{"id":1076,"date":"2020-02-28T23:00:00","date_gmt":"2020-02-28T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/blog\/guten-tag-allerseits-im-februar-2020\/"},"modified":"2022-05-12T08:45:22","modified_gmt":"2022-05-12T07:45:22","slug":"guten-tag-allerseits-im-februar-2020","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2020\/02\/28\/guten-tag-allerseits-im-februar-2020\/","title":{"rendered":"Guten Tag allerseits im Februar 2020"},"content":{"rendered":"<p>29.02.2020<\/p>\n<p>Am morgigen 1. M\u00e4rz beginnt der meteorologische Fr\u00fchling. Der ist per Definition eigentlich an den biologischen Fr\u00fchling gekn\u00fcpft. Letzterer allerdings hat heuer, klimatisch gef\u00fchlt und ph\u00e4nomenologisch beobachtet, bereits im Januar angefangen. Nach objektiven Messdaten sieht die <strong>Bilanz f\u00fcr den Winter 2019\/20<\/strong> so aus (Quelle: Dt. Wetterdienst): &#8222;In dieser Saison haben wir einen Totalausfall des Winters erlebt.&#8220; Sein Temperaturdurchschnitt lag in Deutschland bei 4,1 Grad. Zum Vergleich: Der langj\u00e4hrige Mittelwert betrug 0,9 Grad. Der Winter 2019\/20 war der zweitw\u00e4rmste seit Messbeginn anno 1881. Er reiht sich damit nahtlos ein in die seit rund drei Jahrzehnten anhaltende Durchschnittstendenz zu temperaturm\u00e4\u00dfig immer milderen Wintern.<\/p>\n<p class=\"rtecenter\">***<\/p>\n<p>\u201cDie Wiederbelebung oder Verbreitung nationalsozialistischen Gedankenguts, die Verherrlichung des nationalsozialistischen Herrschaftssystems sowie rassistische und antisemitische Aktivit\u00e4ten nicht zuzulassen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt und Verantwortung jedes Einzelnen\u201d, lautet der <strong>neue Paragraph 37a der Landesverfassung von Sachsen-Anhalt<\/strong>. Diese Verfassungserweiterung ist zustande gekommen durch die Kooperation der CDU-gef\u00fchrten Regierungsfraktionen mit der Linken. Die AfD war dagegen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>27.02.2020<\/p>\n<p>Just auf seine letzten Tage meint der bis dato ausgefallene <strong>Winter 19\/20<\/strong>, sich gro\u00dfm\u00e4ulig ins altvordere Traditionskost\u00fcm werfen zu m\u00fcssen zwecks Show-Winter. Frau Holle schmei\u00dft hier im Unterwesterwald tonnenweise Schneeflocken vom Himmel, die sich ringsumher als nasse Pampe niederlassen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>25.02.2020<\/p>\n<p>Es gibt bei jeder Wahl kleine Ecken mit Ergebnissen, die sind so speziell, dass einem schier die Kaffeetasse aus der Hand f\u00e4llt. Bei der <strong>Hamburg-Wahl<\/strong> etwa verzeichnete ein Wahllokal in St. Pauli folgendes Resultat: Gr\u00fcne 34,2 %, Linke 28,3 %, SPD 20,0%, Die Partei 8,1 %, CDU 1,9%, FDP 1,8%, AfD 0,0%. Weniger speziell, daf\u00fcr umso interessanter: In HH kam die AfD bei den weiblichen W\u00e4hlern auf nur 3%;, ebenfalls nur 3% erzielte sie bei den jungen W\u00e4hler von 18 bis 29 Jahren.<\/p>\n<hr \/>\n<p>24.02.2020<\/p>\n<p>Tja, es hat leider <strong>nicht ganz hingehauen mit dem AfD-Rauswurf aus der Hamburger B\u00fcrgerschaft<\/strong>. Auch ist der R\u00fcckgang des prozentualen Stimmanteils der rechtsradikalen Partei von -0,8% geringer als erhofft und in der ersten Hochrechnung angezeigt. Das ist bedauerlich, weil es &#8211; zumal nach Erfurt und Hanau &#8211; vor allem signalisiert: In der AfD-Klientel ist der Anteil des Korns sehr klein, das durch Zureden, Aufkl\u00e4rung, Erkenntnis von der Spreu zu trennen w\u00e4re. Offenkundig h\u00e4ngt das Gros dieser Leute ziemlich gefestigten antidemokratischen, rassistischen, asozialen, inhumanen, faschistoiden bis faschistischen Grundhaltungen an.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2020\/02\/23\/wir-brauchen-eine-antifaschistische-einheitsfront\/\">&gt; Mein Kommentar am Tag danach<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>23.02.2020<\/p>\n<p>Rund 2500 Jahre alt, griechisch-antik, d\u00fcstere Geschichte \u00fcber Morde an Gatten, Kindern, Mutter, \u00fcber nicht enden wollende Blutrache und das miese Spiel der G\u00f6tter mit den Schwachheiten des Menschengeschlechts. Die Rede ist von der Trilogie <strong>\u201eOrestie\u201c<\/strong>, einem Nachspiel zum Trojanischen Krieg aus der Feder des <strong>Aischylos<\/strong>. Eine uralte Trag\u00f6die, die gleichwohl Theaterschaffende bis zum heutigen Tag umtreibt. F\u00fcrs gro\u00dfe <strong>Frankfurter Schauspielhaus<\/strong> hat nun Jan-Christoph Gockel, Hausregisseur am Staatstheater Mainz, das St\u00fcck als Multimedia-Inszenierung zubereitet \u2013 teils tief ber\u00fchrend, teils hochinteressant, teils arg irritierend.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/deutschland-und-welt\/kultur_artikel,-die-orestie-in-praller-inszenierung-_arid,2094210.html\">&gt; Meine Premierenkritik<\/a> (4200 Anschl\u00e4ge, RZ-Text, 49 Cent)<\/p>\n<hr \/>\n<p>22.02.2020<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-875\" style=\"float: right; height: 167px; margin: 5px; width: 150px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/quergedanken-logo.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"167\" \/><\/p>\n<p>Meine aktuelle <strong>Monatskolumne &#8222;Quergedanken&#8220; Nr. 180<\/strong> beginnt folgenderma\u00dfen: <em>Freund Walter hat soeben den Winter 2019\/2020 f\u00fcr beendet erkl\u00e4rt. Genau sagte er: \u201eIst ausgefallen, hat nicht stattgefunden. Wie schon der letztj\u00e4hrige. Jedenfalls, aber keineswegs nur, in unseren s\u00fcdwestdeutsch-rheinischen Breiten.\u201c Dieser Text entsteht Mitte Februar, weshalb ich einwende: Mal langsam, mein Lieber, da kann noch was kommen. Worauf er die Augenbrauen hochzieht und blafft: \u201eK\u00f6nnte viel nicht mehr sein, denn Anfang April wird bereits wieder Hochsommer ausbrechen. Falls nicht, trete ich zur\u00fcck.\u201c<\/em> (&#8230;)<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2020\/02\/21\/winter-ade\/\">&gt; Ganzer Artikel unter der \u00dcberschrift <strong>&#8222;Winter ade?&#8220;<\/strong> hier<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>21.02.2020<\/p>\n<p><a class=\"colorbox colorbox-insert-image\" href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/87153099_2507906299527450_8910735109611585536_n.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-1073\" style=\"height: 370px; width: 370px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/87153099_2507906299527450_8910735109611585536_n.jpg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"370\" srcset=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/87153099_2507906299527450_8910735109611585536_n.jpg 370w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/87153099_2507906299527450_8910735109611585536_n-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 370px) 100vw, 370px\" \/> <\/a><\/p>\n<p>Komme eben zur\u00fcck von der<strong> Koblenzer Mahnwache<\/strong> #RassistischeBluttatHanau. Sehr sch\u00f6ne Mischung der 500 bis 700 Teilnehmer (meine Sch\u00e4tzung): B\u00fcrger aller Altersklassen hiesiger, t\u00fcrkischer. kurdischer und anderer Herkunft, Koblenzer Sinti &amp; Roma, Delegationen mehrerer \u00f6rtlicher Karnevals-Korporationen mitsamt Prinz\/Prinzessin, viel Jugendliche, Juden, Muslime, Christen, Atheisten &#8230; Alle gemeinsam gegen Hass und Faschismus.<\/p>\n<p class=\"rtecenter\">***<\/p>\n<p><strong>Weiteres zur rassistischen Bluttat von Hanau: <\/strong><\/p>\n<p>1. Ausgezeichneter Kommentar von Rainald Becker (SWR) in der tagesschau. Glasklar und v\u00f6llig richtig <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/multimedia\/video\/video-663959.html?fbclid=IwAR1meZz8dy9g1CZCFPgfnTInJG6rGVy_jz7TkNvoWYOqHQj6DTWXU0PuZrI\">&gt; Filmmitschnitt hier\u00a0<\/a><\/p>\n<p>2. Treffliche Analyse in der S\u00fcddeutschen Zeitung: &#8222;T\u00e4ter wie der Angreifer von Hanau f\u00fchlen sich von einer rechtsradikalen Stimmung getragen, die in Deutschland immer weiter um sich greift.&#8220; <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/hanau-rechtsextremismus-kommentar-1.4806350?fbclid=IwAR2Y5ep4LKS0Z1TRk0fPlEUBNqYyMHTk5gVtqvGK-S8IlmTLqvyKvoaZhvA\">&gt; freier Lesetext hier<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>20.02.2020<\/p>\n<p>Schwierig, sehr schwierig:<strong> Wie nun umgehen mit Fastnacht\/Karneval angesichts der entsetzlichen rassistischen Bluttat von Hanau?<\/strong> Keine Veranstaltung wird die Ereignisse ignorieren k\u00f6nnen und die wenigsten werden es wollen. Den jetzt verschiedentlich aufgekommenen Gedanken, Fastnacht ganz abzublasen, halte ich pers\u00f6nlich f\u00fcr falsch. Denn ich glaube, man sollte den braunen Verbrechern diesen Triumph nicht bieten und sich von ihnen auch die Lebensfreude nicht rauben lassen. Gleichwohl hat Hanau dem Frohsinn einen Knick verpasst und ist manchem nicht mehr nach Fastnachtsspa\u00df. Weshalb die Entscheidung, feiern oder nicht, eine sehr pers\u00f6nliche ist. Aber ob man nun feiert oder nicht, m.E. kann beides zur Geste des Widerstandes gegen die braune Durchseuchung unserer Gesellschaft werden. Gesicht zeigen &#8211; hier, da und dort!<\/p>\n<p class=\"rtecenter\">***<\/p>\n<p><strong>Schreckliche rassistische Bluttat in Hanau. <\/strong>Gro\u00dfes Entsetzen, gro\u00dfe Trauer, gro\u00dfe Wut. Der Scho\u00df rechtsradikaler Hetze ist fruchtbar.<\/p>\n<hr \/>\n<p>18.02.2020<\/p>\n<p><strong>Entgegenkommen<\/strong> (von Hermann Hesse)<\/p>\n<p>Die ewig Unentwegten und Naiven<br \/>\nErtragen freilich unsre Zweifel nicht.<br \/>\nFlach sei die Welt, erkl\u00e4ren sie uns schlicht,<br \/>\nund Faselei die Sage von den Tiefen.<\/p>\n<p>Denn sollt es wirklich andre Dimensionen<br \/>\nAls die zwei guten, altvertrauten geben,<br \/>\nWie k\u00f6nnte da ein Mensch noch sicher wohnen,<br \/>\nWie k\u00f6nnte da ein Mensch noch sorglos leben?<\/p>\n<p>Um also einen Frieden zu erreichen,<br \/>\nSo lasst uns eine Dimension denn streichen!<\/p>\n<p>Denn sind die Unentwegten ehrlich,<br \/>\nUnd ist das Tiefensehen so gef\u00e4hrlich,<br \/>\nDann ist die dritte Dimension entbehrlich.<\/p>\n<hr \/>\n<p>17.02.2020<\/p>\n<p>\u201eFett\u201c besetzte Rheinische Philharmonie beim britischen Abend im Rahmen der <strong>Anrechtskonzerte des Koblenzer Musik-Instituts<\/strong>. Den Stab f\u00fchrte Chefdirigent Garry Walker. F\u00fcr den Schotten war das Programm mit Edward <strong>Elgar<\/strong>s Violinkonzert op. 61 (mit Solistin Jennifer Pike) und Ralph <strong>Vaughan Williams<\/strong>\u2018 2. Sinfonie quasi heimatliche Herzenssache.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/deutschland-und-welt\/kultur_artikel,-musikinstitut-koblenz-ein-konzertabend-very-british-_arid,2091571.html\">&gt; Meine Konzertbesprechung<\/a> (3800 Anschl\u00e4ge, RZ-Text, 49 Cent)<\/p>\n<hr \/>\n<p>16.02.2020<\/p>\n<p><a class=\"colorbox colorbox-insert-image\" title=\"&quot;Traum verursacht durch den Flug einer Biene um einen Granatapfel vor dem Erwachen&quot;. Salvador Dal\u00ed, 1944. (c) Fundacio Gala-Salvador Dal\u00ed, Figueres\/VG Bild-Kunst, Bonn 2020\" href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Dali_Tiger.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-1074\" style=\"height: 480px; width: 385px;\" title=\"&quot;Traum verursacht durch den Flug einer Biene um einen Granatapfel vor dem Erwachen&quot;. Salvador Dal\u00ed, 1944. (c) Fundacio Gala-Salvador Dal\u00ed, Figueres\/VG Bild-Kunst, Bonn 2020\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Dali_Tiger.jpg\" alt=\"\" width=\"822\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Dali_Tiger.jpg 822w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Dali_Tiger-385x480.jpg 385w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Dali_Tiger-768x957.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 822px) 100vw, 822px\" \/> <\/a><\/p>\n<p>Zuletzt zogen Rembrandt in K\u00f6ln und Van Gogh in Frankfurt Besuchermassen an. Seit diesem Wochenende (15.\/16.02.2020) richtet sich die Aufmerksamkeit nun auf eine j\u00fcngere Kunststr\u00f6mung. Die Frankfurter Schirn stellt mit 34 K\u00fcnstlerinnen die lange untersch\u00e4tzte weibliche Seite des in den 1920ern aufgekommenen <strong>Surrealismus<\/strong> vor. Zeitgleich er\u00f6ffnete im <strong>Arp Museum<\/strong> Remagen-Rolandseck ein fulminantes Ausstellungspaket, das die surrealistischen Altmeister <strong>Salvador Dal\u00ed und Hans Arp<\/strong> gegen\u00fcberstellt. Ihnen zur Seite tritt dort mit<strong> Jonas Burgert <\/strong>auch ein aktueller Vertreter der bildk\u00fcnstlerischen Fantastik.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/deutschland-und-welt\/kultur_artikel,-dal%C3%AD-trifft-arp-streifzug-durch-surreale-welten-_arid,2091538.html\">&gt; Meine Besprechung der Ausstellung(en) im Arp Museum<\/a> (6300 Anschl\u00e4ge, RZ-Text, 49 Cent)<\/p>\n<hr \/>\n<p>15.02.2020<\/p>\n<p><a class=\"colorbox colorbox-insert-image\" title=\"Dal\u00eds Beethoven-Portr\u00e4t, ausgeliehen ans Arp Museum\" href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Bei-Dali.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-1075\" style=\"height: 360px; width: 480px;\" title=\"Dal\u00eds Beethoven-Portr\u00e4t, ausgeliehen ans Arp Museum\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Bei-Dali.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Bei-Dali.jpg 1024w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Bei-Dali-480x360.jpg 480w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Bei-Dali-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/> <\/a><\/p>\n<p>Aug&#8216; in Aug&#8216; mit <strong>Beethoven &#8211; wie Salvador Dal\u00ed ihn &#8222;malte&#8220;<\/strong> ( = Oktopus aufs Papier gesetzt, der spritze seine Tinte aus, und der Surrealmeister formte daraus mit H\u00e4nden, Pinsel und Schuhen des Musikgiganten Antlitz). Den Schnappschuss machte Kollegin Barbara Harnischfeger gestern bei der Pressevorbesichtung des an diesem Wochenende im <strong>Arp Museum<\/strong> Remagen-Rolandseck er\u00f6ffnenden sehr starken Ausstellungspakets \u00fcber die alten Surrealisten Dal\u00ed und Hans Arp sowie deren jungen Kollegen Jonas Burgert (*1969).<\/p>\n<hr \/>\n<p>13.02.2020<\/p>\n<p>Hallo <strong>Mainz<\/strong> und n\u00e4here Umgebung sowie Theaterfreunde weiter weg! Im <strong>Staatstheater<\/strong> der RLP-Landeshauptstadt gibt jetzt es eine Inszenierung, die man gesehen haben muss: <strong>Goethes<\/strong> Briefroman &#8222;Die Leiden des jungen <strong>Werther<\/strong>&#8220; in einer 115-min\u00fctigen, ebenso gescheiten wie ber\u00fchrenden, wunderbar gespielten, modernen Bearbeitung f\u00fcr die B\u00fchne. &#8222;Werther&#8220; anschauen, unbedingt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2020\/02\/11\/von-der-liebeshoffnung-in-die-liebeshoelle\/\">&gt; Meine Besprechung<\/a> (4500 Anschl\u00e4ge, RZ-Text, 49 Cent)<\/p>\n<hr \/>\n<p>12.02.2020<\/p>\n<p><strong>Aktuelles aus der heimischen Natur.<\/strong> Eindringlicher und gescheiter Rat der Forst\u00e4mter: Auch nach Abzug von Sabine einige Tage NICHT in den Wald gehen! Da h\u00e4ngt noch jede Menge an- und abgebrochenes Holz quasi in der Luft rum, das beim kleinsten Windsto\u00df fallen kann. Im Unterwesterwald hat der Sturm offensichtlich erst w\u00e4hrend seiner zweiten Phase (Mo &gt; Di) in etliche Gegenden so richtig reingebrezelt.<\/p>\n<p>Ansonsten amtliche <strong>Wetterbilanz<\/strong> <strong>f\u00fcr Januar 2020 im Westerwaldkreis:<\/strong> Dieser &#8222;Hochwinter&#8220;-Monat war 3 Grad w\u00e4rmer als der langj\u00e4hrige Durchschnitt; die Niederschlagsmenge blieb 17% unter normal, Schnee war fast keiner dabei: beinahe die H\u00e4lfte des Regens kam an nur zwei Tagen herunter und floss auch entsprechend schnell wieder ab.<\/p>\n<hr \/>\n<p>11.02.2020<\/p>\n<p><strong>Sind die Volksparteien ein Auslaufmodell?<\/strong> Diese Frage passt trefflich zur Situation im deutschen Februar 2020. Ich hatte sie allerdings schon anno 2008 als \u00dcberschrift formuliert f\u00fcr meinen Zeitungskommentar zum Ergebnis der damaligen Landtagswahl in Bayern. Die seinerzeitige Einsch\u00e4tzung passt noch immer. Geirrt habe ich nur in einem Punkt: Ich hatte vor zw\u00f6lf Jahren das Entstehen einer &#8222;b\u00fcrgerlich-konservativen&#8220; Partei rechts von der Union prognostiziert. Dass es eine tendeziell faschistische Partei werden k\u00f6nnte, lag au\u00dferhalb meines Vorstellungsverm\u00f6gens. <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2008\/09\/29\/sind-die-volkparteien-ein-auslaufmodell\/\">&gt; F\u00fcr Interessierte hier der Artikel von 2008<\/a> (freier Lesetext)<\/p>\n<hr \/>\n<p>10.02.2020<\/p>\n<p>Man m\u00f6chte schenkelklopfend \u201eHelolaulaaf!\u201c ausrufen, so n\u00e4rrisch geht es zu bei <strong>\u201ePension Sch\u00f6ller\u201c<\/strong>. Das im 19. Jahrhundert von zwei Mainzer Autoren und Karnevalisten geschriebene St\u00fcck ist zwar keine direkt karnevaleske Kom\u00f6die, aber doch eine rechte Narretei. Das durch drei Verfilmungen ber\u00fchmt sowie via Milowitsch- und Ohnsorg-Theater zum B\u00fchnen-Evergreen gewordene Lustspiel hat jetzt das <strong>Theater Koblenz<\/strong> mit neun \u201eVerr\u00fcckten\u201c und einem Klavierspieler zur lauthals belachten und bejubelten Premiere gebracht.<a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/deutschland-und-welt\/kultur_artikel,-pension-schoeller-am-theater-koblenz-ein-grosser-spass-_arid,2088571.html\"> &gt; Meine Kritik<\/a> (4500 Anschl\u00e4ge, RZ-Text, 49 Cent)<\/p>\n<p class=\"rtecenter\">***<\/p>\n<p><strong>AKK will als CDU-Chefin zur\u00fccktreten.<\/strong> Das kommt so furchtbar \u00fcberraschend nun auch nicht. Ich hatte schon vor den th\u00fcringer Ereignissen damit gerechnet, dass sie 2020 nicht in der Spitzenposition \u00fcbersteht. Von allen politischen Abneigungen mal abgesehen: Der Saarl\u00e4nderin fehlt einfach das Format f\u00fcr eine national f\u00fchrende und international gewichtige Rolle.<\/p>\n<p class=\"rtecenter\">***<\/p>\n<p><strong>&#8222;Sabinchen war ein Frauenzimmer gar hold und tugendhaft&#8230;&#8220; <\/strong>hei\u00dft es in der alten Ballade. Wie das aber so ist mit den Tugenden, es stecken da auch einige Abgr\u00fcnde drin. Weshalb die Nacht hierorts keine der ganz wilden war, gleichwohl recht lebhaft. Und just eben, nach dem Fr\u00fchst\u00fcck, geht es nochmal munter zur Sache. \/\/ Unsere Dorffeuerwehr musste in der Dunkelheit immerhin viermal ausr\u00fccken: Dreimal Stra\u00dfe freis\u00e4gen, zudem ein davonwirbelndes Verandadach aus Plexiglas einfangen. Was Sabinchen im Wald angestellt hat, ist noch unbekannt. War also das ganze fantasiereiche Vorspiel blo\u00df Fantasma und f\u00fcr die Katz? Hmmm &#8211; es fehlte nur ein relativ kleiner Kick, und das holde Frauenzimmer w\u00e4re als multipel ekstatische Furie \u00fcber uns hergefallen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>09.02.2020<\/p>\n<p>So, es ist entschieden. Ich werde nicht den Wagemutigen spielen, sondern altersgem\u00e4\u00dfe Vorsicht walten lassen. Will sagen: Ich bleibe am <strong>heutigen Sonntagabend<\/strong> mit meinem Arsch sch\u00f6n daheim und fahre nicht \u00fcber Westerwald und Taunus zur &#8222;Werther&#8220;-Premiere am Staatstheater Mainz. Kritikerpflicht und Theaterliebe hin oder her: Der n\u00e4chtlichen H\u00f6llenritte waren in drei Dienstjahrzehnten reichlich, mein Bedarf ist gedeckt, solch Abenteuer muss ich nicht mehr haben. Mag sein, dass der <strong>Sturm\/Orkan<\/strong> halb so wild wird wie angek\u00fcndigt. Falls aber doch, erwischt es mich wenigstens im eigenen Bette. Passt auf euch auf die n\u00e4chsten Stunden.<\/p>\n<hr \/>\n<p>07.02.2020<\/p>\n<p><strong>Die aktuelle Forsa-Umfrage in Th\u00fcringen<\/strong> ist zwar nur ein momentanes Stimmungsbild, signalisiert aber doch, dass sich einige Politstrategen wohl verkalkuliert haben. Rot-Rot-Gr\u00fcn w\u00fcrden demnach bei Neuwahlen in summa um 9% auf 53 % zulegen; davon gingen 6 % allein aufs Konto der Linkspartei, die dann auf 37% k\u00e4me. Die FDP fl\u00f6ge raus (4%), die CDU w\u00fcrde einen 10%-Absturz auf nur noch 12% einfahren. Und m.E. besonders interessant: Der AfD br\u00e4chte der ganze von ihr veranstaltete Furor gerade mal marginale 0,6% Stimmzuwachs ein.<\/p>\n<p class=\"rtecenter\">***<\/p>\n<p><strong>Nat\u00fcrlich wird der Faschistenverein solche und \u00e4hnliche Spielchen wie jetzt in Th\u00fcringen immer wieder versuchen<\/strong>, das geh\u00f6rt zu seinem Wesen. Ziel\/Zweck: Unordnung, Furor, L\u00e4cherlichmachen der anderen Parteien und des Parlamentarismus insgesamt, Zersetzung der demokratischen Mehrheitshaltung &#8230; Die Frage ist, sind die anderen dumm genug, wiederholt darauf hereinzufallen, und\/oder sind sie unentschlossen genug, eine gemeinsame Brandmauer gegen die braune 1\/6tel-Partei (in Th\u00fcringen 1\/4) zu errichten\/zu halten.<\/p>\n<hr \/>\n<p>06.02.2020<\/p>\n<p><strong>Es sollte Neuwahlen geben in Th\u00fcringen.<\/strong> Das w\u00e4re gut. Man wird dann sehen, wieviele der dortigen W\u00e4hler stramm braun sind oder nicht. Denn es kann sich keiner mehr auf &#8222;Protestwahl&#8220; oder Unkenntnis herausreden; jeder wei\u00df jetzt, was er da w\u00e4hlt. Und sollte sich herausstellen, dass ein Viertel der Th\u00fcringer bereit w\u00e4ren, die Faschisten in den Sattel zu hieven, wird es die verdammte Pflicht aller Demokraten von Schwarz bis Rot sowie der gro\u00dfen zivilgesellschaftichen Mehrheit sein, diesen Leuten unmissverst\u00e4ndlich und glaubw\u00fcrdig vor Augen zu f\u00fchren: Wir werden euch die freie Republik niemals \u00fcberlassen. Nie wieder.<\/p>\n<hr \/>\n<p>05.02.2020<\/p>\n<p><strong>Ad. Aff\u00e4re Kemmerich\/Th\u00fcringen:<\/strong> Eine alte deutsche Politiktradition kommt zu neuen Ehren: Die Angst vor Rot (und nun auch Gr\u00fcn) ist bei manchen angeblich B\u00fcrgerlichen so gro\u00df, dass diese sich am Ende doch lieber mit Braun einlassen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>03.02.2020<\/p>\n<p>Nun denn, <strong>Februar also.<\/strong> Da freuen sich, wie ich wei\u00df, auch in diesem Kreis viele Leute vor allem auf <strong>Fastnacht\/Karneval<\/strong>. Soll sein, selbst ich werde per Television mal hineinschauen, um zu h\u00f6ren, was die B\u00fcttenredner \u00fcber Zeitgeschehen und -geist l\u00e4stern &#8211; und nat\u00fcrlich, um ein gef\u00e4llig&#8216; Aug&#8216; auf die tanzenden Gardemariens zu werfen.<\/p>\n<p>Ansonsten aber schaue ich zwar mit Vorausschwitzen, doch freudig, auf<strong> meinen kulturprallen Februarplan<\/strong>: Morgen Frankfurt, um im St\u00e4del geschwind noch Herrn van Gogh die Aufwartung zu machen. Am Samstag Theater Koblenz, um &#8222;Pension Sch\u00f6ller&#8220; kritisch zu belachen. Tags darauf im Staatstheater Mainz Besuch bei Goethes &#8222;Werther&#8220;. Nachher folgen: Vorbesichtigung der Ausstellung &#8222;Dal\u00ed trifft Arp&#8220; im Arp Museum; Staatstheater Wiesbaden &#8222;Romulus der Gro\u00dfe&#8220; von D\u00fcrrenmatt; Schauspiel Frankfurt &#8222;Orestie&#8220;; Theater Bonn mit Shakespeares &#8222;King Lear&#8220;; und zum Monatsschluss nochmal Mainz mit Tschechows &#8222;Drei Schwestern&#8220;. Dann wollen wir mal.<\/p>\n<hr \/>\n<p>02.02.2020<\/p>\n<p>Seit Wochen kreischen aus dem nahen<strong> Wald <\/strong>von Montag bis Freitag und Sonnenauf- bis Sonnenuntergang die <strong>Motors\u00e4gen<\/strong>. Oft kann man selbst noch zu fortgeschrittener Nachtstunde auch die schweren Harvester-Holzernter h\u00f6ren und\/oder ihre Flutscheinwerfer durchs Dunkel schneiden sehen. Allein in fu\u00dfl\u00e4ufiger 60-Minuten-Umgebung hier im Unterwesterwald vor meiner Haust\u00fcr habe ich beim gestrigen Waldgang ein halbes Dutzend gro\u00dfer, soeben <strong>wegen Noteinschlags fast kahlgeschorener Areale<\/strong> vorgefunden.<\/p>\n<p>Und immer wieder sieht man auf den Waldparkpl\u00e4tzen drei, vier und mehr Schwerlastz\u00fcge bereitstehen, um nacheinander in den Wald einzufahren und beladen zu werden. Der Leiter des Regionalforstamtes Neuh\u00e4usel\/WW spricht von fast 900 LKW, die derzeit aus den W\u00e4ldern seines Zust\u00e4ndigkeitsbereiches jeden Monat durch Hitze, Trockenheit und nachfolgend Borkenk\u00e4fer gesch\u00e4digtes Stammholz abfahren.<\/p>\n<p>Im Augenblick handelt es sich dabei prim\u00e4r um Fichte. Aber mir ist Bange vor dem Fr\u00fchjahr\/Sommer. Denn schon im zur\u00fcckliegenden Herbst konnte selbst der Laie problemlos erkennen, worauf die hiesigen F\u00f6rster bereits wiederholt hingewiesen haben: Auch im Mischwald sind inzwischen etwa Buchen und Eichen erheblich geschw\u00e4cht, kr\u00e4nkeln, werden zusehends von Schadpilzen und eigenen Arten des Borkenk\u00e4fers befallen. Und h\u00f6rt\/schaut man sich in der weiteren Umgebung \u00fcber Taunus, Eifel, Hunsr\u00fcck bis hinunter zu Pf\u00e4lzer-, Oden- und Schwarzwald um, so wird der Eindruck zwingend: Wir haben es &#8211; jedenfalls in S\u00fcdwestdeutschland &#8211; mit einer ausgewachsenen Waldkrise zu tun.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>29.02.2020 Am morgigen 1. M\u00e4rz beginnt der meteorologische Fr\u00fchling. Der ist per Definition eigentlich an den biologischen Fr\u00fchling gekn\u00fcpft. Letzterer allerdings hat heuer, klimatisch gef\u00fchlt und ph\u00e4nomenologisch beobachtet, bereits im Januar angefangen. 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