{"id":1082,"date":"2020-06-29T22:00:00","date_gmt":"2020-06-29T21:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/blog\/guten-tag-allerseits-im-juni-2020\/"},"modified":"2022-05-12T08:25:10","modified_gmt":"2022-05-12T07:25:10","slug":"guten-tag-allerseits-im-juni-2020","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2020\/06\/29\/guten-tag-allerseits-im-juni-2020\/","title":{"rendered":"Guten Tag allerseits im Juni 2020"},"content":{"rendered":"<p>10.07.2020<\/p>\n<p><strong>Nur wenige gute, aber sehr viele beunruhigende Nachrichten von der globalen Coronafront.<\/strong><br \/>\nGut: Die j\u00fcngsten Covid19-Ausbr\u00fcche in Koblenz und Euskirchen sind wohl harmloser als zun\u00e4chst bef\u00fcrchtet. Massentestungen ergaben in beiden F\u00e4llen kein weitreichendes Infektionsgeschehen. Die jeweiligen Kollektivquarant\u00e4nen sind aufgehoben.<\/p>\n<p>Beuruhigend (Auswahl): Im Weltma\u00dfstab nimmt das Infektiktionsgeschehen immer schneller immer gr\u00f6\u00dfere Ausma\u00dfe an. Neue nationale Rekorde mit bislang nie dagewesenen Infektionsraten binnen 24 Stunden werden gemeldet u.a. aus USA (65551), Brasilien (42619), Mexiko (7280), Israel (zweite und deutlich st\u00e4rkere Welle ersch\u00fcttert das kleine Land; Neuinfektionen am Donnerstag: 1464), die Stadt Tokio&#8230; Anhaltend starkes Seuchengeschehen wird festgestellt f\u00fcr Russland, den indischen Subkontinent, Teile Indochinas, den gesamten lateinamerikanischen Raum. Vom afrikanischen Kontinent werden rasch steigende Ansteckungszahlen vermeldet, rund 500 000 (offiziell ermittelte F\u00e4lle) bis gestern. Australien verh\u00e4ngt wg, stark erh\u00f6hter Infektionsrate erneut sechsw\u00f6chigen Lockdown \u00fcber Melbourne. Hongkong schlie\u00dft alle Kindertagesst\u00e4tten und Schulen wg. gestiegener Neuinfektionsrate. Spanien hat wg \u00fcberproportionalen Infektionsgeschehens die katalanischen Region Segri\u00e0 und den galicischen Landkreis A Marina abgeriegelt. &#8230;<\/p>\n<p>Wenig erfreulich sind auch j\u00fcngste Ergebnisse aus der medzinischen\/virologischen Coronaforschung. Etliche Studien attestieren: Eine signifikante Anzahl der als &#8222;genesen&#8220; Ausgewiesenen ist alles andere als gesund. Diverse Folgebeschwerden und\/oder durch das Virus ausgel\u00f6ste Nachfolgeerkrankungen sehr unterschiedlicher Form und Auspr\u00e4gung sowie von noch v\u00f6llig ungewisser Dauer sind nachgewiesen &#8211; dies selbst bei m\u00e4\u00dfig schweren bis leichten Covid19-Verl\u00e4ufen. Sehr unsch\u00f6n sind auch neue Hinweise mehrerer Studien, wonach m\u00f6glicherweise bis wahrscheinlich Covid19-Infektionen mit leichtem oder unbemerktem Verlauf keine Garantie darstellen f\u00fcr eine l\u00e4ngere Immunit\u00e4t gegen das Virus.<\/p>\n<p>Also, liebe Leute: Nix ist vorbei und weiter Obachtgeben erste B\u00fcrger- wie Solidarpflicht.<\/p>\n<hr \/>\n<p>08.07.2020<\/p>\n<p>Um das noch einmal klarzustellen: Es gibt keinen auch nur ansatzweise ernsthaften Hinweis darauf oder gar handfesten Beweis daf\u00fcr, dass <strong>Klimawandel wie auch Covid19-Seuche<\/strong> Erfindungen oder Aktionen irgendwelcher politischer oder \u00f6konomischer Interessens-\/Machtgruppen auf dem Planeten sein k\u00f6nnten. Den Umstand, dass nun diverse politische und \u00f6konomische Akteure Nutzen und Kapital aus der kleinen Weltkrise (Corona-Pandemie) wie aus der gro\u00dfen (Klimawandel) zu schlagen versuchen, diesen Umstand im Nachinein als vermeintlichen Beweis f\u00fcr das Gegenteil herbeizuzerren, ist mehr als bem\u00fcht und mehr als naiv.<\/p>\n<p>Es sei an einen altbekannten Mechanismus erinnert: Es ist <strong>ein Wesenszug des Kapitalismus seit jeher,<\/strong> aus JEDWEDER normalen oder besonderen Lage m\u00f6glichst viel Honig zu schl\u00fcrfen. Um nur ein Beispiel anzuf\u00fchren: An den B\u00f6rsen wird bekanntlich auf Missernten, Hungersn\u00f6te, Kriege, Zusammenbr\u00fcche, Bankrotte ganz regul\u00e4r, aber in Leichenfledder-Manier sehr profitabel gewettet. Wer aus diesem Sachverhalt allerdings auf Klimawandel und Covid19-Seuche als blo\u00df erfundenes Mittel zum Zweck schlie\u00dft, hat weder den Kapitalismus noch die Funktionsweise von Wissenschaft noch die Realit\u00e4t \u00fcberhaupt verstanden.<\/p>\n<hr \/>\n<p>02.07.2020<\/p>\n<p>Unsch\u00f6ne Nachrichten am Abend: Ausbruch einer <strong>zweiten Coronawelle<\/strong> in der Schweiz. Regierung in Bern verh\u00e4ngt Maskenpflicht und Einreisebeschr\u00e4nkungen (wieder). USA bricht erneut alle Rekorde: 50 000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden.<\/p>\n<hr \/>\n<p>30.06.2020<\/p>\n<p><strong>\u201eNicht mit dir und nicht ohne dich\u201c<\/strong> nennt sich die <strong>aktuelle Ballettproduktion des Theaters Koblenz<\/strong>. Treffend bezeichnet dieser Titel den Zustand eines eigent\u00fcmlichen Dazwischen, in dem die Tanzkunst zu Corona-Zeiten sagen wir: festh\u00e4ngt. Denn das Seuchenreglement hat einen Wesenskern des Balletts ausgeknipst: das Wechselspiel aus K\u00f6rperber\u00fchrung und Distanz. Der Koblenzer Ballettchef Steffen Fuchs machte nun aus der Not eine Tugend. Zu Bachs Goldberg-Variationen hat er jedem der 15 Mitglieder seiner Compagnie ein kleines Solo auf den Leib choreografiert. Die wurden vor schwarzem Hintergrund filmisch adaptiert, und stehen jetzt im Streamingportal des Theaters als 40-min\u00fctige Produktion zum (kostenpflichtigen) Abruf bereit. <a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/deutschland-und-welt\/kultur_artikel,-zu-15-solisten-vereinzelt-und-trotzdem-ein-ensemble-_arid,2136232.html?fbclid=IwAR18rriirYl6N9qbvgg6pb760Jb0lh5_hQxgiHLIATpN2sGTSdkMX3JNk3g\">&gt; Meine Besprechung<\/a> (3900 Anschl\u00e4ge, kostenpflichtiger RZ-Text, 49 Cent)<\/p>\n<p class=\"rtecenter\">***<\/p>\n<p>Sapperlottementkreuzdonnergewitter &#8211; <strong>das hat man nun vom Ruhestand: Muskelkater<\/strong>, so weit die Fasern reichen; die Knie zerschunden, die Schienbeine blau gefleckt; im Haar Zementstaub und Betonbrocken; die Finger mit Teerpampe verklebt und eine ganze Garnitur Arbeitsklamotten reif f\u00fcr den M\u00fcll. Weshalb, warum, wovon, wof\u00fcr? Vierter Tag praktischen Einsatzes in so ungewohnten Z\u00fcnften wie Tiefbauer, Maurer, Verputzer, Installateur &#8230; Kurzum: Kellerumbau, um jenen Raum zu schaffen, in dem ich demn\u00e4chst mit der eigenen Saft- und Fr\u00fcchteweinproduktion beginnen will.<\/p>\n<hr \/>\n<p>29.06.2020<\/p>\n<p><strong>Seltsame Zeiten sind das<\/strong> &#8211; wo der Montagmorgen mit einer Ballettpremiere zum Fr\u00fchst\u00fcck beginnt. Seltsam auch &#8211; aber ziemlich interessant &#8211; die Choreografie des Koblenzer Ballettchefs Steffen Fuchs unter dem Titel \u201eNicht mit dir und nicht ohne dich\u201c, \u00fcber das Streamingportal des hiesigen Theaters auf den heimischen PC geholt: 15 filmische Soli f\u00fcr 15 Compagniemitglieder. Danach hockst du \u00fcber der Besprechung f\u00fcr die morgige Zeitung in der Ruhest\u00e4ndler-Schreibstube, derweil Petrus zum Auftakt eines halbst\u00fcndigen Landregens deftige Hagelschauer aufs Dachfenster paukwirbelt. Gleich darauf knallt die Sommersonne vom Himmel &#8211; rennst du besorgt zu den Heidelbeer- und Himbeerstr\u00e4uchern, um zu sehen, ob der f\u00fcr heute geplante erste Erntedurchgang wg. Hagelschlags abgeblasen ist. Ist er nicht. Freude!<\/p>\n<hr \/>\n<p>28.06.2020<\/p>\n<p>Das Staatsorchester <strong>Rheinische Philharmonie<\/strong> gab am Samstag ein <strong>Sonderkonzert<\/strong>, das wegen der enormen Nachfrage am Sonntag wiederholt wurde. Endlich konnten zwei Gruppen wieder zusammenkommen, die quasi von Natur aus zusammengeh\u00f6ren: klassische Orchestermusiker und ihr Publikum. Doch in der Koblenzer Rhein-Mosel-Halle, wo sich normalerweise 1200 Besucher zum gro\u00dfen Konzertabend versammeln, nahmen nun <strong>unter Corona-Bedingungen<\/strong> gerade 115 Musikfreunde diszipliniert Platz auf den mit sicheren Abst\u00e4nden \u00fcber die Weite des Saales verteilten Einzelst\u00fchlen. <a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/deutschland-und-welt\/kultur_artikel,-rheinische-faehrt-sonderschicht-fuer-konzertfans-_arid,2136228.html\">&gt; Mein Bericht \u00fcber Umst\u00e4nde und Konzert <\/a>(3600 Anschl\u00e4ge, kostenpflichtiger RZ-Text, 49 Cent)<\/p>\n<hr \/>\n<p>25.06.2020<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-875\" style=\"float: right; height: 167px; margin: 5px; width: 150px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/quergedanken-logo.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"167\" \/><\/p>\n<p>Es gibt Leute, die stellt das Corona-Reglement vor ein recht spezielles Problem. Dazu geh\u00f6ren Jugendliche und Singles. Das Problem: Woher in diesen Zeiten die Gelegenheiten nehmen zu jenen Begegnungen, Plaudereien, Spielchen, T\u00e4nzchen, derer es bedarf, wechselseitige Sympathien zu entwickeln, die mit der Zeit oder alsbald in leibesl\u00fcstlicher, wom\u00f6glich auch herzentflammter Zweisamkeit enden? Meine <strong>Monatskolumne &#8222;Quergedanken&#8220;<\/strong> geht in der aktuellen <strong>Folge 183<\/strong> dieser Frage nach unter die \u00dcberschrift <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2020\/06\/24\/die-liebe-in-zeiten-von-corona\/\">&gt; &#8222;Die Liebe in Zeiten von Corona&#8220; <\/a>(freier Lesetext. Hinweis vorsichthalber: Redaktionsschluss f\u00fcr diesen Text war VOR der Stuttgarter Krawallnacht)<\/p>\n<hr \/>\n<p>23.06.2020<\/p>\n<p>Vergangenen Samstag, 20 Uhr. <strong>Gro\u00dfe Schauspielpremiere des Theaters Koblenz in Corona-Zeiten. <\/strong>Gegeben wird <strong>\u201eMaria\u201c,<\/strong> ein Gegenwartsst\u00fcck von Simon Stephens. Doch statt mit anderen Interessierten im Theater, sitzt auch der Kritiker mutterseelenallein daheim vor dem Computer. Bei der Hand hat er Bier und Salzletten. Solche Bequemlichkeiten sind nun m\u00f6glich, denn Premiere hei\u00dft diesmal: Seit Samstag 20 Uhr steht Markus Dietzes filmische Umsetzung des St\u00fcckes <strong>im Streamingportal <\/strong>des Theaters zum Abruf bereit. Theater im eigentlichen Sinn ist das nicht. Eher ein Fensehkammerspiel &#8211; sehr intensiv, sehr intim, via Kamera so nah dran an den Gesichtern, wie es sonst auf der B\u00fchne kaum geht. <a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/deutschland-und-welt\/kultur_artikel,-in-zeiten-von-abstand-so-nah-dran-wie-nie-zuvor-_arid,2133909.html\">&gt; Meine Besprechung,<\/a> 4800 Anschl\u00e4ge, RZ-Text, 49 Cent<\/p>\n<hr \/>\n<p>21.06.2020<\/p>\n<p>Asterix und Obelix bemerken gerne: &#8222;Die spinnen, die R\u00f6mer&#8220;. Bisweilen wird dieser Sinnspruch in anderen Episoden von selbigen Comic-Helden auch auf andere Landsmannschaften \u00fcbertragen. Ich hatte ihn nun meinerseits in einem Kommentar auf <strong>Facebook <\/strong>auf die Bev\u00f6lkerung jenes Inselk\u00f6nigreiches angewandt, das aus der EU austreten will:<strong> &#8222;Die spinnen, die Briten&#8220;<\/strong>. Folge davon: Der Sinnspruch wurde von Facebook gel\u00f6scht und die Zuckerm\u00e4nner erteilten mir eine Verwarnung, weil ich damit gegen die &#8222;Gemeinschaftsstandards&#8220; versto\u00dfen h\u00e4tte. Da f\u00e4llt einem nur nichts mehr dazu ein.<\/p>\n<hr \/>\n<p>18.06.2020<\/p>\n<p>Eine Anmerkung zu diesem von allen Seiten teils leider mit unseliger Dogmatik gef\u00fchrten <strong>Streit um Rassismus (und andere Negativeigenschaften) in der deutschen Polizei<\/strong>. Ich selbst bin in den zur\u00fcckliegenden 50 Jahren mehrfach Zeuge (bisweilen Opfer) bzw. Nutznie\u00dfer von beidem geworden: a) die Polizei dein Freund und Helfer, b) Polizisten als Einsatztruppe, die mit unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfiger H\u00e4rte zuschlagen, sich selbstherrliche \u00dcbergriffigkeiten erlauben und die Verantwortung f\u00fcr ihr Tun in der Korpsanonymit\u00e4t verbergen.<\/p>\n<p>Aus beiderlei Erfahrungen r\u00fchrt meine heutige Haltung in der jetzigen Diskussion: Der deutschen Polizei systemischen Rassismus u.a. zu unterstellen, ist abwegig. Ebenso abwegig ist es, der gesamten Polizei ein generelles Unschuldsattest auszustellen. Da es beispielsweise, wie wir gerade aus j\u00fcngster Zeite wissen, innerhalb der Polizei auch rechtsradikale Individuen und\/oder Seilschaften gibt, gibt es schon von daher dort naturgem\u00e4\u00df auch ein Quantum an Rassismus.<\/p>\n<p>In toto bin ich der Ansicht, dass das staatliche Gewaltmonopol in der Demokratie eine feine Sache ist. Gerade deshalb aber bedarf es einer strengen rechtsstaatlichen wie auch unabh\u00e4ngigen operativen Kontrolle dieses Gewaltapparates. Auf dass sein Monopol nicht missbraucht werde. Blindes Vertrauen ist diesbez\u00fcglich so wenig hilfreich wie generalisierendes Misstrauen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>16.06.2020<\/p>\n<p>Der erste K\u00fcr-Beitrag aus meinem Ruhestand: Besprechung der Sonderproduktion <strong>&#8222;Extra Time&#8220; von tanzmainz am Staatstheater Mainz<\/strong>. Premiere war am Sonntag. Endlich mal wieder Tanzkunst live &#8211; wegen Corona freilich unter besonderen Bedingungen f\u00fcr die Theaterbesucher und deutlichen Folgen auch f\u00fcr das t\u00e4nzerische B\u00fchnengeschehen selbst. <a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/deutschland-und-welt\/kultur_artikel,-erstes-mal-nach-coronalockdown-so-war-das-liveballett-in-mainz-_arid,2131592.html\">&gt; Mein Zeitungsartikel<\/a> (4200 Anschl\u00e4ge, kostenpflichtiger Rhein-Zeitungs-Text, 49 Cent)<\/p>\n<hr \/>\n<p>15.06.2020<\/p>\n<p>Aus dem Vollen sch\u00f6pfen. Wir stecken nun mittendrin in der <strong>100%-Selbstversorgung mit Gr\u00fcnzeug<\/strong> und Beeren w\u00e4hrend des Sommerhalbjahres. Salat, Kohlrabi, Broccoli, M\u00f6hren, Jungzwiebeln, Radies, Zuckererbsenschoten aus eigenem Bio-Anbau stehen t\u00e4glich zur Verf\u00fcgung. Obendrein heute schon wieder zwei Kilo Erdbeeren gepfl\u00fcckt, und die Johannisbeeren dr\u00e4ngen auch schon. Vielversprechend kr\u00e4ftig sehen die Kartoffelpflanzen aus. Resilienz, die Freude macht.<\/p>\n<hr \/>\n<p>12.06.2020<\/p>\n<p>Sie gehen mir gewaltig auf den Keks, diese Leute, die nun<strong> nach vier Monaten Corona-Krise<\/strong> aus allerhand Ecken t\u00f6nen: Man h\u00e4tte dies und das anders machen m\u00fcssen, jenes gar nicht machen brauchen &#8230; <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2020\/06\/11\/die-im-nachinein-alles-besser-wissen\/\">&gt; Dazu eine kurze Anmerkung\u00a0<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>09.06.2020<\/p>\n<p>H\u00e4tten wir die <strong>flei\u00dfigen Hummeln <\/strong>nicht, es s\u00e4he mau aus mit der<strong> Bl\u00fctenbest\u00e4ubung<\/strong> im Selbstversorgungsgarten und rund ums Haus. Es summt und brummt zwar in Himbeerstr\u00e4uchern wie Kr\u00e4uterbeeten, zwischen Tomatenstauden, erst recht rund ums halbe Dutzend Wild- und Bienenblumenecken auf dem Grundst\u00fcck. Doch stellt sich bei genauerer Beobachtung heraus: Auf zehn Hummeln kommen hier h\u00f6chstens eine Biene und zwei, drei Minisummser.<\/p>\n<hr \/>\n<p>07.06.2020<\/p>\n<p>Nein, die Wiederwahl Trumps im November ist gewiss noch nicht verhindert. Doch auch <strong>im b\u00fcrgerlich-konservativen Milieu der US-Gesellschaft ger\u00e4t derzeit einiges in Bewegung<\/strong>. So gibt es &#8211; <a href=\"https:\/\/www.rnd.de\/politik\/usa-donald-trump-verliert-unterstutzung-der-christen-wiederwahl-in-gefahr-MGDFYM5YLVDQZC2WIRTKNIHYFQ.html\">&gt; wie der verlinkte Artikel dokumentiert<\/a> &#8211; Anzeichen, dass die bisher schier bedingungslose Anh\u00e4ngerschaft vieler amerikanischer Christen f\u00fcr diesen Pr\u00e4sidenten br\u00f6ckelt.<\/p>\n<hr \/>\n<p>06.06.2020<\/p>\n<p>Zwei Herzen, ach, in meiner Brust: <strong>Einerseits gro\u00dfe Freude \u00fcber die breite antirassistische Bewegung<\/strong> in USA, Deutschland und vielen anderen L\u00e4ndern; <strong>andererseits Corona-Besorgnis <\/strong>wegen der Zusammenballung gro\u00dfer Menschenmassen bei den Demos. Immerhin, und das ist ein gravierender Unterschied zu den &#8222;Hygiene&#8220;-Aufm\u00e4rschen und dem Berliner Raver-Event: Man sieht auf den zahlreichen Demo-Fotos, dass die allermeisten Demonstranten Maske tragen. Man sieht auf Luftaufnahmen von diversen Demos erkennbares (teils leider erfolgloses) Bem\u00fchen um Abstandhalten.<\/p>\n<hr \/>\n<p>05.06.2020<\/p>\n<p>Nein, die Amis sind beileibe nicht alle bekloppt. <strong>Derzeit zeigt wieder das andere Amerika sein Gesicht<\/strong> &#8211; der weltoffene, humane, demokratische, sozial eingestellte, vern\u00fcnftige Teil dieses Volkes der vielen Herk\u00fcnfte. Ich habe in den letzten Tagen alle Nachrichten, Bilder, Statements \u00fcber die aktuelle Antirassismus-Bewegung unter der Fragestellung betrachtet: Was unterscheidet die jetzige Bewegung von den diversen &#8222;Rassenunruhen&#8220; der vergangenen Jahrzehnte in den USA sowie von der B\u00fcrgerrechtsbewegung der fr\u00fchen 1960er?<\/p>\n<p>Antwort: Wir erleben als Reaktion auf die Ermordung von George Floyd gar <strong>keine &#8222;Rassenunruhe&#8220;<\/strong>, keinen Protest oder Wutaufstand vornehmlich der Schwarzen. Vielmehr haben wir es zu tun mit <strong>dem Aufbegehren eines bunt gemischten Teils der US-Zivilgesellschaft gegen systemischen Rassismus<\/strong>. Einer der wesentlichen Unterschiede zu fr\u00fcher ist: Latinos, Asiaten, Indigene und sehr, sehr viele Wei\u00dfe schlie\u00dfen sich mit den Schwarzen zusammen &#8211; verstehen sich als selbstverst\u00e4ndliche multiethnische Einheit, f\u00fcr die Rassismus eine unertr\u00e4gliche Absurdit\u00e4t im heutigen Amerika darstellt. Der Anteil j\u00fcngerer Menschen und von Frauen in dieser Bewegung ist extrem hoch. Das macht Hoffnung &#8211; wie auch die jetzt vermehrt aufbrechenden Spaltungslinien innerhalb des Establishments bis hin zur Armeef\u00fchrung Hoffnung machen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>04.06.2020<\/p>\n<p><strong>Ja, ja, ja &#8211; heute endlich war ich mal Klamotten einkaufen.<\/strong> Opulent und vollkommen friedlich. Erst im kleinen St\u00e4dtchen nebenan, hernach in der gro\u00dfen Stadt dorten, wo Rhenus und Mosella koitieren. In summa f\u00fcnf Gesch\u00e4fte hintereinander besucht; pers\u00f6nlicher Rekord. Zwei Hosen, drei T-Shirts, zwei Polohemden und drei Paar Socken erbeutet. Dazu noch ein paar Sachen, die wir wirklich neu brauchten: Schneidebrett, Kartoffelsch\u00e4ler, K\u00f6rper- und Geschirrtrockent\u00fccher. Schlie\u00dflich landete ich ersch\u00f6pft an der zentralst\u00e4dtischen Imbissbude. Eine sch\u00f6ne Bratwurst mit viel Senf darauf ergattert &#8211; aber kl\u00e4glich gescheitert beim Versuch, sie durch den Mundschutz ins Maul zu schieben. Oh, oh, oh &#8211; der Mensch ist ein Gewohnheitstier: Je h\u00e4ufiger und selbstverst\u00e4ndlicher du die Seuchenmaske auf hast, umso eher vergisst du, dass du sie auf hast. Was eine Sauerei: Das Schnuffeltuch \u00fcber und \u00fcber mit Mostrich beschmiert, die Finger gleich drauf nicht minder. Eilends entzog sich der Mann den sp\u00f6ttisch-am\u00fcsierten Blicken der urbanen \u00d6ffentlichkeit.<\/p>\n<hr \/>\n<p>03.06.2020<\/p>\n<p>Gestern ausgestrahlt, jetzt noch in der Mediathek nachzuh\u00f6ren: <strong>SWR2 Musikgespr\u00e4ch mit mir \u00fcber mein Buch zur Geschichte des Koblenzer Musik-Instituts.<\/strong> Wen das interessiert (8 Minuten): <a href=\"https:\/\/www.swr.de\/swr2\/musik-klassik\/210-jahre-musik-institut-koblenz-andreas-pecht-im-gespraech-100.html?fbclid=IwAR1xwhY9ioIoGr0BSg06aZFwB3NxMV40gFr4GezmVGPIQVioE_u4C907c74\">&gt; Hier ist der Link zur Sendung<\/a><\/p>\n<p class=\"rtecenter\">***<\/p>\n<p><a class=\"colorbox colorbox-insert-image\" href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Wald4.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-1081\" style=\"height: 270px; width: 480px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Wald4.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Wald4.jpg 1024w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Wald4-480x270.jpg 480w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Wald4-768x432.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/> <\/a><\/p>\n<p>Von drau\u00df&#8216; vom Walde komm&#8216; ich her und muss euch sagen: Es ist ein Elend dorten. Nach zwei langen Wanderungen am Pfingstwochenende in die weitere Umgebung und heute wieder durch den Hauswald muss ich, m\u00fcsste selbst der sprichw\u00f6rtliche Blinde mit Kr\u00fcckstock feststellen: F\u00fcr den Unterwesterwald <strong>ist die Baumart Fichte un\u00fcbersehbar ins finale Stadium des Aussterbens <\/strong>eingetreten. Ich konnte nirgendwo mehr einen gesunden Fichtenbestand ausmachen. <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2020\/06\/02\/die-letzten-fichten-fallen\/\">&gt; weiterlesen<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>02.06.2020<\/p>\n<p><strong>Gerd Neuwirth<\/strong>, einer meiner \u00e4ltesten Freunde und fr\u00fchen Kollegen in der mittelrheinischen Wahlheimat,<strong> hat einen Text \u00fcber uns beide geschrieben<\/strong> und vorgestern im Rahmen einer B\u00fccher-Challange auf seiner Facebook-Seite ver\u00f6ffentlicht. Von meiner Ruhestandsmitteilung aufgeschreckt und angestachelt, erinnert sich Gerd an Anf\u00e4nge und Werden unserer ebenso getreulichen wie produktiv streitbaren Beziehung. Da ist allerhand sehr gut getroffen und ber\u00fchrend bis knuffig ausgedr\u00fcckt, was zum Kern dieser besonderen Freundschaft zwischen dem Alten und dem noch nicht ganz so Alten geh\u00f6rt. Danke Gerd. <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2020\/06\/01\/eine-streitbare-freundschaft\/\">&gt; &#8222;Eine streitbare Freundschaft&#8220; (hier)<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<hr \/>\n<p>31.05.2020<\/p>\n<p>Stephan Mahlow vom <strong>Koblenzer Podcast &#8222;Runde um Eck&#8220;<\/strong> und ich haben neulich lange geplaudert <strong>\u00fcber mein Leben, Tun und Ansichten<\/strong> zu diversen Gegenwartsfragen. Mahlow schreibt in seiner Ank\u00fcndigung dieses Podcast-Beitrages u.a. : Es ist ein langes, aber wie ich finde sehr interessantes Gespr\u00e4ch geworden. \u00dcber lehrreichen Wehrdienst, die Faszination von Dialekten, &#8222;links-gr\u00fcn-versiffte&#8220; Positionen der Rhein-Zeitung, Fridays for Future, Qualit\u00e4tsjournalismus, Facebook-Blasen und nat\u00fcrlich \u00fcber die Coronakrise.<\/p>\n<p>&gt; Gespr\u00e4ch anh\u00f6ren wahlweise hier:<\/p>\n<p>Spotify: <a href=\"https:\/\/spoti.fi\/36CRoHF\">https:\/\/spoti.fi\/36CRoHF<\/a><\/p>\n<p>iTunes: <a href=\"https:\/\/apple.co\/3es8I4K\">https:\/\/apple.co\/3es8I4K<\/a><\/p>\n<p>Google Podcasts: <a href=\"https:\/\/bit.ly\/2BdgIs6\">https:\/\/bit.ly\/2BdgIs6<\/a><\/p>\n<p>Anchor: <a href=\"https:\/\/bit.ly\/3ck7iIh&quot;\">https:\/\/bit.ly\/3ck7iIh&#8220;<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>30.05.2020<\/p>\n<p><strong>IN EIGENER SACHE gebe ich kund und zu wissen:<\/strong> Von heute an firmiere ich als <strong>&#8222;Kulturjournalist a.D.&#8220;<\/strong> (au\u00dfer Dienst). Ja, die beruflichen Schuhe sind abgelatscht, zerschlissen, l\u00f6chrig. Nach 33 Jahren bin ich der Pflichten, Zw\u00e4nge, Turbulenzen und Verantwortung wie auch der Erwartungen und Forderungen an mich m\u00fcde. Es war eine gute Zeit, sowohl die 17 Jahre in der Zentralredaktion der Rhein-Zeitung als auch die anschlie\u00dfenden 16 freischaffenden Jahre. Aber nun ist es genug. Nach reiflichem \u00dcberlegen und ein bisschen Rumrechnen bin ich zu dem Schluss gekommen, postcorona nicht mehr in den Vollbetrieb meiner Zunft zur\u00fcckzukehren, sondern schon jetzt &#8211; ein Jahr vorfristig &#8211; <strong>in den Ruhestand <\/strong>zu gehen.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich, wer mich etwas n\u00e4her kennt, der\/die sagt jetzt: &#8222;Er wird die Feder nie und nimmer ganz weglegen (k\u00f6nnen).&#8220; Will er auch nicht. Ich werde, freilich in stark reduziertem Ma\u00dfe, der Tanz- und Schauspielkunst sowie der klassischen Musik als Gelegenheitskritiker treu bleiben, mich hie und da gewiss auch zu anderen Themen in der Zeitung mal zu Wort melden. Das aber ganz nach eigener Lust und Laune. Die Lebensphase der K\u00fcr ist ausgerufen. Nun m\u00fcssen sich erstmal Hirn, Gem\u00fct und Umgebung mit den neuen Umst\u00e4nden vertraut machen. Alles Weitere findet sich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>10.07.2020 Nur wenige gute, aber sehr viele beunruhigende Nachrichten von der globalen Coronafront. Gut: Die j\u00fcngsten Covid19-Ausbr\u00fcche in Koblenz und Euskirchen sind wohl harmloser als zun\u00e4chst bef\u00fcrchtet. Massentestungen ergaben in beiden F\u00e4llen kein weitreichendes Infektionsgeschehen. Die jeweiligen Kollektivquarant\u00e4nen sind aufgehoben. 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