{"id":1115,"date":"2021-09-29T22:00:00","date_gmt":"2021-09-29T21:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/blog\/guten-tag-allerseits-im-september-2021-2\/"},"modified":"2022-05-11T13:47:18","modified_gmt":"2022-05-11T12:47:18","slug":"guten-tag-allerseits-im-september-2021-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2021\/09\/29\/guten-tag-allerseits-im-september-2021-2\/","title":{"rendered":"Guten Tag allerseits im September 2021"},"content":{"rendered":"<p>29.09.2021<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-875\" style=\"float: right; height: 167px; margin: 5px; width: 150px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/quergedanken-logo.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"167\" \/><\/p>\n<p>Heute ist das mittelrheinische Monatsmagazin &#8222;Kulturinfo&#8220; erschienen und damit auch wieder meine <strong>Seite-2-Kolumne &#8222;Quergedanken&#8220;<\/strong>. Das ist nun schon die 195. seit wir das Format 2005 aus der Taufe gehoben haben und an fester Stelle mit festem Umfang ins Heft eingef\u00fcgt. Mit einer Gesamtauflage von mehr als 67 000 &#8211; die gr\u00f6\u00dftenteils via hiesiger Tageszeitung verbreitet wird &#8211; ist dieses \u00e4lteste Veranstaltungsmagazin in der Region um Koblenz\/Neuwied noch immer das am meisten verbreitete. Als ich Mitte 2020 in den Ruhestand ging, versprach ich dem Herausgeber G\u00fcnther Schmitz, diese Kolumne weiter zu schreiben, bis auch er altersbedingt den Bettel niederlegt. Was wohl noch ein paar J\u00e4hrchen dauert.\u00a0 <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2021\/09\/28\/trielliert-und-gewaehlt-waer-was-nun\/\">&gt; Quergedanken 195: Trielliert und gew\u00e4hlt w\u00e4r&#8216;. Was nun?<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>28.09.2021<\/p>\n<p>Ja nat\u00fcrlich wohnt fast allen gesellschaftlichen\/politischen\/wirtschaftlichen Problemen\u00a0 die <strong>Soziale Frage <\/strong>als bedeutsame Komponente oder zentraler Aspekt inne. So auch der <strong>Klimakrise <\/strong>und folglich der Klimaschutzpolitik. Der Klimaschutzbewegung vorzuwerfen, sie sei daf\u00fcr blind oder interessiere sich gar nicht f\u00fcr die sozialen Probleme zeugt allerdings von Unkenntnis hinsichtlich programmatischer Schwerpunkte sowohl bei FFF wie auch den Gr\u00fcnen. Z.B spielten bei\u00a0 den FFF-Aktionen vom vergangenen Wochenende Forderungen nach effektivem Klimaschutz UND zugleich sozial ausgewogener\/gerechter Klimapolitik (wieder) eine zentrale Rolle. Und von dem, was das Programm der Gr\u00fcnen an sozialen Ausgleichsmechanismen f\u00fcr steigende Klimaschutzausgaben gerade der weniger verdienenden Haushalte vorschlagen, k\u00f6nnten sich andere Parteien ein gutes St\u00fcck abschneiden.<\/p>\n<p>Allerdings: Klimasch\u00fctzer betrachten die <strong>Klimafrage<\/strong> in der Tat nicht als ein Problem NEBEN anderen Problemen wie L\u00f6hne, Wohnungsnot, Armutsgef\u00e4lle, Bildungsgerechkeit etc., sonder als eine <strong>epochale \u00dcberfrage<\/strong>. Und das m.E. v\u00f6llig zurecht, weil es sich beim Klimawandel um einen Prozess grundst\u00fcrzender Gef\u00e4hrdung s\u00e4mtlicher zivilisatorischer Lebenssph\u00e4ren handelt. Und es handelt sich um einen Prozess, der letztlich die Soziale Frage gravierend versch\u00e4rfen wird, weil auch der Klimawandel die \u00c4rmeren am h\u00e4rtesten trifft &#8211; und\/oder sollten die Klimaschutzkosten vor allem auf die unteren zwei Drittel der Gesellschaft abgew\u00e4lzt werden.<\/p>\n<hr \/>\n<p>27.09.2021<\/p>\n<p><strong>Am Morgen nach der Wahl. <\/strong><\/p>\n<p>Und zieht man nun zum End&#8216; den groben Durchschnitt aus allen, malt sich doch ein recht vertrautes Bild ans deutsche Firmament:<\/p>\n<p><em>Es marschierten der Michel und die Micheline<br \/>\ngrimmig wild entschlossen<br \/>\nzur Wahlurne hin.<br \/>\n&#8222;Jawoll, es muss sich schier alles \u00e4ndern &#8211;<br \/>\nund zwar so, dass man m\u00f6glichst wenig davon merkt.&#8220;<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p>24.09.2021 (abends)<\/p>\n<p>Die Angaben schwanken zwischen <strong>400000 und 620000.<\/strong> Gleichwohl: Rund eine halbe Million Menschen haben sich am heutigen Freitag (24.9.21) an den Demonstrationen und Aktionen der Klimaschutzbewegung <strong>Fridays For Future <\/strong>allein an den 450 Orten in Deutschland beteiligt. Ich bin erfreut, dass meine Erwartungen weithin NICHT erf\u00fcllt wurden. Denn ich hatte damit gerechnet, dass nach gut eineinhalb Jahren im freiwilligen Corona-Stillstand sich FFF\u00a0 schwer tun w\u00fcrde, erneut Massen-Demos auf die Beine zu bringen.<br \/>\nSch\u00f6n, zu sehen, dass diese Bewegung nicht entschlafen ist, sondern heute eine <strong>kr\u00e4ftiges Signal <\/strong>aussenden konnte nach der Devise: Egal, wer am Sonntag die Wahl gewinnt und nachher die Regierung stellt &#8211; es wird nicht zugelassen, dass der Kampf gegen das existenzielle Prim\u00e4rproblem unserer Epoche sang- und klanglos im politischen Alltagsgesch\u00e4ft zu halbherzigem Larifari versandet.<\/p>\n<hr \/>\n<p>22.09.2021<\/p>\n<p>F\u00fcr <strong>diesen Freitag (24.9.2021) <\/strong>haben die \u00f6rtlichen Gruppierungen der jugendlichen Klimaschutzbewegung <strong>Fridays for Future (FFF) in Deutschland bisher an rund 450 Orten<\/strong> zu Demonstrationen, Kundgebungen, Mahnwachen und anderen <strong>Aktionen <\/strong>f\u00fcr eine entschlossenere Klimaschutzpolitik aufgerufen (die Veranstalter bestehen reihum auf Abstandsgebot und Maskenpflicht). Ich begr\u00fc\u00dfe das ausdr\u00fccklich und fordere zum Mitmachen auf. Denn egal wer am Sonntag die Bundestagswahl gewinnt und wie die neue Regierung nachher aussieht: Bereits in den Wahlprogrammen und -slogans der demokratischen Parteien mit zweistelligen Umfragewerten waren die avisierten Klimaschutzbem\u00fchungen dem Ernst der epochalen Krisenentwicklung leider nicht angemessen, unterambitioniert bis nichtssagend.<\/p>\n<p>Ohne geh\u00f6rigen Dampf von au\u00dfen werden im tri-fraktionellen Koalitionsprozess selbst die ungen\u00fcgenden Klimaschutzziele wohl noch weiter weichgesp\u00fclt. Zumal keine der besagten Parteien sich bislang \u00f6ffentlich zu der Erkenntnis durchringen mochte\/konnte, dass ein Festhalten an ewigem Wachstum des G\u00fcterwohlstandes unvereinbar ist mit dem Ziel einer Begrenzung des Klimawandels bei 1,5 Grad.<\/p>\n<p>Nachfolgend aufgelistet die <strong>FFF-Aktionen an diesem Freitag f\u00fcr Rheinland-Pfalz <\/strong>(soweit auf der zentralen FFF-Website bereits erfasst; dort gibt&#8217;s auch Infos \u00fcber \u00f6rtlich besondere Aktionen wie Fahrrad- oder Langlaufdemos <a href=\"https:\/\/fridaysforfuture.de\/streiktermine\/\">&gt; https:\/\/fridaysforfuture.de\/streiktermine\/ <\/a>&#8222;Listenansicht&#8220; aufrufen):<br \/>\nAltenkirchen 14.00 Schlossplatz; Bad Kreuznach 12.30 Bahnhof; Bingen 17.00 Speisemarkt; Daun 15.00 Laurentiasplatz; Diez 15.00 Marktplatz; Frankenthal 13.30 Speyerer Tor; Idar-Oberstein 12.00 Platz auf der Idar; Kaiserlautern 13.15 Hbf; Kirchheimbolanden 9.35 Nordpfalzgymnasium; Koblenz 12.05 Hbf; Landau 12.05 Alter Messplatz; Ludwigshafen 15.30 F-W-Wagner-Platz; Mainz 14.00 Theodor-Heuss-Br\u00fccke; Simmern (Hunsr\u00fcck) 13.00 Schlossplatz;\u00a0 Sinzig 16.00 Elsa-von-Brandstr\u00f6m-Ring; Speyer 17.30 St-Guido-Stifts-Platz; Trier 12.00 Domfreihof; Worms 10.00 Auxerreplatz\/Bahnhof.<\/p>\n<hr \/>\n<p>20.09.2021<\/p>\n<p><strong>Zwei Vortr\u00e4ge<\/strong> habe ich bis Ende 2021 zu halten. Es handelt sich in beiden F\u00e4llen quasi um Altverpflichtungen, eingegangen noch w\u00e4hrend meiner berufsaktiven Zeit, dann wegen Corona ein ums andere Mal verschoben. Der erste Vortrag findet an diesem Sonntag (<strong>26.9.,<\/strong> Wahlsonntag, 11 Uhr) im Rahmen der GDKE-Reihe\u00a0 &#8222;Dichtung und Wahrheit. Open-air im Barockgarten von Schloss B\u00fcrresheim&#8220; nahe Mayen statt (bei Schlechtwetter im Saal des Schlosses). Thema\u00a0 meines Vortrags: <strong>HEIMAT &#8211; SEHNSUCHTSRAUM UND KAMPFBEGRIFF. <\/strong>(Eintritt frei, Anmeldung erforderlich &gt; hier\u00a0 buerresheim(at)gdke.rlp.de oder Telefon 02651-76440). <a href=\"https:\/\/gdke.rlp.de\/de\/veranstaltungen\/detail\/news\/News\/detail\/dichtung-und-wahrheit-open-air-im-barockgarten-1\/\">&gt; Weitere Infos zu dieser Veranstaltung hier<\/a><\/p>\n<p>Der zweite Vortrag wird eine kleine Festrede bei einer Vereinsveranstaltung der F\u00f6rderer des Mutter-Beethoven Hauses in Koblenz-Ehrenbreitstein sein. Urspr\u00fcnglich geplant als Schlusspunkt und Res\u00fcmee des Beethoven-Jahres 2020, das dann aber weitgehend Corona zum Opfer fiel, ist der Abend nun auf den 19. Dezember 2021 gelegt, den 275. Geburtstag von Ludwigs Mutter, der einst in Ehrenbreitstein beheimateten Maria Magdalena van Beethoven (geb. Keverich).<\/p>\n<hr \/>\n<p>02.09.2021<\/p>\n<p>Der Musiker mit dem gro\u00dfen Herz f\u00fcr die kleinen Leute und der unbeugsamen Liebe zur Freiheit ist tot: <strong>RiP Mikis Theodorakis &#8211;<\/strong> du wichtigster Barde meiner Rebellenjugend.<\/p>\n<hr \/>\n<hr \/>\n<p>28.08.2021<\/p>\n<p>Ende August ist hierorts traditionell die Zeit, wo man Umschau h\u00e4lt, wie weit die <strong>wilden Brombeeren<\/strong> sind &#8211; und ggf. schon mal einen ersten Sammelgang ins Auge fasst. Da im vergangenen Jahr zu diesem Zeitpunkt bereits klar war, dass es wegen Vertrocknung keine nennenswerte Ernte geben w\u00fcrde, sind 2021 nach einer prachtvollen Bl\u00fcte, reichlich Fruchtans\u00e4tzen und allerhand Regen die Hoffnungen gro\u00df &#8211; bis eben gewesen. Ich hielt heute Umschau im weiten Rund um mein unterwesterw\u00e4ldisches Waldrevier, und bin nun ern\u00fcchert, ja geradezu entgeistert. Das wird wieder nix mit eimerweise Brombeeren. Denn wider jedes Erwarten sind die Fr\u00fcchte in allen mir vertrauten Hecken winzig geblieben und zu gro\u00dfen Teilen braun geworden. Erkl\u00e4ren kann ich mir dieses Ph\u00e4nomen nicht. Immerhin bietet die Natur gewisserma\u00dfen als Ausgleich heuer eine gewaltige Schwemme von <strong>Holunderbeeren <\/strong>an. Nur leider: Ich mag das Holunderzeug nicht, weder als Gelee noch als Saft oder Wein.<\/p>\n<hr \/>\n<p>27.08.2021<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-875\" style=\"float: right; height: 167px; margin: 5px; width: 150px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/quergedanken-logo.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"167\" \/><\/p>\n<p>&#8222;<strong>Neulich im Wald. <\/strong>Es war ein bisschen d\u00fcster unterm tropfenden Bl\u00e4tterdach, &#8230;.&#8220;. So beginnt die heute auf ihrem Seite-2-Stammplatz im mittelrheinischen Magazin &#8222;Kulturinfo&#8220; erschienene Folge 194 meiner <strong>Monatskolumne &#8222;Quergedanken&#8220;.<\/strong> Freund Walter ist ungehalten, dass ich darin nur ein nettes Anekd\u00f6tchen erz\u00e4hle, ausgerechnet jetzt in so schwieriger und schrecklicher Zeit. Aber dazu stehe ich. <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2021\/08\/26\/mal-was-ganz-anderes\/\">&gt; Lest selbst hier &#8222;Mal was ganz anderes&#8220;<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>29.09.2021 Heute ist das mittelrheinische Monatsmagazin &#8222;Kulturinfo&#8220; erschienen und damit auch wieder meine Seite-2-Kolumne &#8222;Quergedanken&#8220;. Das ist nun schon die 195. seit wir das Format 2005 aus der Taufe gehoben haben und an fester Stelle mit festem Umfang ins Heft eingef\u00fcgt. 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