{"id":1093,"date":"2020-09-29T22:00:00","date_gmt":"2020-09-29T21:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/blog\/guten-tag-allerseits-im-september-2020\/"},"modified":"2022-05-11T18:03:46","modified_gmt":"2022-05-11T17:03:46","slug":"guten-tag-allerseits-im-september-2020","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2020\/09\/29\/guten-tag-allerseits-im-september-2020\/","title":{"rendered":"Guten Tag allerseits im September 2020"},"content":{"rendered":"<p>30.09.2020<\/p>\n<p>Bis vor einigen Jahren war jedem halbwegs aufgekl\u00e4rten Menschen klar, dass hinsichtlich ein und desselben Faktums unterschiedliche bis gegens\u00e4tzliche Bewertungen m\u00f6glich sind. Bekanntestes Beispiel: Das Glas ist halb voll oder das Glas ist halb leer. Grundlage des Streits blieb dennoch der beiderseits anerkannte objektive Sachverhalt, wonach die F\u00fcllmenge des Glases 50 % betr\u00e4gt. Das hat sich inzwischen ge\u00e4ndert, denn heute kommt gewiss von irgendwoher sogleich irgendeiner und posaunt: &#8222;Es gibt gar kein Glas!&#8220;<\/p>\n<p class=\"rtecenter\">***<\/p>\n<p>So kann der subjektive Eindruck t\u00e4uschen: Seit Tagen h\u00e4ngt hierorts der Himmel grau in grau voller Bassgeigen, reichen die Wolken oft herab bis auf den Boden. Es hat mehrfach, vor allem nachts, geregenschauert und tagelang quasi durchgehend genieselt. Doch der Blick eben ins Regenfass ern\u00fcchtert: Tats\u00e4chlich f\u00e4llt die Wasserausbeute dieser &#8222;Niederschlagsphase&#8220; bisher leider sehr mickrig aus. Im Wald ist gerademal die oberste Verrottungsauflage des Bodens durchfeuchtet, und einen Finger tief st\u00f6\u00dft man bereits auf anhaltend knochentrockenen und kn\u00fcppelharten Untergrund.<\/p>\n<hr \/>\n<p>29.09.2020<\/p>\n<p>G\u00e4be es in Deutschland irgendwo eine weltabgeschiedene Gegend in der nur wenige Leute leben, und die w\u00e4ren allesamt seinerzeitige oder bis heute Bef\u00fcrworter der atomaren Energieerzeugung: Man k\u00f6nnte\/sollte (sofern die jetzt neu definierten geologischen Bedingungen passen) <strong>das k\u00fcnftige Endlager f\u00fcr Atomm\u00fcll<\/strong> umstandlos dort &#8230;. <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2020\/09\/28\/das-dilemma-mit-dem-atomaren-ewigkeitsmuell\/\">&gt; Kurzkommentar: Das Dilemma mit dem atomaren Ewigkeitsm\u00fcll<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>28.09.2020<\/p>\n<p>Muskelkater zum Steinerweichen &#8211; herr\u00fchrend blo\u00df von der Besch\u00e4ftigung mit &#8222;ein paar&#8220; B\u00fcchern. Nach vier Tagen Leiterchen rauf und runter, Staubsauger an uns aus, Trepp auf und ab ist es geschafft: <strong>Das Hauptregal im Wohnzimmer ger\u00e4umt<\/strong>, knapp 50 Umzugskartons mit entstaubten B\u00fcchern auf andere Zimmer und Keller verteilt, das Regal abgeschlagen und nach drau\u00dfen verfrachtet. Die Handwerker f\u00fcr die Wohnzimmersanierung k\u00f6nnen kommen. <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2020\/09\/27\/vom-raeumen-eines-buecherregals\/\">&gt; Dies kleine Verz\u00e4hlche weiterlesen (hier)<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>26.09.2020<\/p>\n<p>Nach Logik der Coronaleugner und &#8211; verharmloser haben am gestrigen <strong>Freitag (25.9.)<\/strong> an mehr als<strong> 400 Orten in Deutschland zehntausende <\/strong>der &#8222;bravsten&#8220; unter den &#8222;braven Schlafschafen&#8220;<strong> f\u00fcr mehr und z\u00fcgiger durchgreifenden Klimaschutz demonstriert.<\/strong> Einfallsreich und vielfach stramm organisiert war allerorten die Umsetzung &#8222;coronagem\u00e4\u00dfer&#8220; Demos und Kundgebungen. Von \u00fcberall her wird best\u00e4tigt: Nahezu 100% der Teilnehmer trugen Maske, das Abstandsreglement f\u00fchrte an den meisten Orten zu r\u00e4umlich sehr weit ausgedehnten Demos\/Versammlungen.<\/p>\n<p>Nach rund einem halben Jahr im selbst auferlegten Lockdown hat sich Fridays for Future mit einem starken Stra\u00dfenauftritt zur\u00fcckgemeldet. Eine gesamtdeutsche Teilnehmerzahl von irgendwo zwischen 140 000 und 200 000 (nach der neuen Grundrechenart von Xavier Naidoo und Co. w\u00e4ren das so an die zehn Millionen) d\u00fcrfte eine Entt\u00e4uschung f\u00fcr all jene sein, die auf das Entschlafen der FFF-Bewegung im Zuge der Pandemie gehofft hatten. Daraus ist nichts geworden &#8211; weil nunmal der menschengemachte Klimawandel als das gravierendste Menschheitsproblem f\u00fcr Generationen fortexistiert und sich z\u00fcgig fortentwickelt.<\/p>\n<hr \/>\n<p>24.09.2020<\/p>\n<p>Das erste Exponat, dem Besucher der <strong>Mainzer Mittelalter-Ausstellung \u201eDie Kaiser und die S\u00e4ulen ihrer Macht\u201c<\/strong> begegnen, ist der \u201eGoslarer Thron\u201c aus dem 11. Jahrhundert. Genauer: die kunstvolle Gusseisenkonstruktion seiner Arm- und R\u00fcckenlehnen. Zusammen mit zwei weiteren herrschaftlichen Sitzen soll dieser Prolog einstimmen auf den Rundgang durch die im Landesmuseum aufgef\u00e4cherte Epoche \u201evon Karl dem Gro\u00dfen bis Friedrich Barbarossa\u201c. Die Pr\u00e4sentation der mehr als 300 teils h\u00f6chstkar\u00e4tigen Exponate von 80 Leihgebern aus dem europ\u00e4ischen Raum gliedert sich zwischen Prolog und Epilog in vier Hauptabteilungen, die der Dynastienabfolge von Karolingern, Ottonen, Saliern und Staufern folgt. <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2020\/09\/23\/die-macht-am-rhein-von-karl-dem-grossen-bis-barbarossa\/\">&gt; Meine Besprechung der sehr sehenswerten Ausstellung<\/a> (freier Lesetext)<\/p>\n<hr \/>\n<p>23.09.2020<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-875\" style=\"float: right; height: 167px; margin: 5px; width: 150px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/quergedanken-logo.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"167\" \/><\/p>\n<p>Noch vor zehn Jahren w\u00e4re ich im Traum nicht auf den Gedanken gekommen, der <strong>Klimawandel <\/strong>k\u00f6nnte sich derart schnell und derma\u00dfen drastisch auch vor der eigenen Haust\u00fcr bemerkbar machen, wie das jetzt der Fall ist. Obwohl den Klimawandel seit Jahrzehnten ernst nehmend, hing auch ich den beiden &#8222;Vorturteilen&#8220; an, die Bernd Ulrich vergangene Woche im Leitartikel der &#8222;Zeit&#8220; so benannte: &#8222;Die Klimakrise kommt nie jetzt, sondern stets sp\u00e4ter. Und sie ist woanders, aber nicht hier.&#8220; Inzwischen belehrt der auch hierorts real erlebbare Gang der Dinge mich\/uns eines besseren. Weshalb in der aktuellen Folge meiner Monatskolumne &#8222;Quergedanken&#8220; eine der derzeit in Deutschland signifikantesten Auswirkungen des Klimawandels thematisiert wird: das Waldsterben 2.0. <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2020\/09\/22\/vor-den-stadttoren-verrecken-die-waelder\/\">&gt; Zum Quergedanken-Text &#8222;Vor den Stadttoren verrecken die W\u00e4lder&#8220;<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>19.09.2020<\/p>\n<p>Nur mal so ein Gedankenexperiment. <strong>W\u00fcrde man die &#8222;Logik&#8220; der Corona-Leugner und -Verharmloser auf Morde \u00fcbertragen<\/strong>, k\u00f6nnte man mit ungleich h\u00f6herer Berechtigung zu dem Schluss kommen: Das T\u00f6tungsdelikt Mord gibt es hierzulande gar nicht oder es ist ein v\u00f6llig belangloses Randph\u00e4nomen. Denn w\u00e4hrend von M\u00e4rz bis September 2020 f\u00fcr Deutschland knapp 10 000 Corona-Tote registriert sind, weist die Kriminalstatistik f\u00fcr das gesamte Jahr 2019 nur 245 (sic!) Mordopfer aus. Woher wissen wir von den Morden? 99,999 % der Bev\u00f6lkerung wissen davon allein aus beh\u00f6rdlichen Verlautbarungen und\/oder Presseberichten \u00fcber einzelne Mordf\u00e4lle. Denn 99,999 % der Bev\u00f6lkerung waren nie und werden nie Opfer oder unmittelbarer Zeuge einer Mordtat sein.<\/p>\n<p>Obwohl die Quellen (Beh\u00f6rden und Presse) der Mordnachrichten nach Ansicht der meisten Corona-Leugner\/-Verharmloser also \u00e4u\u00dferst fragw\u00fcrdiger Natur sein m\u00fcssten, waren aus dieser Ecke noch nie Zweifel zu vernehmen, dass es Morde in Deutschland gibt. Was umso mehr erstaunt angesichts des Umstandes, dass der gesamte &#8222;mediale Apparat zur Massenindoktrination&#8220; seit Jahr und Tag versucht, uns vorzugaukeln, Mord sei das h\u00e4ufigste Verbrechen \u00fcberhaupt. Schlie\u00dflich geht es in mindestens 95% aller gedruckten oder filmischen Krimis um Mordf\u00e4lle.<\/p>\n<p>Woher also r\u00fchrt in Sachen Mord die Gewissheit, dass es Morde hierzulande \u00fcberghaupt gibt? Und woher bei den Corona-Leugnern\/-Verharmlosern die Gewissheit, dass es die Corona-Pandemie nicht gibt oder sie f\u00fcr die Gesellschaft wesentlich harmloser sei als die 200 bis 300 Morde im Jahr?\u00a0 Nur mal so ein Gedankenexperiment.<\/p>\n<hr \/>\n<p>15.09.2020<\/p>\n<p><strong>Mitte September &#8211; und drau\u00dfen herrscht Hochsommer.<\/strong> Derartige Tage gab es auch in fr\u00fcheren Jahrzehnten gelegentlich, allerdings kaum je in solch langen Kettphasen. Wir genie\u00dfen es, selbstredend; zumal die N\u00e4chte nicht br\u00fcten, sondern bereits jahreszeitlich angemessen k\u00fchl ausfallen. Was mir jedoch Kummerfalten auf die Stirn treibt: <strong>Schon wieder eine Trockenphase.<\/strong> Das letzte, nur kleine und m\u00e4\u00dfig bis gar nicht wirksame, Regenintermezzo liegt zB am Mittelrhein schon wie lange zur\u00fcck &#8211; 2, 3 oder 4 Wochen? Theoretisch m\u00fcsste es die n\u00e4chsten f\u00fcnf Monate quasi am St\u00fcck regnen, sollte die hiesige Natur nicht erneut im Krisenmodus ins n\u00e4chste Fr\u00fchjahr starten m\u00fcssen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>13.09.2020<\/p>\n<p>Es wird nach Monaten seuchenbedingter Stille <strong>wieder live gespielt im Theater<\/strong>. Nach ersten z\u00f6gerlichen Versuchen in j\u00fcngerer Zeit, hoben sich an diesem Wochenende auch in der hiesigen Umgebung die Vorh\u00e4nge zuhauf. Es gab ausverkaufte Schauspielpremieren in den gro\u00dfen H\u00e4usern von Frankfurt, Wiesbaden, Mainz, Bonn, K\u00f6ln \u2026 Doch was hei\u00dft derzeit \u201eausverkauft\u201c? Als Beispiel sei das <strong>Godesberger Schauspielhaus <\/strong>des Theaters Bonn angef\u00fchrt, wo ich jetzt die Premiere von Georg <strong>B\u00fcchners \u201eLenz\u201c<\/strong> besuchte, prominent inszeniert von Armin Petras. <a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/deutschland-und-welt\/kultur_artikel,-theater-bonn-in-zeiten-von-corona-schauspielabend-unter-schwierigen-bedingungen-_arid,2163519.html\">&gt; Mein Artikel<\/a> (3900 Anschl\u00e4ge, kostenpflichtiger RZ-Text, 49 Cent)<\/p>\n<hr \/>\n<p>11.09.2020<\/p>\n<p>Gestern auf der Heimfahrt von einer Premiere im Schauspiel Bonn &#8211; mit strengem, stramm durchorganisiertem und ohne Murren von allen Besuchern ganz selbstverst\u00e4ndlich befolgtem Seuchenreglement &#8211; kam mir unversehens dies in den Sinn:<\/p>\n<p>Sp\u00e4testens seit die zivilisierte Welt wei\u00df, dass diverse Krankheiten auch durch kr\u00e4ftiges Atmen, Sprechen, Husten, Niesen \u00fcbertragen werden k\u00f6nnen, gibt es in etlichen <strong>Kulturen Asiens die sch\u00f6ne Sitte<\/strong>: Sobald jemand bei sich selbst erste Anzeichen einer Erkrankung versp\u00fcrt, zieht sie\/er eine <strong>Mund-Nasen-Maske<\/strong> auf. Das gilt dort als guter Stil, geboten durch Anstand, R\u00fccksichtnahme und Verantwortungsgef\u00fchl gegen\u00fcber Mitmenschen und Allgemeinheit.<\/p>\n<p>Diese Sitte hat wesentlichen Anteil daran, dass in Japan, S\u00fcdkorea, Taiwan, Singapur, Hongkong oder auch der VR China die Verh\u00e4ngung allgemeiner Maskenpflicht im Zuge der Corona-Pandemie \u00fcberhaupt keine nennenswerte Diskussion hervorruft. Denn warum sollte man \u00fcber etwas streiten, das etwa f\u00fcr einen kultivierten Japaner ohnehin zum guten Ton geh\u00f6rt &#8211; auch und gerade bei einer Krankheit, mit der man andere schon anstecken kann, obwohl man selbst (noch) keine Symptome hat.<\/p>\n<hr \/>\n<p>10.09.2020<\/p>\n<p>Von den Auswirkungen des <strong>Fichtensterbens im Westerwald <\/strong>auf die Populationen der <strong>Waldameisen<\/strong> handelt ein interessanter Artikel heute im Lokalteil meiner Fr\u00fchst\u00fcckszeitung. Da wird daran erinnert, dass so manche hiesige Ameisenart auf das Vorhandensein ordentlicher Nadelbaumbest\u00e4nde angewiesen ist. Mit der Fichte verschwindet der seit mehr als 200 Jahren wichtigste davon &#8211; den Ameisen wird die Lebensgrundlage entzogen. Weshalb, eigentlich, die Forst\u00e4mter angehalten w\u00e4ren, Ameisenv\u00f6lker aus gef\u00e4hrdeten Gebieten herauszuholen und in sichere umzusetzen. Eigentlich. Doch wie sagt die Leiterin der Forstamtes Hachenburg in diesem Artikel: &#8222;Die W\u00e4lder sterben schneller, als wir umsiedeln k\u00f6nnten.&#8220; Und wo auch sollte man die Ameisen wieder ansiedeln?<\/p>\n<p>Es ist gut, dass das \u00f6ffentliche Augenmerk nun auch auf die weniger und sofort ersichtlichen Wirkfolgen des Fichten-\/Waldsterbens im bodennahen Klein(tier)bereich gelenkt wird. Im n\u00e4chsten Schritt wird man sich mit den Ver\u00e4nderungen im quasi unsichtbaren Feld der Wald-Mikrobiologie befassen m\u00fcssen. Entsprechende Forschungen laufen, aber schon jetzt steht fest: Zusammen mit Erw\u00e4rmung, Trockenheit, Grundwasserabsenkung, Sch\u00e4dlingsbefall werden die unz\u00e4hligen Notkahlschl\u00e4ge und das Verschwinden der Baumart Fichte sowie das fortschreitende Kr\u00e4nkeln auch von Buchen, Eichen und Co. die gesamte Biochemie unseres Waldes mitsamt der Waldb\u00f6den v\u00f6llig umkrempeln. Das sind sich wechselseitig verst\u00e4rkende Prozesse &#8211; deren Ergebnisse noch gar nicht vollends absehbar sind.<\/p>\n<p class=\"rtecenter\">***<\/p>\n<p>(Augenzwinkernde) Anmerkung zur heutigen Bundesalarm\u00fcbung, die, wie ich h\u00f6re, in weiten Teilen grandios in die Hose gegangen ist:<\/p>\n<p>Kinners, Kinners, wir sind ja sowas von am Arsch. Die Luftwaffe fliegt nicht. Die Marine kann nicht schippern. Das Heer schie\u00dft nur um die Ecke. Und der Zivilschutz f\u00e4llt vollkommen aus, weil nicht mal die Sirenen tuten. Hauptsache die Warnapps \u00e4ppen &#8211; wenigstens teilweise, wenn auch mit Versp\u00e4tung respektive ohne Warnung, aber immerhin mit der Entwarnung. Stehen eigentlich die russischen Panzer schon am Rhein oder gibt&#8217;s am End den Rhein gar nicht mehr?<\/p>\n<hr \/>\n<p>09.09.2020<\/p>\n<p><a class=\"colorbox colorbox-insert-image\" href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Codex-Manesse.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-1092\" style=\"height: 480px; width: 333px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Codex-Manesse.jpg\" alt=\"\" width=\"711\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Codex-Manesse.jpg 711w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Codex-Manesse-333x480.jpg 333w\" sizes=\"auto, (max-width: 711px) 100vw, 711px\" \/> <\/a><\/p>\n<p>Ab heute im<strong> Landesmuseum Mainz<\/strong> f\u00fcrs Publikum ge\u00f6ffnet: <strong>Ausstellung &#8222;Die Kaiser und die S\u00e4ulen ihrer Macht<\/strong>. Von Karl dem Gro\u00dfen bis Friedrich Barbarossa&#8220;. W\u00e4hrend ich mich nun hinsetze und in Ruhe einen Ausstellungsrundgang nebst Bewertung der Schau schreibe, vorab ein kurzer Hinweis: Der Besuch lohnt sich &#8211; gerade f\u00fcr Geschichtsinteressierte &#8211; allemal, die Ausstellung ist wirklich gut. Sie setzt allerdings die Bereitschaft voraus, sich auch und gerade auf kleine, teils kleinste Exponate einzulassen sowie erl\u00e4uternde Begleittexte zu lesen. (Wer eine Brille hat\/braucht, sollte die unbedingt mitbringen; die Ausleuchtung ist teils sehr sparsam, um die alten St\u00fccke zu schonen, und die Exponatbeschriftung ist leider etwas klein geraten, oft auch ziemlich tief angebracht). OBACHT! Corona-Reglement beachten = am besten vorab Tickets mit Zeitslot via Internet beim Museum erwerben. Info: <a href=\"http:\/\/www.kaiser2020.de\/\">&gt; www.kaiser2020.de<\/a><br \/>\nDas Foto zeigt eine der wunderbaren Illustrationen aus dem Codex Manesse, dem wohl ber\u00fchmtesten Ausstellungsst\u00fcck in Mainz.<\/p>\n<p>Verwiesen sei auch nochmal auf meine beiden bereits publizierten Vorfeldartikel <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2020\/08\/30\/die-kaiser-des-mittelalters-im-netz-der-macht\/\">&gt; &#8222;Die Kaiser des Mittelalters im Netz der Macht&#8220;<\/a> (freier Lesetext) und <a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/deutschland-und-welt\/kultur_artikel,-wie-sich-unser-bild-vom-mittelalter-aendert-grosse-kaiserausstellung-eroeffnet-in-mainz-_arid,2153507.html?fbclid=IwAR1D-vcT8h4EQLXlsMXs4_ZtgV1Yayh6ES_3Wx4H_ngzUWhJI_AqW2i3fzA\">&gt; &#8222;WIe sich unser Bild vom Mittelalter stetig ver\u00e4ndert&#8220;<\/a> (RZ-Text kostenpflichtig, 49 Cent)<\/p>\n<hr \/>\n<p>08.09.2020<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 18px;\"><strong>&#8222;Eine f\u00fcr alle &#8211; alle f\u00fcr eine! Viva Maria!&#8220;<\/strong><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p>07.09.2020<\/p>\n<p>Nur einige Tage war ich nicht mehr in &#8222;meinem&#8220; Hauswald. Am Sonntag dann wieder einen kleinen Rundgang gemacht und festgestellt: <strong>Das Sterben der Fichten (und auch Kr\u00e4nkeln des \u00fcbrigen Waldes) ist hier im Unterwesterwald kein Trauerspiel mehr, sondern der blanke Horror. <\/strong>Wieder sind mehrere neue Notkahlschl\u00e4ge entstanden; jetzt r\u00fccken die F\u00e4llkolonnen\/-maschinen den kleineren im Absterben begriffenen oder toten Fichtenbest\u00e4nden auf den Leib, die gr\u00f6\u00dferen sind schon alle weg. Der gesamte Wald \u00e4ndert in einem affenartigen Tempo seinen Charakter derart brachial, dass mein Jahrzehnte w\u00e4hrender Drang, mich m\u00f6glichst h\u00e4ufig dort stundenlang herumzutreiben, deutlich erlahmt. Es ist gar zu frustrierend. \/\/ <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2020\/09\/06\/noch-ein-rundblick-durchs-katastrophengebiet-wald\/\">&gt; Die anh\u00e4ngenden Fotos (siehe hier)<\/a> stammen nicht von diesem Rundgang im Hauswald, sondern entstanden bei zwei Terminfahrten gestern in dessen Nachbarschaft (jedes Foto ein anderer Kahlschlag bei Grenzau sowie am Fu\u00dfe des K\u00f6ppel zwischen Ransbach-Baumbach und Dernbach; dazu eine Schadhorizont-Perspektive von der Alsbacher H\u00f6he aus aufgenommen.)<\/p>\n<hr \/>\n<p>04.09.2020<\/p>\n<p>Da k\u00f6nnen die Leugner und Verharmloser schwurbeln, was sie wollen: Ich will diese Krankheit Covid19 partout nicht bekommen. Denn ich kenne ein paar Leute, die sie hatten (haben). Gl\u00fccklicherweise ist keiner daran gestorben und kann ein Teil von blo\u00df unerheblichen Symptomen sprechen. Andere indes beschreiben das Erleben von &#8222;nur&#8220; mittelschweren Akutverl\u00e4ufen als die schlimmste Zeit ihres Lebens. Und: Mancher leidet auch Wochen und Monate nach &#8222;Genesung&#8220; noch an heftigen und die Lebensqualit\u00e4t erheblich einschr\u00e4nkenden Folgewirkungen, von denen v\u00f6llig unklar ist, bis wann sie wieder verschwinden und ob \u00fcberhaupt jemals.<\/p>\n<hr \/>\n<p>01.09.2020<\/p>\n<p>F\u00fcr eine sachgerechte, realistische\u00a0 Bewertung der Corona-Pandemie muss man drei Ebenen sauber auseinanderhalten. <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2020\/08\/31\/sachgerechte-bewertung-der-corona-pandemie\/\">&gt; Eine Analyse (freier Lesetext)<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>30.09.2020 Bis vor einigen Jahren war jedem halbwegs aufgekl\u00e4rten Menschen klar, dass hinsichtlich ein und desselben Faktums unterschiedliche bis gegens\u00e4tzliche Bewertungen m\u00f6glich sind. Bekanntestes Beispiel: Das Glas ist halb voll oder das Glas ist halb leer. 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