{"id":1063,"date":"2019-10-30T23:00:00","date_gmt":"2019-10-30T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/blog\/guten-tag-allerseits-im-oktober-2019\/"},"modified":"2022-05-15T14:31:00","modified_gmt":"2022-05-15T13:31:00","slug":"guten-tag-allerseits-im-oktober-2019","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2019\/10\/30\/guten-tag-allerseits-im-oktober-2019\/","title":{"rendered":"Guten Tag allerseits im Oktober 2019"},"content":{"rendered":"<p>01.11.2019<\/p>\n<p>Hier stehe ich und kann nicht anders als dies zu sagen: <strong>Die &#8222;Vaterlandsliebe&#8220; der Nationalisten ist das \u00e4rgste Verbrechen, das einer Heimat angetan werden kann.<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p>31.10.2019<\/p>\n<p>Vor wohl an 100 Zuh\u00f6rern hielt ich gestern im Landesmuseum Koblenz &#8211; wahrscheinlich letztmals in Rheinland-Pfalz &#8211; meinen vergleichenden Vortrag \u00fcber <strong>Karl Marx und Friedrich Wilhelm Raiffeisen<\/strong>. Das scheint mir nun ein guter Zeitpunkt, das j\u00fcngste und ausf\u00fchrlichste <strong>Redemanuskript<\/strong> interessierten Lesern zug\u00e4nglich zu machen (s.u.). Der Vortrag gestern dauerte gut 75 Minuten, entsprechend Zeit braucht auch die Lekt\u00fcre.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2019\/10\/30\/raiffeisen-und-marx-grosse-ideen-fuer-kleine-leute\/\">Zum Vortragsmanuskript hier<\/a><\/p>\n<p><a class=\"colorbox colorbox-insert-image\" title=\"Karl Marx\" href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Marx1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-1059\" style=\"height: 220px; width: 174px;\" title=\"Karl Marx\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Marx1.jpg\" alt=\"\" width=\"174\" height=\"220\" \/><\/a><a class=\"colorbox colorbox-insert-image\" title=\"Friedrich Wilhelm Raiffeisen\" href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/FW-Raiffeisen1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-1060\" style=\"height: 220px; width: 176px;\" title=\"Friedrich Wilhelm Raiffeisen\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/FW-Raiffeisen1.jpg\" alt=\"\" width=\"820\" height=\"1024\" \/><\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>29.10.2019<\/p>\n<p>Bekanntlich war\/ist<strong> Empathie<\/strong> eine wesentliche Komponente f\u00fcr die zivilisatorische Entwicklung des Homo sapiens. Zugleich ist dieses Einf\u00fchlungsverm\u00f6gen in Denken und vor allem Empfinden anderer Menschen eine der wichtigsten Bedingungen f\u00fcr ein friedliches, gedeihliches Zusammenleben im Alltag. Ich selbst halte mich f\u00fcr einen recht ausgepr\u00e4gt empathischen Kerl. Es gibt allerdings Ph\u00e4nomene, denen ich g\u00e4nzlich ratlos gegen\u00fcberstehe, weil meine Empathief\u00e4higkeit da schlichtweg versagt. Selbst mit gro\u00dfem Bem\u00fchen kann ich mich in Leute nicht EINF\u00dcHLEN, deren Emotion etwa von Rassismus oder Antisemitismus gepr\u00e4gt wird. Warum klappt das nicht? Wahrscheinlich, weil es in meinem eigenen Gef\u00fchlshaushalt keine ad\u00e4quate Vergleichsm\u00f6glichkeit gibt. Rassismus, Antisemitismus, auch Nationalismus sind mir seit Jugendtagen emotional v\u00f6llig fremde Konzepte. Die kann ich zwar rational erkl\u00e4ren, aber sie empathisch nachzuvollziehen, das ist mir offenbar nicht gegeben.<\/p>\n<hr \/>\n<p>28.10.2019<\/p>\n<p>Keineswegs will ich das<strong> Ergebnis der AfD bei der Th\u00fcringen-Wahl<\/strong> verharmlosen. Es ist wahrlich gruselig. Gleichwohl sei ein k\u00fchler Blick versucht: Die AfD hatte bei der dortigen 2014er Landtagswahl 10,6 % erreicht. Damit lag die Partei, ein Jahr nach Gr\u00fcndung, noch weit unter ihrem latenten Stimmpotenzial. Der sprunghafte Stimmzuwachs erfolgte mit der Bundestagswahl 2017, bei der in Th\u00fcringen auf die AfD 22,7 % entfielen. Demgegen\u00fcber konnten die Nationalreaktion\u00e4re bei der jetzigen Landtagswahl dort nur noch einen Zuwachs von 0,7% auf 23,4 % erzielen. Das entspricht tendenziell auch den Wahlentwicklungen in anderen Bundesl\u00e4ndern sowie den Umfrageergebnissen im Bund: Wo die AfD noch Zuw\u00e4chse verzeichnen kann, sind diese ziemlich klein &#8211; wenn auch auf viel zu hohem Grundniveau. Doch von einem zeitnah bevorstehenden Durchmarsch der Braunen via Wahlurne an die Macht kann auf L\u00e4nderebene keine Rede sein, erst recht nicht auf Bundesebene.<\/p>\n<hr \/>\n<p>27.10.2019<\/p>\n<p><a class=\"colorbox colorbox-insert-image\" title=\"Szene aus &quot;Haus mit 14 R\u00e4umen&quot;. Foto: Matthias Baus\" href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/14-Raeume1-for-Web.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-1061\" style=\"float: right; height: 220px; margin: 6px 5px; width: 190px;\" title=\"Szene aus &quot;Haus mit 14 R\u00e4umen&quot;. Foto: Matthias Baus\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/14-Raeume1-for-Web.jpg\" alt=\"\" width=\"523\" height=\"606\" srcset=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/14-Raeume1-for-Web.jpg 523w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/14-Raeume1-for-Web-414x480.jpg 414w\" sizes=\"auto, (max-width: 523px) 100vw, 523px\" \/> <\/a> Um es gleich zu sagen: Freunde der Tanzkunst am Mittelrhein sollten sich die <strong>neue Ballettproduktion am Theater Koblenz<\/strong> nicht entgehen lassen. \u201eHaus mit 14 R\u00e4umen\u201c wurde von <strong>Gastchoreografin Regina van Berkel<\/strong> mit der \u00f6rtlichen Compagnie erarbeitet. Der vielleicht spannendste Aspekt des mit dichter Tanzaktion prall gef\u00fcllten 95-Minuten-Abends ist: Es st\u00f6\u00dft der in Koblenz nie gesehene Stil des fr\u00fcheren Frankfurter Avantgarde-Meisters William Forsythe auf die hier seit jeher dominante klassisch-neoklassische Art des Tanzes. Und, fast ein kleines Wunder, sie verschmelzen harmonisch miteinander.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/deutschland-und-welt\/kultur_artikel,-ballett-koblenz-wo-neue-raeume-ertanzt-werden-_arid,2044596.html\">Meine Premierenbesprechung<\/a> (4500 Anschl\u00e4ge, kostenpflichtiger RZ-Text)<\/p>\n<hr \/>\n<p>22.10.2019<\/p>\n<p><a class=\"colorbox colorbox-insert-image\" title=\"Marie und ihr Nussknacker (Vanessa Shield \/ Daniel Myers). Foto: Regina Brocke \" href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/nussknacker_10_c_regina_brocke.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-1062\" style=\"float: right; height: 147px; margin-left: 5px; margin-right: 5px; width: 220px;\" title=\"Marie und ihr Nussknacker (Vanessa Shield \/ Daniel Myers). Foto: Regina Brocke \" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/nussknacker_10_c_regina_brocke.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"683\" srcset=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/nussknacker_10_c_regina_brocke.jpg 1024w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/nussknacker_10_c_regina_brocke-480x320.jpg 480w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/nussknacker_10_c_regina_brocke-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/> <\/a> Das <strong>Ballett \u201eDer Nussknacker\u201c<\/strong> von 1892 ist ewiger Dauerbrenner f\u00fcr die Vorweihnachtszeit geblieben. In der Regel auf Familientauglichkeit angelegt, verbieten sich heftige Eingriffe in die m\u00e4rchenhafte Handlung sowie allzu viel abstrakte Moderne im Tanz. Tim Plegge, Chef des <strong>Hessischen Staatsballetts<\/strong>, h\u00e4lt sich bei seiner Choreografie weitgehend an dieses Prinzip. Ergebnis ist ein gef\u00e4lliger 135-Minuten-Abend, pr\u00e4chtig bis monumental ausgestattet, personell um Kinderballett und Jugendeleven verst\u00e4rkt. <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2019\/10\/21\/ballett-wiesbaden-holt-nussknacker-aus-dem-schrank\/\">Meine Premierenbesprechung (freier Lesetext)<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>21.10.2019<\/p>\n<p>Einen sehr lebhaften, kontraststarken franz\u00f6sischen Abend gibt es vom <strong>Musik-Institut Koblenz<\/strong> zu vermelden: Mit Paul Dukas, Maurice Ravel und C\u00e9sar Franck standen f\u00fcr das<strong> Anrechtskonzert<\/strong> drei Komponisten aus dem Nachbarland auf dem Programm. Passend dazu war der Solopart einem Landsmann von ihnen anvertraut: Gastpianist Jean-Efflam Bavouzet brillierte beim Zusammenspiel mit der Rheinischen Philharmonie unter Garry Walker in Ravels Klavierkonzert G-Dur. <a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/deutschland-und-welt\/kultur_artikel,-ein-hexentanz-in-der-musik-und-am-dirigentenpult-_arid,2041386.html\">Meine Konzertbesprechung <\/a>(3900 Anschl\u00e4ge, RZ-Text kostenpflichtig)<\/p>\n<hr \/>\n<p>20.10.2019<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich habe ich im zur\u00fcckliegenden Jahr aufmerksam verfolgt, was \u00fcber <strong>Greta Thunberg<\/strong> gesagt\/publiziert wurde und was sie selbst gesagt hat. Bei genauerem Hinschauen wird eine tiefe Kluft zwischen beidem erkennbar: Die junge Frau pocht stets auf &#8222;zur Sache!&#8220;, Medien und \u00d6ffentlichkeit indes machen meist die Person Thunberg zum Prim\u00e4rthema. <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2019\/10\/19\/belangloses-geschwaetz-ueber-greta\/\">Eine kurze Anmerkung dazu (hier)\u00a0<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>19.10.2019<\/p>\n<p><strong>Sinnieren beim behaglichen Samstagsfr\u00fchst\u00fcck: <\/strong>Mit den Gedanken, die dein Hirn in nur einer schlaflosen oder halbschlafenen Nachtstunde respektive im Traum auff\u00e4hrt, lie\u00dfe sich wohl ein recht dickes Buch f\u00fcllen. Leider, oder Gott sei dank, erinnert man sich anderntags nie an alles. Doch wenn man die gebliebenen Gedankenfetzen dann mal genauer betrachtet, l\u00e4sst sich oft (nicht immer) ein interessantes Ph\u00e4nomen feststellen: Der Gedanken waren nicht nur unglaublich viele. Vielmehr ergab sich einer aus dem andern, und haben sie fast alle irgendwie miteinander zu tun, sind unterschiedliche Aspekte eines kompexen Ganzen. Die Logik der Zusammenh\u00e4nge erschlie\u00dft sich dem hellwachen Betrachter nicht immer, offenbar folgt das scheinbar unkonzentriert dahintreibende Hirn anderen Ordnungskategorien. Doch nachher bewusst \u00fcberdacht, ergibt sich aus der scheinbaren Wirrnis manch erhellende Erkenntnis.<\/p>\n<hr \/>\n<p>18.10.2019<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-875\" style=\"float: right; height: 167px; margin: 5px; width: 150px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/quergedanken-logo.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"167\" \/><\/p>\n<p>Je nach Fragestellung und Institut votieren derzeit bei Umfragen hierzulande 52 bis 59 % der Befragten <strong>F\u00dcR ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen<\/strong> (bei Jugendlichen sowie bei den Frauen ist der Anteil noch wesentlich h\u00f6her). Im Bundestag ist das umgekehrt, da lehnte diese Woche eine Mehrheit der Abgeordneten das Tempolimit wieder mal ab. Doch das Thema bleibt auf dem Tisch &#8211; weil die \u00f6ffentliche Meinung sich vom traditionsdeutschen Autofetisch immer weiter weg und in Richtung Gemeinwohlvernunft bewegt. Denn es gibt keinen wirklich guten Sachgrund daf\u00fcr, dass Deutschland als einziges Land Europas und einziges Industrieland weltweit ohne Tempolimit bleibt.\u00a0 <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2019\/10\/17\/schlachten-wir-endlich-unsere-heilige-kuh\/\">Dazu die Folge 176 meiner Monatskolumen Quergedanken (freier Lesetest)<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>16.10.2019<\/p>\n<p>Uff, geschafft. <strong>175 Folgen meiner glossierenden Kolumne &#8222;Quergedanken&#8220;<\/strong> per Handarbeit von der alten in die neue Website \u00fcberf\u00fchrt. 175 Monate, seit M\u00e4rz 2005, gibt&#8217;s das launige, bisweilen freche, manchmal besinnliche Ding \u00fcber Lebensart, Politik und Zeitgeist schon. Jede Folge umfasst nur 3400 Anschl\u00e4ge (die ersten beiden Jahrg\u00e4nge etwas mehr) und ist also in zwei bis drei Minuten gelesen. Wer Lust und Zeit hat, kann mal schm\u00f6kern. So \u00fcber die Jahre betrachtet, ist recht interessant, wo der Zeitgeist sich entwickelt hat oder wo er sich gar nicht von der Stelle bewegt bzw. r\u00fcckw\u00e4rts marschiert. <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/archiv_inhaltlich\/kolumnen\/quergedanken\/\">Alle Folgen der Quergedanken (hier)<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>14.10.2019<\/p>\n<p>Es ist seit jeher ein spannendes Ph\u00e4nomen am Theater: Mit den Ver\u00e4nderungen in der Realwelt bekommen B\u00fchnenklassiker pl\u00f6tzlich neue Subtexte. Selbst wenn Regisseure gar nicht demonstrativ darauf abheben, entstehen im Kopf des Zusehers sich auf die Gegenwart beziehende Bedeutungsebenen. In Ester Hattenbachs Inszenierung von Bertolt <strong>Brechts \u201eDer kaukasische Kreidekreis\u201c<\/strong> jetzt am <strong>Theater Koblenz <\/strong>eskalieren Kontroversen schnell zu w\u00fctender, lautstarker, giftender Streiterei. Und man denkt unversehens: So ist das heutzutage. (&#8230;)<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/deutschland-und-welt\/kultur_artikel,-wie-die-gegenwart-in-unsere-sicht-aufs-theater-eingreift-_arid,2038616.html\">Meine Premierenkritik<\/a> (4100 Anschl\u00e4ge, kostenpflichtiger RZ-Text)<\/p>\n<hr \/>\n<p>11.10.2019<\/p>\n<p>&#8222;Um es klar zu sagen: <strong>Der t\u00fcrkische Angriff auf Nordsyrien<\/strong> ist eine widerrechtliche Invasion fremden Staatsgebietes. Doch gewichtiger ist: Erdogans Milit\u00e4r marschiert in Syrien ein, um das Selbstverwaltungsgebiet der Kurden zusammenzuschie\u00dfen. Und um auch das klar zu sagen: Dass die internationale Politik au\u00dfer ein paar emp\u00f6rten S\u00e4tzen Richtung Ankara nichts zustande bringt, das den Kurden helfen k\u00f6nnte, ist kaum minder besch\u00e4mend als Trumps Abzug der 100 US-Soldaten, der Erdogan de facto freie Hand gab. (&#8230;)&#8220;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2019\/10\/11\/und-wieder-stehen-die-kurden-allein\/\">Mein gestriger Zeitungskommentar zum Thema (hier, freier Lesetext)<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>09.10.2019<\/p>\n<p>Da ist mal wieder dieser Gedanke, der bei mir im Hintergrund s\u00e4mtlicher Diskussionen \u00fcber Probleme und Perspektiven der menschlichen Zivilisation stets mitrumort: <strong>Als ich 1955 geboren wurde, lebten auf Erden rund 2,5 Milliarden Menschen.<\/strong> Nur zwei Generationen sp\u00e4ter sind es <strong>nahezu 8 Milliarden<\/strong>, also gut das Dreifache. Fast noch mehr als die Kopfzahl f\u00e4llt der Umstand ins Gewicht, dass seither der Ressourcenverbrauch pro Kopf sich im globalen Durchschnitt mindestens verf\u00fcnffacht hat (und weiter zunimmt). Gemessen an diesem Verbrauch ist es so, als sei die Menschheit seit 1955 von 2,5 Milliarden Individuen auf 12,5 Milliarden plus X explodiert.<\/p>\n<p class=\"rtecenter\">***<\/p>\n<p>Dank invalidem Haxen bin ich noch immer dabei, fr\u00fchere Texte von der alten auf meine neue Website zu transferieren. Weil ich vom n\u00e4chsten Wochenende an aber vorsichtig wieder auf Kritikertour zu gehen gedenke, kommt ein eben gefundener alter Artikel von 2007 gerade recht. In launiger Quergedanken-Form klappert er das <strong>Selbstverst\u00e4ndnis der Kritikerzunft<\/strong> durch. (freier Lesetext, ca. 3 Min. Lesezeit) <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2007\/07\/25\/der-kritiker-das-unbekannte-wesen\/\">Der Kritiker, das unbekannte Wesen<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>08.10.2019<\/p>\n<p><strong>Die Kurden<\/strong> haben die Hauptlast im Bodenkrieg gegen den IS getragen, sie haben unter sehr hohem Blutzoll f\u00fcr die Staatengemeinschaft die Kastanien aus dem Feuer geholt. Sie haben die Jesiten vor dem Genozid durch den IS bewahrt. Sie haben tausende IS-Terroristen gefangen gesetzt und bitten seither die Staatengemeinschaft, auch Deutschland, \u2013 vergeblich \u2013 um Hilfe bei der L\u00f6sung des Gefangenenproblems, mit dem sie auf Dauer \u00fcberfordert sind. Stattdessen \u00fcberl\u00e4sst man die Kurden nun <strong>Erdogan <\/strong>und seinem Milit\u00e4r. Denen hat seit jeher der Kampf gegen den IS weniger bedeutet als die m\u00f6glichst baldige <strong>Vernichtung der kurdischen Selbstverwaltungsgebiete<\/strong> in Nordsyrien und im Nordirak. Es ist eine Schande.<\/p>\n<hr \/>\n<p>07.10.2019<\/p>\n<p>Kreisch, freu, genier! In den Tiefen meines Quergedanken-Archivs bin ich eben \u00fcber <strong>das einzige Gedicht aus meiner Feder<\/strong> gefallen, das je gedruckt wurde. Viel mehr Lyrisches gibt es auch nicht aus Erwachsenenjahren. Die liebesgeilen und weltrevolution\u00e4ren Verse der Jugendzeit sind &#8211; leider oder Gott sei Dank &#8211; in irgendeiner der damaligen Wohngemeinschaften verloren gegangen. Der neoromantische 9-Stropher von 2010 d\u00fcrfte sich Mittelrheinern wohl eher erschlie\u00dfen als Ausw\u00e4rtigen. <a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2010\/08\/25\/loreley-2016\/\">Wer Lust hat und Spa\u00df an der Freud, s. hier<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>06.10.2019<\/p>\n<p>Die <strong>Koblenzer Kulturgeschichtsschreibung<\/strong> betrachtet die Geschichte des \u00f6rtlichen Orchesters gerne\u00a0 als Kontinuum, das von der Gr\u00fcndung der kurf\u00fcrstlichen Hofkappelle 1654 bis zum heutigen <strong>Staatsorchester Rheinische Philharmonie<\/strong> reicht. Dies Bild idealisiert jedoch etwas. Weshalb ich jetzt in einem Artikel f\u00fcr das Halbjahresmagazin \u201econ moto\u201c der Rheinischen Philharmonie den Blick auch auf die Br\u00fcche in der Orchestergeschichte lenke. So auf den Umstand, dass man die Wurzeln des Koblenzer Staatsorchesters \u2013 ebenso des Bonner Beethoven Orchesters \u2013 durchaus in Bad Kreuznach respektive Bad Neuenahr verorten k\u00f6nnte, statt am kurf\u00fcrstlichen Hof zu Koblenz.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2019\/10\/05\/365-jahre-koblenzer-orchestergeschichte-mit-etlichen-bruechen\/\">Mein kompakter Artikel zur Koblenzer Orchestergeschichte<\/a>, Teil 1 bis 1985 (freier Lesetext, 12000 Anschl\u00e4ge)<\/p>\n<hr \/>\n<p>04.10.2019<\/p>\n<p>Heute auf Seite 2 der Rhein-Zeitung: Mein Artikel \u00fcber das schon sehr alte Ph\u00e4nomen extremer Polarisierung hinschtlich einzelner Symbol- oder Galionsfiguren unter der \u00dcberschrift <a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/deutschland-und-welt_artikel,-der-gretaeffekt-ist-nichts-neues-_arid,2034591.html\">&#8222;Der Greta-Effekt ist nichts Neues&#8220;\u00a0<\/a> (4600 Anschl\u00e4ge, RZ-Text, 49 Cent)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>01.11.2019 Hier stehe ich und kann nicht anders als dies zu sagen: Die &#8222;Vaterlandsliebe&#8220; der Nationalisten ist das \u00e4rgste Verbrechen, das einer Heimat angetan werden kann. 31.10.2019 Vor wohl an 100 Zuh\u00f6rern hielt ich gestern im Landesmuseum Koblenz &#8211; wahrscheinlich letztmals in Rheinland-Pfalz &#8211; meinen vergleichenden Vortrag \u00fcber Karl Marx und Friedrich Wilhelm Raiffeisen. 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