{"id":1077,"date":"2020-03-30T22:00:00","date_gmt":"2020-03-30T21:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/blog\/guten-tag-allerseits-im-monat-maerz-2020\/"},"modified":"2022-05-12T08:41:40","modified_gmt":"2022-05-12T07:41:40","slug":"guten-tag-allerseits-im-monat-maerz-2020","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2020\/03\/30\/guten-tag-allerseits-im-monat-maerz-2020\/","title":{"rendered":"Guten Tag allerseits im Monat M\u00e4rz 2020"},"content":{"rendered":"<p><strong>Vorl\u00e4ufiger Daueraushang mit der Bitte um Beachtung:<\/strong><\/p>\n<p>&gt;<strong> <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2020\/03\/21\/liste-streaming-angebote-und-hilfsaufrufe-aus-der-freien-kulturszene\/\">Liste von Streaming-Angeboten und Hilfsaufrufen aus der freien Kulturszene<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<hr \/>\n<p>04.04.2020<\/p>\n<p><strong>Corona-Nachrichten vom sp\u00e4ten Freitagabend, die bei mir h\u00e4ngengeblieben sind:<\/strong><br \/>\n&#8211; Das Modell Singapur ist leider gescheitert. Die dortige Regierung musste infolge dramatisch ansteigender Infektionszahlen nun ihre Linie aufgeben, die Virus-Ausbreitung nur per App zu verfolgen und Ansteckungslinien zu unterbrechen, ansonsten das Leben aber normal laufen zu lassen.<br \/>\n&#8211; Infektions- und Todesrate in USA explodieren, nehmen auch in Russland rasant zu.<br \/>\n&#8211; In Brasilien haben die Regionalgouverneure und die Drogenbosse (sic) der unt\u00e4tigen Bolzonaro-Regierung quasi das Heft des Handelns aus der Hand genommen und in ihren Regionen resp. in den Armenvierteln eigenst\u00e4ndig Notstandma\u00dfmnahmen ergriffen.<br \/>\n&#8211; Italien hat dank strikter Seuchenschutzma\u00dfnahmen f\u00fcrs erste wohl das Gipfelplateau der Seuche erreicht. D.h. Ansteckungs- und Todesrate beschleunigen sich nicht mehr. D.h. aber auch, die absolute Zahl der Betroffenen nimmt weiter jeden Tag zu. Eine \u00e4hnliche Entwicklung deutet sich in Deutschland an.<br \/>\n&#8211; Neues und verl\u00e4ssliches Schnelltestverfahren auf bereits eingetretene Immunit\u00e4t geht an einer deutschen Uniklinik in die Praxisphase.<br \/>\n&#8211; Erste Versuche, Blutserum von immun Gewordenen zur Behandlungsunterst\u00fctzung bei schweren Corona-F\u00e4llen laufen. Prognose: K\u00f6nnte hilfreich sein; Ergebnis in 2 bis 4 Wochen.<br \/>\n&#8211; Mehrere tausend Marinesoldaten auf einem US-Flugzeutr\u00e4ger bejubeln ihren Kapit\u00e4n, obwohl der gerade unehrenhaft entlassen von Bord gehen muss. Der Offizier hatte, als 100 Corona-F\u00e4lle in seiner Mannschaft festgestellt worden waren, das Oberkommando dringlich um Evakuierung des Kriegsschiffes ersucht. Nach ablehnendem Bescheid hatte er verzweifelt den Sachverhalt an die \u00d6ffentlichkeit gebracht. Das Schiff wird nun evakuiert, den couragierten Kapit\u00e4n aber hat man geschasst.<\/p>\n<hr \/>\n<p>03.04.2020<\/p>\n<p>*<strong>Zum Wochenende ein bisschen albern<\/strong> (muss mal sein)* Wir hatten wohl all die Jahrzehnte zuvor eine v\u00f6llig falsche Vorstellung von virologischen Forschungsinstitutionen und bl\u00e4sslichen, unterk\u00fchlten, unscheinbaren Leuten, die dort in abgeschotteten Kellerlaboren \u00fcber Mikroskopen verk\u00fcmmern. Denn jetzt, da die Vertreter\/innen dieser Zunft zuhauf ins Licht gezogen werden, staunen wir nicht schlecht \u00fcber eine Vielzahl attraktiver Herren (soweit ich das beurteilen kann) und bildh\u00fcbscher Damen (das kann ich beurteilen) in ihren Reihen.<\/p>\n<p>Ein trotz allem m\u00f6glichst sch\u00f6nes, lebens- und liebesfrohes Wochenende sei gew\u00fcnscht.<\/p>\n<hr \/>\n<p>01.04.2020<\/p>\n<p>Und jetzt mal die <strong>Gretchen-Frage an die kleine Minderheit der Pandemie-Zweifler und -Relativierer<\/strong>, der Seuchenverharmloser oder -leugner: Ab wievielen Corona-Toten w\u00e4ret ihr bereit, euren Standpunkt zu \u00fcberdenken? 100 000, 500 000, 2 Millionen, 5 Millionen, 10 Millionen oder mehr? Ihr k\u00f6nnt ja auf das Eintreten eines euch \u00fcberzeugenden globalen Grenzwertes warten &#8211; der Rest der Welt kann es nicht, denn er muss real alles tun, um unz\u00e4hlige Leben zu retten. Ihr d\u00fcrft auch eure irrwitzige Meinung behalten. Aber: Steht, bittsch\u00f6n, den K\u00e4mpfern an der Seuchenfront nicht im Wege rum und sabotiert nicht den Schulterschluss der \u00fcbergro\u00dfen Bev\u00f6lkerungsmehrheit gegen die Seuche!!!<\/p>\n<hr \/>\n<p>31.03.2020<\/p>\n<p>Von Tag zu Tag nimmt die Anzahl selbst gestern noch vern\u00fcnftiger Leute zu, die in unbegreiflicher Realit\u00e4tsblindheit pl\u00f6tzlich nach jedem Strohhalm greifen, der <strong>die Corona-Pandemie kleinredet und die Seuchenschutzma\u00dfnahmen der Regierung(en) als \u00fcberzogen anprangert.<\/strong> Weshalb ich sagen muss: Ich bin froh dar\u00fcber, dass sich das Gros der Bev\u00f6lkerung &#8211; Klopapier hin oder her &#8211; drau\u00dfen inzwischen vern\u00fcnftiger verh\u00e4lt. Ich bin f\u00fcr den Moment auch froh darum, dass viele der verantwortlichen Politiker\/innen zumindest im aktuellen Krisenmodus den Schulterschluss mit der ernsthaften Wissenschaft suchen und die sprichw\u00f6rtlichen Eier haben, im Interesse des Gemeinwohls das zur Rettung von Leben Notwendige durchzusetzen und hoffentlich durchzuhalten. Allein zu diesem Zweck haben wir dem Staat einen Teil unsere Freiheit vor\u00fcbergehend abgetreten. Klar ist und alternativlos: Nachher, wenn die Seuche besiegt ist, werden wir diesen Teil zur\u00fcckverlangen, vollst\u00e4ndig und unbesch\u00e4digt.<\/p>\n<hr \/>\n<p>30.03.2020<\/p>\n<p>Gestern, am sp\u00e4ten Sonntagabend, lande ich zuf\u00e4llig auf 3sat \u2013 in einer Sendung, die mich f\u00fcr knapp zwei Stunden zu so ausgelassenem Tanzen und Singen (Gr\u00f6hlen) treibt, dass die heimische Bude wackelt: Karfreitag anno 2016, Vollmond, <strong>The Rolling Stones machen in Havanna\/Kuba 450 000 Konzertbesucher froh<\/strong>. Die betagte Frontline musiziert hochkonzentriert, geht aber zugleich verspielt wie selten miteinander und mit dem Publikum um. Das setzt sich aus Menschen aller Hautfarben und Altersklassen zusammen. Im Geiste sehe ich die Rassisten dieser Welt das Kotzen kriegen angesichts solcher \u201eVermischung\u201c und Gl\u00fcckseligkeit bei einem Abend lebensfroher, liebeslustiger Rock-Weltkultur. Und w\u00e4hrend die Mucke m\u00e4chtig abgeht, schwappt mir ein Beethoven\u2018sches G\u00e4nsehautfeeling durchs Gem\u00fct: \u201eSeid umschlungen Millionen\u201c \u2013 gerade in den jetzigen Tagen des notwendigen K\u00f6rperabstandes.<\/p>\n<hr \/>\n<p>29.03.2020<\/p>\n<p>Sorry, aber ich kann es nicht anders ausdr\u00fccken: <strong>Bei einer kleinen, jedoch lautstarken Minderheit der Zeitgenossen ist offenbar der Irrsinn ausgebrochen.<\/strong> Mal hei\u00dft es da, es g\u00e4be gar kein Corona-Virus; mal, das Virus sei v\u00f6llig harmlos; mal, die Todesstatistiken seien blo\u00df Propaganda und\/oder der ganze Corona-Hype nur von irgendeiner Weltverschw\u00f6rung angezettelt usw. usf. Ja, ja, ja, ist klar: Corona-Patienten sterben weltweit inzwischen zu Zehntausenden aus Jux und Dollerei oder tun nur so, als w\u00fcrden sie sterben. Geht&#8217;s noch?<\/p>\n<p>Logisch, dass seitens dieser Minderheit nie die eigentliche Gretchen-Frage dieser Tage behandelt wird: Wie hoch w\u00fcrde die Todesrate ohne rechtzeitigen durchgreifenden Seuchenschutz ansteigen? Man kann es an Italien im tendeneziellen Ansatz erkennen. Und der liebe Gott oder sonstwer stehe den Abermillionen Menschen in den dicht gedr\u00e4ngten Armenvierteln Afrikas, Asiens und Lateinamerikas bei, sollte das Virus sich dort massenhaft ausbreiten.<\/p>\n<p>Dann aber beschweren sich die Seuchenleugner und -verharmloser, wenn man ihnen Paroli bietet, sich dabei gar auf die Wissenschaft beruft. Sie bestehen auf ihr Recht zur freien Meinung\u00e4u\u00dferung, und darauf, dass jeder glauben m\u00fcssen darf, was er will. Tats\u00e4chlich schr\u00e4nkt niemand ihre Meinungsfreiheit ein. Allerdings geh\u00f6rt zu meiner Meinungsfreiheit, gemeingef\u00e4hrlichen Unfug auch so nennen zu d\u00fcrfen. Und glauben k\u00f6nnen die Herrschaften sowieso, was sie wollen, denn es herrscht Religionsfreiheit. Allerdings ist Spintisieren nichts, worauf Entscheider, \u00c4rzte, Helfer und alle \u00fcbrigen im Kampf gegen die Seuche Stehenden reales Handeln gr\u00fcnden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p class=\"rtecenter\">***<\/p>\n<p><strong>Aufmunterndes Verz\u00e4hlche am 13. Sonntag im Jahre Corona<\/strong>: Ein strahlend sch\u00f6ner Sommertag in den sp\u00e4ten 1960ern. Die Clique aus 13- bis 15-J\u00e4hrigen macht sich in der hintersten Ecke der Schwimmbadwiese breit. Richtiger gesagt: Die knapp zwei Dutzend M\u00e4dchen und Jungs dr\u00e4ngen sich ohne Not, Decke an Decke, auf einem Rund zusammen, das sonst\u00a0 dem Platzbedarf zweier Kleinfamilien gerecht wird. Weil die jungen Leute eben erst dem Kindesalter entwachsen sind, in dem die Geschlechter eher nichts miteinander zu tun haben wollten, suchen sie nun umso mehr die N\u00e4he zueinander. Sich neckend, sich kappelnd, unschuldig bis hoffnungsvoll verspielt entdecken sie das pl\u00f6tzlich auf irritierende Weise noch fremder, aber zugleich so verlockend gewordene Andere. (&#8230;) &gt; <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2020\/03\/28\/die-entdeckung-des-knutschflecks\/\">Weiterlesen hier<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>25.03.2020<\/p>\n<p>Es wird dies <strong>f\u00fcr einige Tage mein letzter Beitrag zum Thema Corona <\/strong>sein. Alles f\u00fcr den Moment Wichtige ist allerorten vielfach gesagt. Jede\/r wei\u00df, was er in Sachen Seuchenbek\u00e4mpfung zu tun und\/oder zu lassen hat; die meisten d\u00fcrften inzwischen auch wissen, an wen sie sich wegen Finanzhilfen wenden sollten. Wer noch mehr \u00fcber den tagesaktuellen Gang der Corona-Dinge erfahren will, ist bei den \u00f6ffentlich-rechtlichen Sendern sowie den \u00fcberregionalen und regionalen Qualit\u00e4tszeitungen bestens aufgehoben. Bevor ich mich nun anderen Themen, T\u00e4tigkeiten, Aufgaben zuwende, seien noch drei Anmerkungen gemacht bzw. Hinweise gegeben &gt; <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2020\/03\/24\/lesch-fuers-hirn-handschrift-fuers-herz-wachsamkeit-demnaechst\/\">weiterlesen hier<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>24.03.2020<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-875\" style=\"float: right; height: 167px; margin: 5px; width: 150px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/quergedanken-logo.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"167\" \/><\/p>\n<p>Gestern hatte ich den f\u00fcr die <strong>April-&#8222;Quergedanken&#8220;<\/strong> am 1.\/2. M\u00e4rz geschriebenen, am 16. M\u00e4rz aber verworfernen Text &#8211; Nr. 181 (a) &#8211; zur Kenntnis gebracht. Heute nun sei der in Folge Corona-Entwicklung am 22. M\u00e4rz neu verfasste und eben in Druck gegangene Beitrag Nr. 181 (b) vorgestellt. &gt; <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2020\/03\/23\/in-der-not-lasst-uns-singen-andra-tutto-bene\/\">In der Not lasst uns singen: Andr\u00e0 tutto bene<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>23.03.2020<\/p>\n<p><strong>Info f\u00fcr freie Kulturschaffende in Rheinland-Pfalz<\/strong>. Das Kulturministerium in Mainz hat heute eine Presseerkl\u00e4rung herausgegeben, die <strong>finanziellen Corona-Hilfsprogramme<\/strong> f\u00fcr Kulturschaffende im Land betreffend. Wenn ich es richtig verstehe, geht die Sache jetzt in die Konkretphase. Die Erkl\u00e4rung folgt hier im Wortlaut. Vorweg eine der wichtigsten Infos: Die beiden Kulturberater des Landes sind in Sachen Finanzhilfen eure ersten Ansprechpartner. F\u00fcr den Norden von RLP ist das Bj\u00f6rn Rodday (Tel.: 02621\/62 31 5-10, Mail: info@kulturbuero-rlp.de), f\u00fcr den S\u00fcden Roderick Haas (Tel: 0176\/23 26 34 83, Mail: roderick.haas@kulturwestpfalz.de).<\/p>\n<p>&gt; <a href=\"https:\/\/mwwk.rlp.de\/de\/service\/pressemitteilungen\/detail\/news\/News\/detail\/kulturminister-wolf-wir-lassen-die-kuenstlerinnen-und-kuenstler-in-rheinland-pfalz-nicht-allein\/\">Presseerkl\u00e4rung des Kulturministeriums RLP im Wortlaut<\/a><\/p>\n<p class=\"rtecenter\">***<\/p>\n<p>Den unten verlinkten Text hatte ich am 1.\/2. M\u00e4rz 2020 geschrieben. Mit ihm sollte meine <strong>Kolumne &#8222;Quergedanken&#8220; f\u00fcr den Monat Arpil<\/strong> best\u00fcckt werden. Damals &#8211; vor drei Wochen &#8211; war Corona noch eher ein leises Rumoren am Horizont und erschien ein Beitrag \u00fcber den Normalzustand der modernen Zeit durchaus vertretbar. Am 16. M\u00e4rz haben dann der Herausgeber des mittelrheinischen Magazins &#8222;Kulturinfo&#8220; und ich entschieden, diesen Beitrag in die Tonne zu treten. Grund: Inzwischen hatte das Virus auch hierzulande Stund&#8216; um Stund&#8216; Normalit\u00e4ten ausgehebelt. Frappierender Zufall obendrein: Mein Text w\u00fcnscht sich ausgerechnet etwas, was das Virus nun quasi im Vorbeigehen erzwingt &#8211; mehr Stille, mehr Ruhe. Bevor morgen die neu geschriebenen Corona-&#8222;Quergedanken&#8220; 181 (b) erscheinen, sei hier der noch coronafreie Ersttext zur Kenntnis gebracht. Auf dass er nicht einfach so im M\u00fcll verschwinde.\u00a0 &gt; <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2020\/03\/22\/schenk-mir-doch-ein-kleines-bisschen-stille\/\">Entfallene &#8222;Quergedanken&#8220; 181(a): Schenk mir doch ein kleines bisschen Stille<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>21.03.2020<\/p>\n<p>Heute musste ich mal<strong> raus &#8222;an die Front&#8220; ein paar N\u00f6tigkeiten zukaufen<\/strong>. Zur Tankstelle wg. Benzin (und Rauchware). In den Supermarkt f\u00fcr dies und das. Ich hatte mit verkniffenen, ver\u00e4ngstigten oder aggressiven bis der Corona-Seuche v\u00f6llig gleichg\u00fcltig begegnenden Menschen gerechnet. Doch all dies war nicht der Fall.\u00a0 Ruhe und betr\u00e4chtliche Disziplin, dazu immer wieder L\u00e4cheln nebst (galgen-)humorigen Bemerkungen pr\u00e4gten mein Einkaufserleben. Davon handelt mein Erz\u00e4hltextchen &gt;<a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2020\/03\/20\/impressionen-vom-samstagseinkauf\/\"> Impressionen vom Samstagseinkauf<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>20.03.2020<\/p>\n<p>Gestern (19.3.2020) hatte ich auf Facebook und meiner Website <strong>Kulturschaffenden der freien Szene ein publizistisches Hilfsangebot<\/strong> (s.u.) unterbreitet. Bis dato wird davon nur sp\u00e4rlich Gebrauch gemacht. Was daran liege &#8211; so sagen mit Vertreter von Kulturverb\u00e4nden -, dass K\u00fcnstler\/Gruppen sich erstmal von grundauf orientieren m\u00fcssen. Mein Angebot bleibt bestehen. Die ersten R\u00fcckl\u00e4ufe sind an diesen Text angeh\u00e4ngt und seien der allgemeinen Aufmerksamkeit empfohlen. Weitere Meldungen sind herzlich willkommen. &gt; <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2020\/03\/20\/solidaritaet-mit-den-freien-kulturschaffenden\/\">Text &#8222;Solidarit\u00e4t mit freien Kulturschaffenden (hier)<\/a><\/p>\n<p class=\"rtecenter\">***<\/p>\n<p><strong>Versch\u00e4rfung der Seuchenschutzma\u00dfnahmen in Rheinland-Pfalz<\/strong> (heute, 20.03.2020, von der Landesregierung beschlossen und verk\u00fcndet, treten um Mitternacht in Kraft):<\/p>\n<p>&#8222;<em>Rechtsverordnung zu weiteren kontaktreduzierenden Ma\u00dfnahmen<\/em><br \/>\n\u00dcber den Erlass zu weiteren kontaktreduzierenden Ma\u00dfnahmen aufgrund des Aufkommens von SARS-CoV-2-Infektionen in Rheinland-Pfalz vom 17. M\u00e4rz 2020 hinaus werden weitere Einrichtungen f\u00fcr den Publikumsverkehr geschlossen.<br \/>\nDazu geh\u00f6ren:<br \/>\nRestaurants, Speisegastst\u00e4tten, Mensen, Kantinen, Caf\u00e9s und \u00e4hnliche Einrichtungen (jeweils Innen- und Au\u00dfengastronomie). Zul\u00e4ssig sind weiterhin der Stra\u00dfenverkauf, der Verkauf zur Mitnahme und der Lieferservice.<br \/>\nEisdielen, Eiscaf\u00e9s, Internetcaf\u00e9s und \u00e4hnliche Einrichtungen (jeweils Innen- und Au\u00dfengastronomie),<br \/>\nThermen, Solarien, Wellnessanlagen und \u00e4hnliche Einrichtungen,<br \/>\nFahrschulen (einschlie\u00dflich Fahrschulpr\u00fcfungen in R\u00e4umlichkeiten des Technischen \u00dcberwachungsvereins \u2013 T\u00dcV \u2013) und \u00e4hnliche Einrichtungen,<br \/>\nBibliotheken und \u00e4hnliche Einrichtungen,<br \/>\nSportbooth\u00e4fen und \u00e4hnliche Einrichtungen.<br \/>\nZudem ist jede Ansammlung von mehr als f\u00fcnf Personen in der \u00d6ffentlichkeit untersagt. (&#8230;)&#8220;<\/p>\n<hr \/>\n<p>19.03.2020<\/p>\n<p><strong>Angebot an selbst\u00e4ndige Kulturschaffende in der freien Szene. <\/strong><\/p>\n<p>Unabh\u00e4ngig von der unbedingten Notwendigkeit, dass die Politik rasch eine effektive Finanzunterst\u00fctzung auch f\u00fcr die freien Kulturschaffenden ins Werk setzen muss, m\u00f6chte ich helfen. Ich stelle die recht ordentliche Reichweite meiner Website sowie meiner Facebook-Seite zur Verf\u00fcgung, auf dass ihr eure jeweiligen Streaming-Angebote und\/oder Spendenaufrufe weiter verbreiten k\u00f6nnt. Ich bitte darum, dass nur diejenigen Kulturschaffenden Gebrauch davon machen, die ihr Brot ganz oder zu wesentlichen Teilen mit k\u00fcnstlerischer Arbeit verdienen und jetzt im Zuge von Corona aktuell in Notlage geraten. Und so soll&#8217;s gehen:<\/p>\n<p>Kulturschaffende melden mir Links zu ihren Streaming-Angeboten und\/oder Spendenaufrufen (zwei, drei erkl\u00e4rende S\u00e4tze dazu) per eMail redaktion(at)pecht.info. Ich baue die Links dann auf meine Website und auch auf meine Facebook-Seite. Bitte keine Telefonanrufe. Unklare oder verd\u00e4chtige Links schmei\u00dfe ich raus. Sch\u00f6n w\u00e4re es nat\u00fcrlich, wenn nachher andere Kulturfreunde zur Weiterverbreitung beitragen w\u00fcrden. Schaun mer mal, was sich tut.<\/p>\n<hr \/>\n<p>18.03.2020<\/p>\n<p>Liebe Leut&#8216;, <strong>benehmt euch blo\u00df anst\u00e4ndig<\/strong>. Wir sind schlie\u00dflich Akteure im wom\u00f6glich umfangreichsten und gewichtigsten Kapitel der Geschichtsb\u00fccher f\u00fcr die n\u00e4chsten vier bis f\u00fcnf Generationen. Dessen \u00dcberschrift k\u00f6nnte lauten: &#8222;Der gro\u00dfe Epochen-Umbruch im fr\u00fchen 21. Jahrhundert &#8211; Klimawandel und Corona-Seuche&#8220;.<\/p>\n<p class=\"rtecenter\">***<\/p>\n<p>Ist es i<strong>n diesen Zeiten der Seuche<\/strong> erlaubt, statthaft, angemessen: <strong>Heiter, fr\u00f6hlich, humorig<\/strong> zu sein, gar zu witzeln \u00fcber das Virus und\/oder menschliche bis allzumenschliche und skurrile Ph\u00e4nomene in der Corona-Welt?? ABER JA DOCH, UNBEDINGT! Den Gegner l\u00e4cherlich machen, die eigenen Schw\u00e4chen auf die Schippe nehmen, das war zu Krisenzeiten allemal ein bedeutender Zug der Menschenkultur. Denn Lachen tut wohl, erleichtert, bringt auch Zuversicht mit sich.<\/p>\n<hr \/>\n<p>17.03.2020<\/p>\n<p>Hier ein paar <strong>gute Nachrichten und\/oder Anregungen von der Corona-Front.<\/strong><\/p>\n<p>&#8211; Im Westerwald haben am Samstag zwei M\u00e4nner die FB-Gruppe &#8222;W\u00e4ller Helfen &#8211; Coronavirus&#8220; ins Leben gerufen. Bis Montagabend hatten sich bereits mehr als 3000 Helfer gemeldet mit ihren Angeboten u.a. Einkaufen, Fahrdienst, Kinderbetreuung etc.<br \/>\n&#8211; \u00c4hnliches bei der Gruppe &#8222;Koblenz hilft sich &#8211; Jetzt erst recht&#8220;<br \/>\n&#8211; Viele Vereine auf Dorf- und Kleinstadtebene haben ebenfalls Hilfsdienste ins Leben gerufen.<br \/>\n&#8211; Etliche hundert Reservisten (darunter \u00fcberdurchschnittllich viele aktuell besch\u00e4ftigungslose Lehrer) haben sich freiwillig beim Sanit\u00e4tsdienst der Bundeswehr gemeldet.<br \/>\n&#8211; Zwecks Ermutigung und um das Kulturleben nicht v\u00f6llig zum Erliegen kommen zu lassen, beginnen K\u00fcnstler und Kulturinstituionen jetzt mit gestreamten Darbietungen im Netz. So zB Pianist Igor Levit mit seinem &#8222;Social Media Hauskonzert&#8220; t\u00e4glich um 19 Uhr oder das Theater Koblenz t\u00e4glich um 18.30 Uhr mit einem neuen &#8222;Lied des Tages&#8220;.<br \/>\n&#8211; Ich h\u00f6re aus der Freien Kulturszene von der Idee, dass freischaffende Ensembles, Bands, Einzelk\u00fcnstler ebenfalls eigene Darbietungen ins Netz stellen wollen &#8211; verbunden mit der Bitte\/Aufforderung ans Publikum, daf\u00fcr einen freiwilligen Obulus zu \u00fcberweisen, um die finanzielle\/existenzielle Not abzumildern, in die ein gro\u00dfer Teil der Freischaffenden gerade unverschuldet schlittert.<\/p>\n<hr \/>\n<p>16.03.2020<\/p>\n<p><strong>Das kann sehr hilfreich sein und\/oder werden f\u00fcr freie Kulturschaffende <\/strong>(und andere Freiberufler): Ein lange Liste mit Links zu websiten von Verb\u00e4nden, Gewerkschaften, Institutionen, die derzeit alle an der Frage dran sind, wie in Corona-Zeiten den schnell in finanzielle Not- und Schieflage geratenden K\u00fcnstlern und Kulturarbeitern geholfen werden kann\/muss. (Danke, liebe Heike Rost, f\u00fcr das Zusammenklauben).<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2020\/03\/15\/infos-und-hilfe-fuer-freiberufler-u-selbststaendige\/\">&gt; Links f\u00fcr Freiberufler und Selbstst\u00e4ndige<\/a><\/p>\n<p class=\"rtecenter\">***<\/p>\n<p>Ich kann ja zumindest im Ansatz noch begreifen, wenn jemand derzeit ein paar Grundnahrungsmittel, essenzielle Getr\u00e4nke, n\u00f6tigenfalls Tabak, Medikamente oder auch zwei Fl\u00e4schlein Desinfektionsmittel bunkert. Was mir allerdings partout nicht in den Kopf geht, das ist <strong>die Sache mit dem Klopapier<\/strong> und anderen Papierprodukten (K\u00fcchenrolle, Tempos), die zu selbigem Gesch\u00e4ft verwendet werden k\u00f6nnen. Warum, um Himmelswillen, hamstern\/horten so viele Leute dieses Zeug bergeweis&#8216;? Haben die alle daheim kein flie\u00dfend Wasser, keine Waschbecken, keine Duschen?<\/p>\n<hr \/>\n<p>15.03.2020<\/p>\n<p>Man st\u00f6\u00dft im Netz am heutigen Sonntag auf zahllose Fotos und Nachrichten, die von <strong>gro\u00dfen Menschenansammlungen in der Fr\u00fchlingssonne z<\/strong>eugen. ZB diese Meldung hier aus der Pfalz: &#8222;Die Absage des Neustadter Mandelbl\u00fctenfestes wegen des Coronavirus hat mehrere Tausende Besucher nicht davon abgehalten, dennoch den Ortsteil Gimmeldingen zu besuchen.&#8220; Es ist gut zu verstehen, dass die Leute nach der langen Schlechtwetterphase jetzt in die Sonne wollen. Ich war heute selbst fast 4 Stunden drau\u00dfen spazieren. Es war wunderbar. Allerdings, und das w\u00e4re nun auch <strong>mein Vorschlag\/Tipp in Richtung Allgemeinheit<\/strong>: Sucht euch Gegenden in Wald und Flur aus, wo die Wahrscheinlichkeit klein ist, auf gr\u00f6\u00dfere Menschenmengen zu sto\u00dfen &#8211; weg von den st\u00e4dtischen Pl\u00e4tzen, Promenaden und Parks, weg von den Ausflugshotspots oder Hauptwanderwegen. Fahrt halt mal etwas weiter hinaus, entdeckt der W\u00e4lder Stille, erkundet Nebenwege und Seitent\u00e4ler.<\/p>\n<hr \/>\n<p>13.03.2020<\/p>\n<p>Nun denn. <strong>Stellen wir unser Denken und Handeln also auf Notstand um. <\/strong>Lamentieren hilft ja nix, Sch\u00f6nreden und Verharmlosen auch nicht. Es ist ein gro\u00dfes Problem, dass die meisten Menschen hierorts zu ihren Lebzeiten noch keine derartige Situation kennengelernt haben. Gravierende Ver\u00e4nderungen oder gar das Ausfallen etlicher\/vieler gewohnter und quasi seit Geburt f\u00fcr selbstverst\u00e4ndlich gehaltener Abl\u00e4ufe und Strukturen haben nur die \u00c4ltesten unter uns und ein Teil der Zuwanderer schon erlebt, allen anderen sind sie v\u00f6llig fremd. Jeden treffen sie nun auf unterschiedliche Weise, und doch ist trotz allerhand individuell verschiedener Unbilden jeder gehalten, sich den allgemeinen Seuchenschutzma\u00dfnahmen unterzuordnen. Denn drei Dinge sind klar: Es wird noch wesentlich dicker kommen; die Seuche wird nicht einfach so alsbald von selbst verklingen; der Staat allein kann die Sache nicht bew\u00e4ltigen.<\/p>\n<p>Ich denke mir allerdings: Gerade weil die Gefahrenlage tats\u00e4chlich so ernst ist, sollte man nicht vollends in Tr\u00fcbsinn, Fatalismus oder Depressivit\u00e4t versinken. Das Leben geht weiter, wenn auch mit mancherlei Verlusten, inklusive Materiellem oder vertrauten Lebensqualit\u00e4ten, und vielfach in g\u00e4nzlich ungewohnten Bahnen. Die nun eingesetze Entwicklung des gesellschaftlichen Lebens zum Weniger, Langsamer, Zur\u00fcckgezogener, Privater birgt auch die M\u00f6glichkeit, ganz neue Aspekte von Lebensqualit\u00e4t zu entdecken oder alte, lange vergessene wiederzuentdecken. Deshalb mein Wunsch: Lasst uns also dem Virus entgegentreten mit entschlossener wie solidarischer Teilnahme an der Seuchenbek\u00e4mpfung und zugleich mit dem festen Willen, uns von der Corona-Plage die Lebensfreude nicht vollends verg\u00e4llen zu lassen.<\/p>\n<p class=\"rtecenter\">***<\/p>\n<p><strong>Weitere Corona-Info f\u00fcr Theaterfreunde im S\u00fcdwesten (Stand 13.3.2020, 10 Uhr): <\/strong>Nach den st\u00e4dtischen\/staatlichen B\u00fchnen Bonn, Koblenz, Saarbr\u00fccken, Frankfurt haben nun auch Schauspiel und Oper in K\u00f6ln sowie in D\u00fcsseldorf den Spielbetrieb bis auf weiteres komplett eingestellt. Gespielt wird derzeit noch am Theater Trier, am Schlosstheater Neuwied sowie an den Staatstheatern in Wiesbaden, Darmstadt und Mainz (eingeschr\u00e4nkt). Ich gehe allerdings davon aus, dass das nicht mehr lange so wird und auch diese H\u00e4user bald schlie\u00dfen. Ohnehin begreife ich dieses krampfhafte Festhalten am Spielbetrieb nicht recht. Denn enger aufeinander als oft stundenlang in m\u00e4\u00dfig bis schlecht bel\u00fcfteten Theatern hockt man eigentlich nur noch bei Knutschorgien. Was meine Dienste als Theaterkritiker angeht, so habe ich diese mit sofortiger Wirkung vorl\u00e4ufig ebenfalls eingestellt.<\/p>\n<hr \/>\n<p>12.03.2020<\/p>\n<p><strong>Aktuelle Corona-Info f\u00fcr Theaterfreunde in meinem s\u00fcdwestdeutschen Beritt:<\/strong><br \/>\nDas Theater Koblenz stellt seinen Spielbetrieb vom morgigen Freitag (13.3.) an und vorl\u00e4ufig bis 20. April vollst\u00e4ndig ein. Das Schauspiel Frankfurt hat soeben alle Auff\u00fchrungen in allen Spielst\u00e4tten vorl\u00e4ufig bis 10. April abgesagt. Zeitgleich teilt auch die Oper Frankfurt mit, dass sie ihren gesamten Spielbetrieb &#8222;bis auf weiteres&#8220; einstellt. Die Frankfurter Regelungen gelten ebenfalls bereits f\u00fcr die Vorstellungen an diesem Freitag.<\/p>\n<p class=\"rtecenter\">***<\/p>\n<p>Pardon, aber so kann&#8217;s ja nun auch nicht gehen. Ich habe aktuelle Erkl\u00e4rungen<strong> in Sachen Corona<\/strong> von mehreren &#8222;unteren&#8220; Beh\u00f6rden hierzulande gelesen. Und da sind manche dabei, die &#8211; wie zB gestern das Gesundheitsamt Mayen-Koblenz und der dortige Landrat &#8211; sich mit Empfehlungen und Appellen zur Eigenverantwortung an Veranstalter und B\u00fcrger begn\u00fcgen. Man &#8222;empfiehlt&#8220; alle Veranstaltungen abzusagen, insbesondere die gro\u00dfen in geschlossenen R\u00e4umen. Der Landrat &#8222;appelliert&#8220;: \u201eWenn eine Veranstaltung stattfindet, ist auch jeder Teilnehmer f\u00fcr sich in der Pflicht zu entscheiden, ob er sich dem m\u00f6glichen Risiko einer Infektion aussetzen m\u00f6chte oder ob man auf eine Teilnahme an bestimmten Veranstaltungen doch verzichten kann\u201c. Alles gut und richtig, aber wenn die potenzielle Gefahrenlage so ernst ist, wie zuletzt von der Bundeskanzlerin skizziert (und das ist so wohl), dann m\u00fcssen von den staatlichen Organen auch tats\u00e4chliche Entscheidungen getroffen werden: H\u00fc oder hott in der Seuchenpr\u00e4vention am Ort. Die Verantwortung daf\u00fcr einfach durchzureichen an jeden Einzelnen, ist nicht akzeptabel.<\/p>\n<hr \/>\n<p>11.03.2020<\/p>\n<p>Info\/Tipp: <strong>Liebe Kulturfreunde\/innen, es hagelt seit dem Vormittag Absagen von Kulturveranstaltungen jedweder Art und Gr\u00f6\u00dfenordnung (wg Corona).<\/strong> Die entsprechenden Mitteilungen der Veranstalter aus allen Teilen der Republik kommen im Minutentakt herein. Wenn ihr also noch irgendeinen Veranstaltungsbesuch auf dem Plan haben solltet und wahrnehmen wolltet: Erkundigt euch zuvor, ob die Sache \u00fcberhaupt stattfindet. Und macht das sehr zeitnah zum vorgesehenen Termin, denn die Lage \u00e4ndert sich quasi st\u00fcndlich. Ich habe schon einige Veranstaltungen gesehen, deren Stattfinden gestern noch beteuert wurde, die aber heute gecancelt worden sind.<\/p>\n<p>Aktueller Nachtrag (18 Uhr) f\u00fcr meinen Kulturberitt: Das Musik-Institut Koblenz sagt seine n\u00e4chsten drei Anrechtskonzerte ab. Das Theater Bonn stellt den Vorstellungsbetrieb vorerst bis 15.3. komplett ein; mit Verl\u00e4ngerung der Ma\u00dfnahme sei zu rechnen. Abgesagt sind auch alle Konzerte des Bonner Beethoven-Festes zwischen 13.3. und 22.3. . Die Stadt Mainz schlie\u00dft das Gutenberg-Museum; in der ganzen Stadt sind Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern untersagt, solche ab 500 melde- und genehmigungspflicht (das betrifft, wenn ich&#8217;s richtig verstanden habe, auch das Staatstheater = Beschr\u00e4nkung der Zuschauerzahl auf max. 500).<\/p>\n<p class=\"rtecenter\">***<\/p>\n<p>&#8222;Angst ist ein schlechter Ratgeber&#8220; hei\u00dft es im Volksmund. Und das ist richtig. Es ist aber auch richtig, dass die Evolution uns die F\u00e4higkeit zur Angst als Vorsichts- und Pr\u00e4ventionsmechanismus f\u00fcr potenzielle Gefahrenlagen mitgegeben hat. Stellt die jetzige <strong>Corona-Epidemie<\/strong> eine solch potenzielle Gefahrenlage dar? Im Grundsatz: Ja &#8211; weil JEDE Epidemie\/Seuche mit im Alltagsleben vorhandenen profanen Ansteckungswegen sowie der M\u00f6glichkeit schwerer bis t\u00f6dlicher Krankheitsverl\u00e4ufe eine potenzielle Gefahrenlage ist. Dies gilt insbesondere f\u00fcr Krankheiten, die noch nie da waren, \u00fcber die man wenig wei\u00df, gegen die in der Bev\u00f6lkerung noch keine nennenswerten oder gar keine Immunit\u00e4tsanteile existieren und gegen die es (bislang) auch keine Medikamente gibt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2020\/03\/10\/corona-von-irrationaler-wie-auch-berechtigter-angst\/\">&gt; Mein kleines Essay zum Thema<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>08.03.2020<\/p>\n<p><strong>Mein Beitrag zum Weltfrauentag<\/strong><\/p>\n<p>Als J\u00e4ger war der Mann der Hauptern\u00e4hrer. Als &#8222;Nestbauerin&#8220; versorgte die Frau Heim, Herd, Kinder \u2013 so lautete die tradierte Vorstellung, wie Menschen seit der Steinzeit gelebt haben. J\u00fcngere und j\u00fcngste Forschungen aus Arch\u00e4ologie und Anthropologie beweisen indes: Diese Rollenbilder hat es so in der Steinzeit weder beim Homo sapiens noch vermutlich bei seiner Geschwisterspezies der Neandertaler gegeben.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2020\/03\/07\/die-frau-ein-starkes-geschlecht-seit-jeher\/\">&gt; Zum ganzen Text &#8222;Die Frau &#8211; ein starkes Geschlecht seit jeher&#8220;<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>06.03.2020<\/p>\n<p>Es ist noch nicht so lange her, da bekannte ich mit Stolz, mich als <strong>Europ\u00e4er und Weltb\u00fcrger <\/strong>zu f\u00fchlen. Heute m\u00f6chte ich vor lauter <strong>Scham <\/strong>\u00fcber das Verhalten europ\u00e4ischer und anderer Machthaber sowie eines betr\u00e4chtlichen Teils der Zeitgenossen im Erdboden versinken. Je \u00e4lter ich werde, umso gr\u00f6\u00dfer Fassungslosigkeit und Nicht-Begreifen-K\u00f6nnen: Der Homo sapiens tr\u00e4gt alle wunderbaren Potenziale in sich, friedlich, freundlich, gedeihlich mit Seinesgleichen und dem Planeten zusammenzuleben. Was aber geschieht? Die dunklen und dummen, ignoranten und barbarischen Anlagen dieser Spezies behalten doch wieder die Oberhand und bestimmen \u00fcber den Gang der irdischen Dinge.<\/p>\n<hr \/>\n<p>05.03.2020<\/p>\n<p>Gestern sah ich an einem Busbahnhof,<strong> wie sich etliche Jugendliche jetzt epidemologisch korrekt begr\u00fc\u00dften<\/strong>\/ verabschiedeten: Sie warfen einander Handk\u00fcsse dutzendweise zu; sie vollf\u00fchrten Luft- und Selbstumarmungen mit Knutschmund in Richtung Gegen\u00fcber; sie gingen oder rannten aufeinander los, drehten sich kurz vor dem Zusammenprall um die eigene Achse und stupsten\/stie\u00dfen neckisch die Hintern aneinander. Die Freude daran war bei Akteuren und Zuseher gro\u00df. Zur Nachahmung gewiss empfehlenswert &#8211; ob mit oder ohne Corona.<\/p>\n<hr \/>\n<p>04.03.2020<\/p>\n<p>Es gibt die ewigen <strong>Gebote der Menschlichkeit<\/strong>, und es gibt das je aktuelle <strong>politische Kalk\u00fcl<\/strong>. Wenn beide in Widerspruch zueinander geraten, kann die Schuld daran niemals den Geboten zur Menschlichkeit angelastet werden. Und so fragt sich: Wovon lassen wir unser Tun heute leiten?<\/p>\n<p class=\"rtecenter\">***<\/p>\n<p><em><strong>Leseempfehlung<\/strong><\/em>. Seit einer Weile schon kursieren Thesen\/Texte von Leugnern des menschengemachten Klimawandels, die sich a) auf die Zyklenuntersuchungen von Milankovitch berufen und b) behaupten, die NASA selbst w\u00fcrde die globale Erw\u00e4rmung auf die Orbitalzyklen zur\u00fcckf\u00fchren. Die Lekt\u00fcre des u.g. Artikels (liegt leider nur auf Englisch vor) aus dem Hause NASA belegt: Letzteres ist Fake, Ersteres Unkenntnis oder gewollte Missdeutung der Arbeit von Milankovitch. <a href=\"https:\/\/climate.nasa.gov\/blog\/2949\/why-milankovitch-orbital-cycles-cant-explain-earths-current-warming\/?fbclid=IwAR3b2kzRQN96xQ-29SM1MaX3qpWtDyiLxGo-u80FLCnlDOiKKMbqjIxP1bg\">&gt; Zum Artikel &#8222;Why Milankovitch (Orbital) Cycles Can&#8217;t Explain Earth&#8217;s Current Warming&#8220;<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>02.03.2020<\/p>\n<p>Nach dem langen Schreibtag gestern knubbeln sich heute die Ver\u00f6ffentlichungen. St\u00fcck um St\u00fcck werde ich euch mit Hinweisen\/Verlinkungen auf meine Kritiken von <strong>&#8222;King Lear&#8220; in Bonn<\/strong> und &#8222;Drei Schwestern&#8220; in Mainz behelligen. Hinzu kommt dann noch als dritter Artikel die Fortsetzung meines im Sp\u00e4tsommer 2019 begonnenen Beitrags \u00fcber die Koblenzer Orchestergeschichte, f\u00fcr den heute die Sperrfrist f\u00e4llt. Beginnen wir mit der Kritik \u00fcber eine &#8222;Lear&#8220;-Inszenierung, die auf einer hochinteressanten Grundidee fu\u00dft, von der dieser fast dreieinhalbst\u00fcndige Abend allerdings nicht durchg\u00e4ngig getragen werden kann. <a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/deutschland-und-welt\/kultur_artikel,-die-zwei-koerper-des-koenig-lear-_arid,2096992.html\">&gt; Meine Besprechung<\/a> in der RZ, 3400 Anschl\u00e4ge, 49 Cent<\/p>\n<p class=\"rtecenter\">***<\/p>\n<p>Trag\u00f6die oder Kom\u00f6die? Die Rezeptionsgeschichte von <strong>&#8222;Drei Schwestern&#8220;<\/strong> neigte in Deutschland meist zu Ersterem. Autor <strong>Anton Tschechow <\/strong>selbst war indes \u00fcberzeugt, eine Kom\u00f6die geschrieben zu habe. Eins indes ist gewiss: Mit Maren E. Bj\u00f8rseths Sicht auf den Klassiker von 1901 gelingt am <strong>Staatstheater Mainz<\/strong> ein kleiner \u00dcberflieger. <a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/deutschland-und-welt\/kultur_artikel,-ein-faszinierender-drahtseilakt-_arid,2096991.html\">&gt; Meine Premierenkritik<\/a> in der RZ, 4250 Anschl\u00e4ge, 49 Cent<\/p>\n<p class=\"rtecenter\">***<\/p>\n<p>In der vorigen Ausgabe des Magazins &#8222;con moto&#8220; hatte ich \u00fcber Marksteine der fr\u00fcheren und fr\u00fchesten Koblenzer Orchestergeschichte geschrieben \u2013 beginnend anno 1654, bis zur Gr\u00fcndung der Rheinischen Philharmonie 1945, endend bei der Umwandlung in ein rheinland-pf\u00e4lzisches Staatsorchester 1973 (<a href=\"\/D7\/node\/427\">&gt; Teil 1 s. hier<\/a>) . Seither wurde der Autor mehrfach gebeten, zumal von j\u00fcngeren und nicht schon seit Jahrzehnten in Koblenz lebenden Musikfreunden, diese Erz\u00e4hlung doch bis in die Gegenwart fortzusetzen. Dieser Bitte sei hiermit gerne entsprochen. <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2020\/03\/01\/zum-angesehenen-staatsorchester-des-21-jahrhunderts\/\">&gt; Teil 2, Koblenzer Orchestergeschichte &#8211; Von 1973 bis heute<\/a> \/ Freier Lesetext<\/p>\n<hr \/>\n<p>29.02.2020<\/p>\n<p>Am morgigen 1. M\u00e4rz beginnt der meteorologische Fr\u00fchling. Der ist per Definition eigentlich an den biologischen Fr\u00fchling gekn\u00fcpft. Letzterer allerdings hat heuer, klimatisch gef\u00fchlt und ph\u00e4nomenologisch beobachtet, bereits im Januar angefangen. Nach objektiven Messdaten sieht die Bilanz f\u00fcr den Winter 2019\/20 so aus (Quelle: Dt. Wetterdienst): &#8222;In dieser Saison haben wir einen Totalausfall des Winters erlebt.&#8220; Sein Temperaturdurchschnitt lag in Deutschland bei 4,1 Grad. Zum Vergleich: Der langj\u00e4hrige Mittelwert betrug 0,9 Grad. Der Winter 2019\/20 war der zweitw\u00e4rmste seit Messbeginn anno 1881. Er reiht sich damit nahtlos ein in die seit rund drei Jahrzehnten anhaltende Durchschnittstendenz zu temperaturm\u00e4\u00dfig immer milderen Wintern.<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p>\u201cDie Wiederbelebung oder Verbreitung nationalsozialistischen Gedankenguts, die Verherrlichung des nationalsozialistischen Herrschaftssystems sowie rassistische und antisemitische Aktivit\u00e4ten nicht zuzulassen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt und Verantwortung jedes Einzelnen\u201d, lautet der neue Paragraph 37a der Landesverfassung von Sachsen-Anhalt. Diese Verfassungserweiterung ist zustande gekommen durch die Kooperation der CDU-gef\u00fchrten Regierungsfraktionen mit der Linken. Die AfD war dagegen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorl\u00e4ufiger Daueraushang mit der Bitte um Beachtung: &gt; Liste von Streaming-Angeboten und Hilfsaufrufen aus der freien Kulturszene 04.04.2020 Corona-Nachrichten vom sp\u00e4ten Freitagabend, die bei mir h\u00e4ngengeblieben sind: &#8211; Das Modell Singapur ist leider gescheitert. 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