{"id":1100,"date":"2021-01-30T23:00:00","date_gmt":"2021-01-30T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/blog\/guten-tag-allerseits-im-januar-2021\/"},"modified":"2022-05-11T14:20:47","modified_gmt":"2022-05-11T13:20:47","slug":"guten-tag-allerseits-im-januar-2021","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2021\/01\/30\/guten-tag-allerseits-im-januar-2021\/","title":{"rendered":"Guten Tag allerseits im Januar 2021"},"content":{"rendered":"<p>31.01.2021<\/p>\n<p>Gelegentlich muss einfach mal auch solch ein Ruf raus:<br \/>\n&#8222;ES KOMMT DIE ZEIT, IN DER DAS W\u00dcNSCHEN WIEDER HILFT&#8220;. Nur Mut!<\/p>\n<hr \/>\n<p>29.01.2021<\/p>\n<p>Es gibt da in der <strong>Corona-Diskussion<\/strong> ein st\u00e4ndig wiederkehrendes Argument, das m.E. hinsichtlich seiner realen praktischen Wirkmacht nicht zu Ende gedacht ist und einen gef\u00e4hrliche Fehlschluss sch\u00fcrt: Man m\u00fcsse nur insbesondere die <strong>Altenheime<\/strong> mit ihren vulnerablen Bewohnern richtig <strong>sch\u00fctzen<\/strong>, dann k\u00f6nne die \u00fcbrige Gesellschaft mit wesentlich weniger Einschr\u00e4nkungen auskommen. Diese Argumentation verkennt drei Aspekte&#8230; <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2021\/01\/28\/ein-irrtum-in-der-corona-diskussion\/\">&gt; weiterlesen<\/a><\/p>\n<p class=\"rtecenter\">***<\/p>\n<p>Man h\u00e4tte in den zur\u00fcckliegenden zwei bis drei Wochen aus zahllosen Beitr\u00e4gen in Talkrunden, Zeitungsartikeln, Medienkommentaren und sowie dem lauten Rumoren in den Netzwerken den Eindruck gewinnen k\u00f6nnen: Die Zustimmung der deutschen Bev\u00f6lkerung zur Bek\u00e4mpfung der Corona-Pandemie mittels staatlich verordneter Seuchenschutzma\u00dfnahmen bis hin zu versch\u00e4rften Lockdowns sei regelrecht eingebrochen. Doch nun stellt <strong>das aktuelle ZDF-Politbarometer <\/strong>mit seiner repr\u00e4sentativen Umfrage fest: Das ist gar nicht der Fall. Im Gegenteil: 56 % halten die aktuell (Umfrage am 25.\/26.1.) geltenden Corona-Ma\u00dfnahmen f\u00fcr &#8222;gerade richtig&#8220;; 28 % meinen gar, so m\u00fcssten noch h\u00e4rter ausfallen. Lediglich 14% halten die Ma\u00dfnahmen f\u00fcr \u00fcbertrieben.<\/p>\n<hr \/>\n<p>28.01.2021<\/p>\n<p>Du denkst, Entr\u00fcmpelung\/Umstellung von Schreibstube und Archivraum auf Ruhestandsbetrieb seien endlich abgeschlossen. Doch dann f\u00e4llt der Blick auf zwei staubige Kartons tief hinten im Dunkel unterm Eckschreibtisch. Rausgezerrt, ge\u00f6ffnet, reingeschaut &#8211; und den \u00fcppigen Inhalt lauthals beflucht. Das nicht etwa, weil die Entsorgung dieses &#8222;M\u00fclls&#8220; aus wohl dreieinhalb Jahrzehnten ein Problem w\u00e4re, sondern weil er eine der sehr, sehr \u00e4rgerlichen Seiten unserer Wirtschaftsweise symbolisiert: <strong>Verschwendung<\/strong>. Kurzum: Obwohl ich ganz gewiss nie zu den \u00fcbertechnisierten Zeitgenossen geh\u00f6rte, stecken in den Kisten bald <strong>drei Dutzend Ladeger\u00e4te<\/strong> und <strong>unz\u00e4hlige<\/strong> wild ineinander verhedderte <strong>Verbindungskabel<\/strong> mit tausenderlei unterschiedlichen Anschlusssteckern. Wof\u00fcr was mal gut war, ist, vielleicht noch sein k\u00f6nnte? Keinen blassen Schimmer. Wertprodukte, einmal aufgehoben f\u00fcr wom\u00f6glich sp\u00e4tere eigene Weiternutzung. Was f\u00fcr eine naive Vorstellung. Es ist blo\u00df Wegwerfzubeh\u00f6r, voll funktionsf\u00e4hig, aber dennoch M\u00fcll, weil jedes Neuger\u00e4t sein eigenes, oft wieder ganz anders geartetes Zubeh\u00f6r mitbringt. Wenigstens ist es Wertstoffm\u00fcll.<\/p>\n<hr \/>\n<p>27.01.2021<\/p>\n<p><strong>Die Krawalle in den Niederlanden<\/strong> sind KEIN Ausdruck emp\u00f6rten Volkes Stimme und auch KEIN &#8222;Jugendprotest&#8220; gegen die Einschr\u00e4nkung pers\u00f6nlicher Freiheiten im Zuge des Seuchenschutzes. Es handelt sich vielmehr um den durchaus berechneten Versuch vor allem von ein paar tausend\u00a0 zusammengerotteten Verschw\u00f6rungsmystikern, aufstandsversessenen Neonazis und randalebegierigen Hooligans, die schwierige Situation auszunutzen, um Chaos zu verbreiten. N\u00e4her besehen, sind die niederl\u00e4ndischen (nebst aus Nachbarl\u00e4ndern zugereisten) Krawallbr\u00fcder das europ\u00e4ische Pendant zu jenen Gestalten, die neulich den US-Kongress st\u00fcrmten.<\/p>\n<hr \/>\n<p>25.01.2021<\/p>\n<p><strong>Wie die Welt vor der Erfindung von Impfungen aussah, ist heute weit weg <\/strong>&#8211; und oft vergessen. Die Suche in Archiven nach Aufzeichnungen \u00fcber meine Familie hat mir das sehr nachdr\u00fccklich vor Augen gef\u00fchrt: viele Kinder meiner Vorfahren erreichten nicht einmal das 10. Lebensjahr. In den Kirchenb\u00fcchern finden sich Todesursachen wie Halsbr\u00e4une (ein anderer Name f\u00fcr Diphterie), Cholera, Pocken, Keuchhusten oder auch Masern. Oft genug verloren Familien alle ihre Kinder; oder die verbliebenen Kleinen die Mutter, die sich bei der Pflege der Erkrankten selbst ansteckte und starb. Es ist nicht allzu lang her, in einigen F\u00e4llen nicht einmal 70 Jahre.<\/p>\n<p>Heute kehren manche Krankheiten, die fast vergessen und ausgerottet sind, wieder zur\u00fcck &#8211; wie beispielsweise die Masern. Ohne dass die meisten Menschen noch eine direkte Erinnerung daran h\u00e4tten, wieviele Leben solche Erkrankungen kosteten und wieviel dauerhaftes Leid bei den \u00dcberlebenden verursachten&#8230;(Heike Rost) <a href=\"https:\/\/www.nationalgeographic.de\/wissenschaft\/2019\/09\/die-welt-vor-impfstoffen-darf-nicht-vergessen-werden\">&gt; Leseempfehlung: &#8222;Die Welt vor den Impfstoffen darf nicht vergessen werden&#8220; <\/a>(Beitrag aus dem Archiv des National Geographic)<\/p>\n<hr \/>\n<p>21.01.2021<\/p>\n<p>Erst hielt ich diese typischen Ruft\u00f6ne f\u00fcr eine akustische Fata Morgana. Doch dann sah ich am Himmel auch die bekannte Keilformation. Weshalb die wohl erstaunlichste Nachricht am heutigen Tage lautet: Im Jahre des Herrn 2021 ist <strong>die erste Schar Kraniche <\/strong>bereits am 21. Januar aus dem Winterquartier zur\u00fcckgekehrt. Sie \u00fcberflog gegen 14.30 Uhr aus s\u00fcdwest kommend Richtung nord den Unterwesterwald.<\/p>\n<hr \/>\n<p>20.01.2021<\/p>\n<p>Noch unausgeschlafen, aber schon mit der <strong>neuen FFP2-gerechten Bartrasur<\/strong>; Wangen und Unterkinn nackisch, sodass die Maskenr\u00e4nder ringsum auf blo\u00dfer Haut aufliegen. Kollateraleffekt: Der Kerl sieht gleich f\u00fcnf Jahre j\u00fcnger aus.<\/p>\n<p><a class=\"colorbox colorbox-insert-image\" title=\"FFP2-Bart\" href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/FFP2-Bart_1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-1099\" style=\"height: 461px; width: 480px;\" title=\"FFP2-Bart\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/FFP2-Bart_1.jpg\" alt=\"\" width=\"480\" height=\"461\" \/> <\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>19.01.2021<\/p>\n<p>Weil noch immer wieder und wieder das &#8222;Argument&#8220; durchs Netz geistert, die <strong>Corona-Pandemie<\/strong> habe zu keiner \u00dcbersterblichkeit gef\u00fchrt (sei also halb so wild und der Seuchenschutz nur Hysterie oder ein b\u00f6sartiges Kalk\u00fcl der Herrschenden), hier die Fakten:<br \/>\nDie aktuellen Auswertungen zur<strong> \u00dcbersterblichkeit 2020 <\/strong>stellen f\u00fcr Deutschland (und etliche europ\u00e4ische L\u00e4nder) im Vergleich mit dem Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019 eine signifikante \u00dcbersterblichkeit f\u00fcr das vergangene Jahr insgesamt fest sowie eine teils extrem starke \u00dcbersterblichkeit in den Monaten November und Dezember 2020. In den letzten beiden Monaten des Jahres lag die \u00dcbersterblichkeit bundesweit bei 10 bis 25 %. Die h\u00f6chsten Werte innerhalb Deutschlands erreicht das Bundesland Sachsen mit zuletzt einer \u00dcbersterblichkeit von 88% (<a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/...\/2021\/01\/PD21_023_12621.html\">&gt; Deutschland-Daten hier<\/a>). Hinsichtlich des europ\u00e4ischen Auslandes meldet das EuroMOMO-Netzwerk zur Beobachtung von Sterblichkeitsentwicklungen zB f\u00fcr die 51. Kalenderwoche eine au\u00dfergew\u00f6hnlich hohe \u00dcbersterblichkeit f\u00fcr die Schweiz und Slowenien. Eine hohe \u00dcbersterblichkeit wird f\u00fcr Italien, die Niederlande, \u00d6sterreich und Portugal. (<a href=\"https:\/\/www.euromomo.eu\/graphs-and-maps\">&gt; Weitere Europa-Auswertungen hier <\/a>)<\/p>\n<hr \/>\n<p>18.01.2021<\/p>\n<p>Es ist schon bemerkenswert: Seit Monaten versuchen diverse Leute mit aller Macht und zahllosen Taschenspielertricks lautstark die Zahl der Corona-Toten bis zur Marginalie kleinzurechnen. Diesselben Leute m\u00fchen sich nun, einige wenige im Umfeld der<strong> Corona-Impfung<\/strong> Verstorbene zu einer gewaltigen Massenbedrohung aufzublasen. Bleiben wir bei den Realit\u00e4ten &#8211; auch zwecks sachlicher Info der noch nicht fest zur Impfung entschlossenen oder \u00e4ngstlichen, aber normalen Mitb\u00fcrger: <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2021\/01\/17\/risiko-fuer-schwere-bis-mortale-nebenwirkungen-der-impfung-minimal\/\">&gt; weiterlesen &#8222;Risiko f\u00fcr schwere bis mortale Nebenwirkungen der Impfung ist minimal<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>17.01.2021<\/p>\n<p>Gewiss, <strong>ich bin einer gro\u00dfer Freund<\/strong> unseres hiesigen Zyklus <strong>der vier Jahreszeiten<\/strong>. Diesen steten Wechselrhythmus der Natur m\u00f6chte ich partout nicht missen. Freilich bedeutet das keineswegs, dass meine Sympathie allen vier Quartalen gleicherma\u00dfen gelten w\u00fcrde. Das jetzige, <strong>der Winter, liegt mir nicht besonders<\/strong>. Ich wei\u00df, viele Leute m\u00f6gen es, durch verschneite Gefilde zu wandern oder Wintersport zu treiben. Dabei leben sie so richtig auf. Mich hingegen machen die nackten B\u00e4ume und die &#8211; gar unter Schnee und Eis &#8211; ruhenden Wiesen, \u00c4cker, G\u00e4rten, das lange Dunkel eher etwas phlegmatisch, lustlos, bisweilen tr\u00fcbsinnig. Und das schon seit Jugendzeiten.<\/p>\n<p>Da werden denn alle Jahre zwischen Dezember und M\u00e4rz meine Waldg\u00e4nge k\u00fcrzer oder fallen \u00f6fter ganz aus. Zur Winterszeit neige ich dazu, mich drinnen zu vergraben und, metaphorisch gesprochen, viele Stunden geduldig die Briefmarkensammlung zu pflegen. Dennoch kam ich nie auf die Idee, irgendwo in sonnenbeschienenen warmen Landen \u00fcberwintern zu wollen;\u00a0 selbst wenn ich es mir h\u00e4tte leisten k\u00f6nnen. Schlie\u00dflich geh\u00f6rt die unwirtliche Zeit hierzulande einfach dazu. F\u00fcr unseren Naturraum ist sie eine der Existenzbedingungen und f\u00fcr mich jene Entbehrung, die das Ma\u00df der Freude am folgenden Jahreszeitenwechsel stets aufs Neue in jubilierende H\u00f6hen treibt.<\/p>\n<hr \/>\n<p>16.01.2021<\/p>\n<p>Da ringsumher die allermeisten Nichtmitglieder der CDU der CDU schon zur Nichtwahl des Herrn Merz gratuliert haben, kann ich mir das sparen &#8211; und stattdessen <strong>eine nette kleine Privatgeschichte<\/strong> erz\u00e4hlen: Von der R\u00fcckkehr in die Kindheit der 1950er-Jahre. <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2021\/01\/15\/rueckkehr-in-die-kindheit-der-1950er\/\">&gt; weiterlesen<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>15.01.2021<\/p>\n<p>&#8222;Das darf ja wohl nicht wahr sein!&#8220; So der entgeisterter Ausruf am Fr\u00fchst\u00fcckstisch angesichts der Titelschlagzeile der Tageszeitung: <strong>&#8222;Schulen fr\u00fcher wieder \u00f6ffen?&#8220;<\/strong>. Die bezieht sich auf \u00dcberlegungen der RLP-Schulministerin Hubig (SPD), bereits am 25.1. wieder in den Pr\u00e4senzunterricht einzusteigen. Das ausgerechnet, wo am Vorabend s\u00e4mtliche Nachrichten und Diskussionen handelten von der bislang h\u00f6chsten Tageszahl an Corona-Toten hierzulande (1244), dem leider nicht abebbende Infektionsgeschehen und den Gefahrenpotenzialen der neuen britischen und s\u00fcdafrikanischen Virus-Mutanten. Alle Welt spricht deshalb von weiterer Verl\u00e4ngerung und wohl kaum vermeidbarer Versch\u00e4rfung des irrigerweise so genannten &#8222;harten Lockdown&#8220;, der in Wahrheit ein Sieb mit tausend L\u00f6chern ist und sowieso nicht strikt durchgesetzt wird. Die Ministerin indes denkt in die genau gegenteilige Richtung.<\/p>\n<p>Das ist so ein Moment, in dem man glaubt, die Welt \u00fcberhaupt nur noch mit Ironie und Humor ertragen zu k\u00f6nnen. Also spricht der alte Dada mit Blick aufs deutsche Unterhaltungsprogramm an diesem Wochenende: &#8222;Im Union-Filmpalast wird das neuzeitliche Remake eines Kinoklassikers gegeben: DIE DREI MUSKETIERE. Das wird gewiss sch\u00f6n. Vor allem, weil man ja wei\u00df, dass der eigentliche Held des Streifens keiner der drei ist, sondern der Vierte.&#8220;<\/p>\n<hr \/>\n<p>14.01.2021<\/p>\n<p>Wir werden in den n\u00e4chsten Wochen und Monaten noch eine Menge Meldungen bekommen <strong>\u00fcber schwere bis t\u00f6dliche Einzelf\u00e4lle im Impfumfeld. <\/strong>Es ist gut, dass sie an die \u00d6ffentlichkeit gebracht werden, als Zeichen daf\u00fcr, dass hierzulkande nichts unter dem Teppich gehalten werden kann. Und es ist gut, dass die entsprechenden Institutionen (in D Paul-Ehrlicher) jeden Einzelfall genau untersuchen. Gleichwohl muss man sich auch bewusst sein, dass es a) bei JEDER massenhaften Medikamentgabe mehr oder minder h\u00e4ufig auch schwere Nebenwirkunsf\u00e4lle gibt. Und dass b) bei beispielsweise 1 Milliarde Behandelten ohnehin etliche Tausend im zeitlichen Nahfeld der Behandlung einen Schock, Herzinfarkt, Schlaganfall &#8230; erleiden oder sterben w\u00fcrden, selbst wenn man ihnen nur pure Zuckerst\u00fcckchen verabreichte.<\/p>\n<p>Risiko-Bewertung f\u00fcr die Impfung gegen Sars-CoV-2 mit den derzeit in der westlichen Hemisph\u00e4re benutzten 3 Impfstoffen: Das Risiko f\u00fcr schwere bis t\u00f6dliche Covid-19-Verl\u00e4ufe oder Langzeitsch\u00e4den nach einer Infektion mit Sars-CoV-2 ist offenkundig um den Faktor 1000+X h\u00f6her als f\u00fcr schwere Impfnebenwirkungen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>12.01.2021<\/p>\n<p><strong>Das &#8222;Vergessen&#8220;\/Ausblenden\/Hintanstellen der Corona-Toten<\/strong> bei vielen Diskussionen und Berichten \u00fcber \u00f6konomische, lebensartliche, psychologische, kulturelle Nebenwirkungen und Folgen des Seuchenschutzes l\u00e4sst mich manchmal schier verzweifeln. Es will mir partout nicht in den Kopf, wie man Fragen dieser Pandemie, egal welche, anders denken und behandeln kann als stets von den Toten her und dem grundlegenden Ansinnen h\u00f6chster Priorit\u00e4t, dass dieses unn\u00f6tige Sterben endlich aufh\u00f6re.<\/p>\n<hr \/>\n<p>11.01.2021<\/p>\n<p><strong>Die gestrige Einlassung &#8222;Nachdenklicher Blick nach China&#8220; hat auf meiner Facebook-Seite eine lebhafte Diskussion ausgel\u00f6st<\/strong>, die allerdings in Teilen leider vorwiegend mehr auf den &#8222;Diktatur&#8220;-Aspekt abhebt als sich f\u00fcr das hinsichtlich der Pandemie Interessante einzulassen. Weshalb ich heute dort folgende Bemerkung in die Runde geworfen habe:<\/p>\n<p>&#8222;Ich hatte bef\u00fcrchtet, dass diese Diskussion in Teilen in einen unfruchtbaren &#8222;Diktatur&#8220;-Disput abgleitet. H\u00e4tte ich statt China das Beispiel des demokratischen Neuseeland genommen, w\u00e4re daraus wahrscheinlich eine \u00e4hnlich unfruchtbare &#8222;Insel&#8220;-Diskussion geworden. Mein Ansinnen galt\/gilt indes der Frage: L\u00e4sst sich aus den wirkungsvollen (wirkungsvolleren) Strategien zur Seuchenbek\u00e4mpfung in anderen L\u00e4ndern etwas lernen, und falls ja, was (auch im Hinblick auf die fernere Corona-Laufzeit sowie k\u00fcnftige Seuchenf\u00e4lle)?<\/p>\n<p>Und m.E. findet man dort &#8211; unabh\u00e4ngig von Staatsformen oder geografischen Bedingungen &#8211; einen grundlegenden Mechanismus, der etwa so geht (und \u00fcbrigens schon von den kl\u00fcgeren unserer Mittelalterlichen und antiken Vorfahren verstanden wurde): Je fr\u00fchzeitiger und je entschlossener\/h\u00e4rter man einem Seuchenausbruch entgegentritt, umso gem\u00e4\u00dfigter und kleinr\u00e4umiger der Seuchenverlauf, umso geringer die Opferzahl und umso k\u00fcrzer die Zeit der Notstandsma\u00dfnahmen. In direktem Zusammenhang damit steht m.E. eine zweite Erklenntnis: Je niedriger die Inzidenzen, umso vielf\u00e4ltiger und wirkm\u00e4chtiger die M\u00f6glichkeiten, das Seuchengeschehen noch weiter zu dr\u00fccken.<\/p>\n<p>Man muss nichtmal bis nach China oder Neuseeland gehen, um diese Mechanismen zu finden. Ein Blick auf unser eigenes Agieren im Fr\u00fchjahrslockdown f\u00fchrt tendenziell zum selben Ergebnis &#8211; das in Deutschland mit den sommerlichen Nachsorge-Nachl\u00e4ssigkeiten verspielt wurde und schlie\u00dflich in die herbstliche Fatalit\u00e4t \u00fcberging, entgegen dem dringlichen Rat der Kanzlerin den Neuausbruch der Seuche nicht im kleinen Keim rabiat zu ersticken, sondern erst halbwegs stramm zu reagieren, als die Seuche neue H\u00f6henfl\u00fcge erreicht hatte.&#8220;<\/p>\n<hr \/>\n<p>10.01.2021<\/p>\n<p>Mal ein kurzer, aber nachdenklicher <strong>Blick nach China<\/strong>. Dort sind vergangene Woche innerhalb einer Provinz in zwei St\u00e4dten mit zusammen 18 Millionen Einwohnern <strong>300 (sic!) Corona-Infizierte<\/strong> festgestellt worden. Nicht pro Tag, sondern in summa. Was einer Inzidenz von 100 000 zu 0,00irgendwas entspr\u00e4che &#8211; und hierzulande ein allgemeines lauthalses Verlangen nach &#8222;\u00f6ffnen, \u00f6ffnen, alles \u00f6ffnen!&#8220; vervorrufen w\u00fcrde. &#8230; <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2021\/01\/09\/kurzer-aber-nachdenklicher-blick-nach-china\/\">&gt; Meine Anmerkung weiterlesen<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>08.01.2021<\/p>\n<p>Gute Nachrichten (aus meiner Sicht) an diesem Vormittag (8.1.):<br \/>\nLaut repr\u00e4sentativer Umfrage<strong> &#8222;Deutschlandtrend&#8220;<\/strong> der ARD sind 75% der deutschen Bev\u00f6lkerung keine Gegner der Corona-Impfung. 54 % (+ 17) wollen sich derzeit auf jeden Fall impfen lassen, 21% wahrscheinlich. Tendenz der <strong>Impfbereitschaft<\/strong>: deutlich steigend. \/\/ 83% der Bev\u00f6lkerung halten die Seuchenschutzma\u00dfnahmen f\u00fcr &#8222;angemessen&#8220; (53%) oder pl\u00e4dieren f\u00fcr noch weitergehende Versch\u00e4rfungen (30%). Datum der Befragung: 4. und 5. Januar.<\/p>\n<p>Schlechte Nachrichten, <strong>Klimabilanz 2020<\/strong>: Das abgelaufene Jahr war global das w\u00e4rmste seit Beginn der Messungen, und beschloss auch das w\u00e4rmste Jahrzehnt seither.<\/p>\n<hr \/>\n<p>07.01.2021<\/p>\n<p><strong>Mag sein, dass dieser Trump von einem Staatsstreich tr\u00e4umte.<\/strong> Falls ja, so ist der wohl geh\u00f6rig in die Hose gegangen. Stand derzeit: Der US-Senat hatte noch in der Nacht (MEZ) nach R\u00e4umung des Capitols von rechtsradikalen Krawallbr\u00fcdern seine Arbeit wieder aufgenommen und hat Biden nunmehr als neuen Pr\u00e4sidenten offiziell best\u00e4tigt. &#8230; <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2021\/01\/06\/trumps-staatsstreich-faellt-wohl-aus\/\">&gt; Meine Anmerkung zu den gestrigen Ereignissen weiterlesen<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>06.01.2021<\/p>\n<p>Zur Abendstund&#8216; eine kleine Erinnerung: Die Seuche ist der Gegner, nicht der Seuchenschutz.<\/p>\n<hr \/>\n<p>02.01.2021<\/p>\n<p>Wie seit gut zwei Jahrzehnten jeweils am ersten Werktag des neuen Jahres, so ist auch heute wieder in der Rhein-Zeitung (print und online) mein Neujahrsessay erschienen. Das war\/ist jeweils ein ganze Zeitungsseite Nachdenken \u00fcber ein gro\u00dfes Thema unserer Zeit &#8211; also geht es diesmal zwingend um die beiden zentralen Krisen der Gegenwart: Corona und der Klimawandel. 12000 Anschl\u00e4ge sind online zu haben f\u00fcr 49 Cent.\u00a0 (Link ist extern)<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/deutschland-und-welt\/kultur_artikel,-corona-ein-kleiner-vorgeschmack-auf-die-grosse-klimakrise-ein-neujahrsessay-_arid,2205902.html\">&gt; Neujahrsessay 2021: Corona &#8211; ein kleiner Vorgeschmack auf die gro\u00dfe Klimakrise(Link ist extern)<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/archiv_inhaltlich\/kolumnen\/essays\/\">&gt; \u00dcberblick \u00fcber und Zugriff auf all meine Neujahrsessays 1999 bis 2018 (kostenfrei), 2019 bis 2021 via Rhein-Zeitung (kostenpflichtig, je 49 Cent)<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>31.12.2020<\/p>\n<p>Na dann: Kommt alle gut r\u00fcber ins neue Jahr. Das alte war im Gro\u00dfenganzen Mist, hatte allerdings auch manch interessante, lehrreiche, ja sogar positive Seite.<\/p>\n<p>Ich war sonst nie der Vorsatztyp. Diesmal aber &#8211; im allgemeinen Ausnahmezustand und im pers\u00f6nlichen Neuzustand des Rentnerdaseins &#8211; habe ich f\u00fcr 2021 doch ein paar gefasst: Ruhe bewahren; Ruhe genie\u00dfen; das Beste aus m\u00f6glichst Vielem machen; den Kopf zerbrechen nur noch \u00fcber mich wirklich interessierende wichtige Sachen; impfen lassen, sobald ich dran bin; neue Brille(n) zulegen und ein Antitinnitus-Ohrger\u00e4t; neues Klavier kaufen sowie Zeichenkohle und Malfarben beschaffen, denn es dr\u00e4ngt mich m\u00e4chtig, mal eigenh\u00e4ndig mit den nonverbalen K\u00fcnsten rumzumachen. Ansonsten wie gehabt: Freude an schwei\u00dftreibender Arbeit in der Selbstversorgungswirtschaft.<\/p>\n<hr \/>\n<p>30.12.2020<\/p>\n<p>Sie erm\u00fcdet mich uns\u00e4glich, diese allf\u00e4llige Kleinkr\u00e4merei in den deutschen Corona-Diskussionen. Nein, ich mag mich nicht beteiligen am Pallaver um Impfdosenmengen jetzt in den Starttagen der Kampagne, oder darum, wer ein paar Tage oder Wochen fr\u00fcher geimpft wird. Und gleich gar nichts mag ich wissen von dem Get\u00f6se \u00fcber Sonderrechte f\u00fcr Geimpfte oder Ungeimpfte noch bevor die ersten 100 000 Leute \u00fcberhaupt gespritzt sind. Herrjeh, was ein Ged\u00f6hns. Dann doch lieber DER TV-Programmtip f\u00fcr die Zwischenjahreszeit: Heute (30.12.), 20.15 Uhr auf 3SAT, &#8222;Urban Priol: Tilt 2020&#8220;. Guckst du?!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>31.01.2021 Gelegentlich muss einfach mal auch solch ein Ruf raus: &#8222;ES KOMMT DIE ZEIT, IN DER DAS W\u00dcNSCHEN WIEDER HILFT&#8220;. Nur Mut! 29.01.2021 Es gibt da in der Corona-Diskussion ein st\u00e4ndig wiederkehrendes Argument, das m.E. hinsichtlich seiner realen praktischen Wirkmacht nicht zu Ende gedacht ist und einen gef\u00e4hrliche Fehlschluss sch\u00fcrt: Man m\u00fcsse nur insbesondere die [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":1099,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[286],"tags":[],"archiv":[238,239],"archiv_inhaltlich":[259,258],"class_list":["post-1100","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-guten-tag-allerseits","archiv-238","archiv-2021-01","archiv_inhaltlich-guten-tag-allerseits","archiv_inhaltlich-kolumnen"],"acf":{"bild":1099,"anhang":""},"wps_subtitle":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1100","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1100"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1100\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1099"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1100"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1100"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1100"},{"taxonomy":"archiv","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/archiv?post=1100"},{"taxonomy":"archiv_inhaltlich","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/archiv_inhaltlich?post=1100"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}