10.2021<\/p>\n<p>\u201eZur Mitte des Jahrhunderts\u201c oder \u201ebis zum Ende des Jahrhunderts\u201c: Das ist oft die <strong>zeitliche Dimension,<\/strong> auf die sich die Perspektivangaben, Prognosen, Modelle der <strong>Klimawissenschaften <\/strong>beziehen. Psychologisch sind solche Formulierungen problematisch, weil sie im Empfinden vieler Menschen ankommen als \u201eirgendwann in ferner Zukunft\u201c.<a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2021\/10\/27\/mitte-ende-des-jahrhunderts-ist-nicht-st-nimmerlein\/\"> &gt; weiterlesen Anmerkung &#8222;Mitte\/Ende des Jahrhunderts ist nicht St. Nimmerlein&#8220;<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>26.10.2021<\/p>\n<p><strong>&#8222;Es geht weniger um die Beherrschung der Natur als um die Kontrolle der Naturbeherrschung.&#8220; <\/strong>Die Menschheit versucht heute &#8222;Probleme zu l\u00f6sen, welche dadurch entstanden sind, dass Menschen versucht haben, Probleme zu l\u00f6sen.&#8220; &#8222;Unsere Epoche, das Athropoz\u00e4n, tr\u00e4gt diesen Namen, weil der Mensch seit Kurzem in die Erdgeschichte eingreift, wie es zuletzt vor 66 Millionen Jahren ein Asteroideneinschlag getan hat, der den Dinosuariern ein Ende machte.&#8220;<\/p>\n<p>Das sind zwei kleine Passagen aus Elisabeth von Thaddens Besprechung des Buches &#8222;Wir Klimawandler&#8220; (Suhrkamp, 25,-). Ich kenne das von der Wissemschaftsjounalistin Elizabeth Kolbert verfasste Werk nicht. Noch nicht. Kann es also auch nicht in tot bewerten. Aber die hier wuchtig wie trefflich angedeutete &#8222;abgr\u00fcndige Zwiesp\u00e4ltigkeit&#8220; unserer Epoche und unseres Handelns verspricht eine spannende, erhellende Lekt\u00fcre.<br \/>\nDazu passt, was heute Ern\u00fcchterndes in der Fr\u00fchst\u00fcckszeitung zu lesen war: Die Weltwetterorganisation (WMO) res\u00fcmiert f\u00fcrs Jahr 2020 einen neuen H\u00f6chststand der CO2-Konzentration in der irdischen Atmosph\u00e4re &#8211; seit mehr als 3 Millionen Jahren.<\/p>\n<hr \/>\n<p>25.10.2021<\/p>\n<p>Eine gute alte Freundin kredenzte mir zum 66. Wiegenfest eine \u201eKleinigkeit\u201c, an der ich noch lange gro\u00dfe Freude haben werde: <strong>\u201eVergessene Wortsch\u00e4tze\u201c <\/strong>aus dem Duden-Verlag, einen Tagesabrei\u00dfkalender f\u00fcr 2022. Jedes der 365 Bl\u00e4tter im Format DinA6 ist einem einzigen Wort gewidmet \u2013 stellt es vor, benennt seine Bedeutung, erkl\u00e4rt die Herkunft. Da sind eine Menge \u201eSch\u00e4tze\u201c dabei, Worte von ungemeiner Ausdruckskraft, Hinter- und Feinsinnigkeit, Differenziertheit und\/oder Klangst\u00e4rke. Selbst f\u00fcr mich als Sprachliebhaber finden sich da nicht wenige Neu- oder Wiederentdeckungen&#8230;<a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2021\/10\/24\/ein-lob-den-vergessenen-wortschaetzen\/\"> &gt; Ganzen Text lesen<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>22.10.2021<\/p>\n<p>Klar, ich k\u00f6nnte (wie heute von etlichen Fr\u00fchgratulanten vorgeschlagen resp. schriftlich -gesungen) jetzt wie Udo J\u00fcrgens selig tr\u00e4llern: &#8222;<strong>Mit 66 Jahren,<\/strong> da f\u00e4ngt das Leben an \/ mit 66 Jahren, da hat man Spa\u00df daran&#8220;. Allerdings hatte ich in den Jahrzehnten zuvor auch schon Spa\u00df, Freud&#8216;, Genuss; zwar nicht nur, aber doch &#8217;ne ganze Menge. Das Leben f\u00e4ngt h\u00e4lt keineswegs erst mit 66 an, sondern geht im 67. Jahr einfach weiter; und das ist gut so. Freilich unter wesentlich ver\u00e4nderten Bedingungen; und das ist ebenfalls gut so. Weshalb ich lieber die Textzeilen aus der ersten Strophe des J\u00fcrgens-Titels vor mich hin singe:<br \/>\n&#8222;Ihr werdet euch noch wundern, wenn ich erst Rentner bin \/<br \/>\nSobald der Stress vorbei ist, dann lang ich n\u00e4mlich hin, \/ oh ho, oh ho, oh ho \/\/ Und sehen mich die Leute entr\u00fcstet an und streng \/<br \/>\nDann sag&#8216; ich: Meine Lieben, ihr seht das viel zu eng&#8220;.<\/p>\n<hr \/>\n<p>19.10.2021<\/p>\n<p>Da sich auch bei mir die Ernte der Gartenhimbeeren allm\u00e4hlich dem Ende zuneigt, war f\u00fcr heute <strong>&#8222;Himbeertag&#8220; <\/strong>angesetzt. Will sagen: Nochmal ein ordentliches Sch\u00fcsselchen gezupft, obendrein am Vorabend einen Teil der \u00fcber die vergangenen zweieinhalb Wochen im Gefrierschrank angesammelten Tagesernten zum Auftauen rausgeholt. <strong>Plan: Feinstes Himbeer-Marmeladengelee fabrizieren.<\/strong> Melde: Plan erf\u00fcllt &#8211; habe soeben 15 Gl\u00e4ser lecker Stoff in den Vorratsschrank verfrachtet.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich gehen solche Operationen (in meinem Fall) nie ohne das eine oder andere Katastr\u00f6phchen \u00fcber die B\u00fchne. Diesmal: Erst kochte der Topf \u00fcber, weil ich beim gleichm\u00e4\u00dfigen R\u00fchren ins Tr\u00e4umen geraten war. Dann fiel mir ein bereits gef\u00fclltes, aber noch nicht verschlossenes Glas zu Boden und verspitzte seinen Inhalt weit ins K\u00fcchenrund. Wovon freilich jetzt, also im Nachhinein, niemand mehr eine Spur vorfindet. Denn als Bub habe ich &#8211; widerwillig &#8211; beim Gro\u00dfvater und beim Vater, den seligen Schreinermeistern Pecht, lernen m\u00fcssen: &#8222;Zum Feierabend hat dein Arbeitsplatz sauber zu sein. Immer.&#8220; Und so ist es geschehen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>18.10.2021<\/p>\n<p><strong>Es ist eine seltsame Sache derzeit mit CDU\/CSU.<\/strong> Mal abgesehen davon, ob man dieser Parteiung nahe steht oder eher fern: Seit der Bundestagswahl hei\u00dft es allenthalben, die Union m\u00fcsse nun in einen grundlegenden INHALTLICHEN Orientierungsprozess eintreten, m\u00fcsse die Auseinandersetzung um ihre INHALTLICHE Positionierung f\u00fchren, m\u00fcsse sich INHALTLICH wieder klar definieren. Und was geschieht? Der JU-Chef reklamiert, man sei nicht &#8222;laut genug&#8220; gewesen, habe die eigenen Botschaften nicht deutlich genug gemacht. Der Fraktionsvorsitzende reklamiert, man sei nicht geschlossen genug aufgetreten, das m\u00fcsse sich nun \u00e4ndern. (Welche Botschaften? Geschlossenheit wof\u00fcr?) Obendrein drehen sich, so mein Eindruck in den letzten Tagen, die M\u00fchen der CDU fast ausschlie\u00dflich um Fragen des Wer und Wie der PERSONELLEN Neuaufstellung.<\/p>\n<p>Irgendwie werde ich den unsch\u00f6nen Eindruck nicht los, man wei\u00df in der Union gar nicht (mehr), was das ist, eine INHALTLICHE Auseinandersetzung. Leider scheint dieses Manko auch einem Teil der Politikjournalisten anzuh\u00e4ngen. Denn da gibt es zu viele, die erst bei Personalfragen &#8211; am liebsten Personalquerelen &#8211; richtig munter werden. Und gibt es keine, ist bisweilen unschwer der Versuch beobachtbar, solche aus dem psychologischen Kaffeesatz herbeizuspekulieren. Das es auch anders geht, also mit Priorisierung des Inhaltlichen, zeigen &#8211; bis dato &#8211; die Ampelsondierungen. Man mag zu dieser Regierungskonstellation stehen wie man will, muss aber wohl einr\u00e4umen: Da wird das Pferd mal nicht von hinten aufgez\u00e4umt &#8211; wie das in der Politik und der Berichterstattung dar\u00fcber dann meist der Fall, wenn zuerst und vornehmlich \u00fcbers Personal und die Performance statt \u00fcber Inhalte geredet wird.<\/p>\n<hr \/>\n<p>17.10.2021<\/p>\n<p>So im Fr\u00fchnebel durch den Wald stapfen, ist eine feine Sache, aber nicht ganz ohne. Warum? H\u00f6ret, was mir dieser Tage widerfahren. <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2021\/10\/16\/bei-fruehnebel-im-wald\/\">&gt; Kleines Verz\u00e4hlche weiterlesen<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>16.10.2021<\/p>\n<p>Zeitungsfund:<br \/>\n<strong>\u201eJeder Mensch erfindet sich fr\u00fcher oder sp\u00e4ter eine Geschichte, die er f\u00fcr sein Leben h\u00e4lt.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Dieser ebenso wahre wie bedenkenswerte Satz stammt von Max Frisch. Er steht in enger Beziehung zu einer Passage aus meinem letzten \u201eHeimat\u201c-Vortrag: \u201eF\u00fcr die Enkel der urspr\u00fcnglichen Migranten sind die Erz\u00e4hlungen der Gro\u00dfeltern \u00fcber ihre einstige Erstheimat meist nur noch h\u00fcbsche Familienfolklore. Den Nachgeborenen wird bald klar, dass die Erinnerungen der Alten\u00a0 unzuverl\u00e4ssig sind. Die Wissenschaft hat ermittelt, dass gar zu wohlige R\u00fcckbesinnung auf die Kindheits- und Jugendzeit oft mehr mit Verkl\u00e4rung als mit einstiger Realit\u00e4t zu tun hat. So verwandelt sich Heimat in der Vorstellung zum Ideal, zum Paradies, zugleich zu einer Art utopischem Sehnsuchtsort oder -zustand.\u201c<br \/>\nSch\u00f6nes Wochenende allerseits.<\/p>\n<hr \/>\n<p>13.10.2021<\/p>\n<p><a class=\"colorbox colorbox-insert-image\" href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Klammerpaar-921_0.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-1117\" style=\"float: right; height: 220px; margin-bottom: 5px; margin-top: 5px; width: 220px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Klammerpaar-921_0.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"1022\" srcset=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Klammerpaar-921_0.jpg?v=1745920269 1024w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Klammerpaar-921_0-480x480.jpg?v=1745920269 480w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Klammerpaar-921_0-100x100.jpg?v=1745920269 100w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Klammerpaar-921_0-768x767.jpg?v=1745920269 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/> <\/a> Jawohl ja, das ist reiner, echter Luxus: Sich Zeit nehmen, nach Lust und Laune einer eigenen, frei gew\u00e4hlten Passion nachzugehen &#8211; ohne \u00e4u\u00dferen und inneren Druck, ohne Verpflichtung oder Ber\u00fccksichtigung der Erwartungen anderer, ohne materielles N\u00fctzlichkeitsgebot oder \u00f6konomischen Erfolgszwang. So ist f\u00fcr mich einer der sch\u00f6nsten Aspekte an meiner noch jungen Aktiv<strong>passion f\u00fcr die Malerei:<\/strong> hemmungsloses Herumprobieren mit Materialien, Werkzeugen, Techniken, Motiven &#8211; erstmal ungeachtet dessen, was Ende dabei herauskommen k\u00f6nnte.<a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2021\/10\/12\/sechs-neuzugaenge-in-der-galerie\/\"> &gt; Sechs Neuzug\u00e4nge in der Galerie<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>11.10.2021<\/p>\n<p>Am vergangenen Samstag endlich <strong>mal wieder Theater live<\/strong> gesehen. Und gleich ein ordentliches Pfund: Am Theater <strong>Koblenz Urauff\u00fchrung<\/strong> des j\u00fcngsten St\u00fcckes aus der Feder <strong>John von D\u00fcffels &#8222;Nach Delphi &#8211; Szenen aus der Zukunft&#8220;<\/strong>. Inszeniert hat Intendant Markus Dietze. Drei Stunden recht starker Tobak und auch andere &#8222;Rauchware&#8220; &#8211; bedenkenswerter bis skurril-halluzinogener Abend \u00fcber menschliche wie menschheitliche Gegenwart und Zuk\u00fcnfte. <a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/deutschland-und-welt\/kultur_artikel,-nach-delphi-im-theater-koblenz-rausch-der-zeiten-_arid,2320529.html\">&gt; Hier meine Besprechung der Urauff\u00fchrung; 4400 Anschl\u00e4ge, kostenpflichtiger RZ-Text.<\/a><\/p>\n<p>Ich selbst war erstmals seit eineinhalb Jahren in der ruhest\u00e4ndlerischen Gastkritikerfunktion dort. Nachher stellte sich\u00a0 neben einiger Freude am Schreiben sogleich wieder jene M\u00fchsal ein, mit der ich mir vor allem in den sp\u00e4ten Berufsjahren immer schwerer tat: Je \u00e4lter ich geworden bin und je mehr Erfahrung mit dem Theater sich ansammelte, umso zahlreicher die Eindr\u00fccke, gesehenen Aspekte, zu bedenkenden Faktoren von einer Inszenierung. Folge: Das in der Kritik unvermeidliche Weglassen, Komprimieren, Generalisieren wird ebenfalls mehr und mehr. Was qu\u00e4lend sein kann.<\/p>\n<hr \/>\n<p>09.10.2021<\/p>\n<div>\n<div dir=\"auto\">\n<div id=\"jsc_c_bs\" class=\"dati1w0a e5nlhep0 ecm0bbzt hv4rvrfc\">\n<div class=\"cbu4d94t ew0dbk1b irj2b8pg j83agx80\">\n<div class=\"knvmm38d qzhwtbm6\">\n<div class=\"c1et5uql cxmmr5t8 hcukyx3x ii04i59q kvgmc6g5 oygrvhab\">\n<div dir=\"auto\" style=\"text-align: start;\"><span dir=\"auto\">Zur\u00fcck auf Anfang, so allm\u00e4hlich. Meint: <strong>Wiederaufnahme meiner urspr\u00fcnglichen Ruhestandsplanung.<\/strong> Ein Schritt dahin war diese Woche die Reanimation des zwei- bis f\u00fcnfk\u00f6pfigen Stammtischs in der Stammkneipe nach gut eineinhalb Jahren. Als n\u00e4chstes geht es heute mal wieder mit Kritikerauftrag ins Theater. Koblenz serviert die Urauff\u00fchrung &#8222;Nach Delphi &#8211; Szenen aus der Zukunft&#8220;, stammend aus der Feder John von D\u00fcffels, inszeniert von Intendant Markus Dietze. Das Textbuch habe ich eingehend gelesen, sagen\/schreiben darf man dar\u00fcber erst nach der Premiere etwas. <\/span><\/div>\n<div dir=\"auto\" style=\"text-align: start;\"><\/div>\n<\/div>\n<div class=\"c1et5uql cxmmr5t8 hcukyx3x ii04i59q o9v6fnle oygrvhab\">\n<div dir=\"auto\" style=\"text-align: start;\"><span dir=\"auto\">Kritikerauftrag? Im Ruhestand? Yep, denn der Plan ging ja so: Abschaffung, Stilllegung, Trennung von 95% des vorherigen Pensums an Berufsschaffen; Beibehaltung der Monatskolumne &#8222;Quergedanken&#8220; sowie einer oder zweier Kulturschreibereien je Monat f\u00fcr die Zeitung &#8211; vorzugsweise \u00fcber Schauspiel, Tanz und klassisches Konzert &#8211; als klitzekleine K\u00fcr f\u00fcr Plaisir. Daraus wurde bekanntlich nix, weil just mit meinem Ruhestandseintritt im Fr\u00fchsommer 2020 Theater, Konzerthallen, Museen zusperrten. Nun also mal wieder aus freien St\u00fccken ran an den Speck. Schaun mer mal, ob&#8217;s noch klappt.<\/span><\/div>\n<div dir=\"auto\" style=\"text-align: start;\">\n<hr \/>\n<p>06.10.2021<\/p>\n<p>Himmelherrgottsakramentkreuzgewitterverfluchtnocheins! Da hatte ich mich nach vielen, vielen Jahren endlich durchgerungen, mir wieder einen <strong>Hausarzt<\/strong> zu suchen. Und wat is nu? Heute teilt der, den ich gefunden habe, mir mit, dass seine <strong>Praxis zum 30.11. geschlossen wird.<\/strong> Der Herr Doktor geht in den Ruhestand. Darf er, kann er, soll er, hat er sich verdient &#8211; der Mann ist schlie\u00dflich schon 70+. Unsereins steht nun allerdings vor dem Problem, erneut auf die m\u00fchselige Suche gehen zu m\u00fcssen, und das zusammen mit hunderten anderen Patienten dieser Praxis. Denn einen Nachfolger gibt es nicht, und sehr viele Arztpraxen hier im l\u00e4ndlich\/kleinst\u00e4dtischen Umfeld des Unterwesterwaldes nehmen gleich gar keine Neupatienten mehr auf. Ach, schnauf.<\/p>\n<hr \/>\n<p>04.10.2021<\/p>\n<p>Es ist ein bisschen r\u00e4tselhaft heuer: Nach dem relativ feuchten Sommer gibt es in meinem Westerw\u00e4lder &#8222;Hausrevier&#8220; seit rund 6 Wochen eine regelrechte Pfifferling-Schwemme (die nun allm\u00e4hlich ausl\u00e4uft), doch l\u00e4sst sich <strong>kein einziger brauner Speisepilz<\/strong>, geschweige denn Steinpilz sehen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<hr \/>\n<p>02.10.2021<\/p>\n<p>Wahrscheinlich (?) war dies der letzte von zahlreichen <strong>Vortr\u00e4g<\/strong>en und Reden, die ich im Laufe meines Lebens gehalten habe: <strong>&#8222;Heimat &#8211; Sehnsuchtsraum und Kampfbegriff&#8220;<\/strong> &#8211; <strong>am vergangenen Sonntag auf Schloss B\u00fcrresheim<\/strong> nahe Mayen bei einer Veranstaltung der Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE) Rheinland-Pfalz zu Geh\u00f6r gebracht. Vor Publikum &#8211; opulente Runde oder ganz kleine &#8211; zu sprechen, war mir immer ein Vergn\u00fcgen. Doch jetzt, im Ruhestand, sind mir die Vorbereitungsm\u00fchen zu gro\u00df geworden, die es braucht, jene Informationsf\u00fclle beizutreiben und so aufzubereiten, dass f\u00fcrs Auditorium 60 bis 90 erhellende und spannende Minuten herauskommen.<\/p>\n<p>Einige Zuh\u00f6rer hatten am Sonntag um das Vortragsmanuskript gebeten. Dies sei hiermit (in unkorrigierter Form) durch Ver\u00f6ffentlichung auf meiner Website \u00fcberreicht &#8211; und auch anderen Interessierten zur Lekt\u00fcre empfohlen. <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2021\/10\/01\/heimat-sehnsuchtsraum-und-kampfbegriff\/\">&gt; Redemanuskript &#8222;Heimat &#8211; Sehnsuchtsraum und Kampfbegriff&#8220; (hier)<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<hr \/>\n<p>29.09.2021<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-875\" style=\"float: right; height: 167px; margin: 5px; width: 150px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/quergedanken-logo.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"167\" \/><\/p>\n<p>Heute ist das mittelrheinische Monatsmagazin &#8222;Kulturinfo&#8220; erschienen und damit auch wieder meine Seite-2-Kolumne &#8222;Quergedanken&#8220;. Das ist nun schon die 195. seit wir das Format 2005 aus der Taufe gehoben haben und an fester Stelle mit festem Umfang ins Heft eingef\u00fcgt. Mit einer Gesamtauflage von mehr als 67 000 &#8211; die gr\u00f6\u00dftenteils via hiesiger Tageszeitung verbreitet wird &#8211; ist dieses \u00e4lteste Veranstaltungsmagazin in der Region um Koblenz\/Neuwied noch immer das am meisten verbreitete. Als ich Mitte 2020 in den Ruhestand ging, versprach ich dem Herausgeber G\u00fcnther Schmitz, diese Kolumne weiter zu schreiben, bis auch er altersbedingt den Bettel niederlegt. Was wohl noch ein paar J\u00e4hrchen dauert.\u00a0 <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2021\/09\/28\/trielliert-und-gewaehlt-waer-was-nun\/\">&gt; Quergedanken 195: Trielliert und gew\u00e4hlt w\u00e4r&#8216;. Was nun?<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>28.09.2021<\/p>\n<p>Ja nat\u00fcrlich wohnt fast allen gesellschaftlichen\/politischen\/wirtschaftlichen Problemen\u00a0 die <strong>Soziale Frage <\/strong>als bedeutsame Komponente oder zentraler Aspekt inne. So auch der Klimakrise und folglich der Klimaschutzpolitik. Der Klimaschutzbewegung vorzuwerfen, sie sei daf\u00fcr blind oder interessiere sich gar nicht f\u00fcr die sozialen Probleme zeugt allerdings von Unkenntnis hinsichtlich programmatischer Schwerpunkte sowohl bei FFF wie auch den Gr\u00fcnen. Z.B spielten <strong>bei\u00a0 den<\/strong> <strong>FFF-Aktionen<\/strong> vom vergangenen Wochenende Forderungen nach effektivem Klimaschutz UND zugleich sozial ausgewogener\/gerechter Klimapolitik (wieder) <strong>eine zentrale Rolle<\/strong>. Und von dem, was das Programm der Gr\u00fcnen an sozialen Ausgleichsmechanismen f\u00fcr steigende Klimaschutzausgaben gerade der weniger verdienenden Haushalte vorschlagen, k\u00f6nnten sich andere Parteien ein gutes St\u00fcck abschneiden.<\/p>\n<p>Allerdings: Klimasch\u00fctzer betrachten die Klimafrage in der Tat nicht als ein Problem NEBEN anderen Problemen wie L\u00f6hne, Wohnungsnot, Armutsgef\u00e4lle, Bildungsgerechkeit etc., sonder als eine epochale \u00dcberfrage. Und das m.E. v\u00f6llig zurecht, weil es sich beim Klimawandel um einen Prozess grundst\u00fcrzender Gef\u00e4hrdung s\u00e4mtlicher zivilisatorischer Lebenssph\u00e4ren handelt. Und es handelt sich um einen Prozess, der letztlich die Soziale Frage gravierend versch\u00e4rfen wird, weil auch der Klimawandel die \u00c4rmeren am h\u00e4rtesten trifft &#8211; und\/oder sollten die Klimaschutzkosten vor allem auf die unteren zwei Drittel der Gesellschaft abgew\u00e4lzt werden.<\/p>\n<hr \/>\n<p>27.09.2021<\/p>\n<p><strong>Am Morgen nach der Wahl.<\/strong><\/p>\n<p>Und zieht man nun zum End&#8216; den groben Durchschnitt aus allen, malt sich doch ein recht vertrautes Bild ans deutsche Firmament:<\/p>\n<p>Es marschierten der Michel und die Micheline<br \/>\ngrimmig wild entschlossen<br \/>\nzur Wahlurne hin.<br \/>\n&#8222;Jawoll, es muss sich schier alles \u00e4ndern &#8211;<br \/>\nund zwar so, dass man m\u00f6glichst wenig davon merkt.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>31.10.2021 Sonntagvormittag vor Allerheiligen. Eigentlich herrscht heroben im WW ideales Wanderwetter. 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