{"id":1048,"date":"2019-05-30T22:00:00","date_gmt":"2019-05-30T21:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/blog\/guten-tag-allerseits-im-monat-mai-2019\/"},"modified":"2022-05-15T17:37:58","modified_gmt":"2022-05-15T16:37:58","slug":"guten-tag-allerseits-im-monat-mai-2019","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2019\/05\/30\/guten-tag-allerseits-im-monat-mai-2019\/","title":{"rendered":"Guten Tag allerseits &#8211; im Monat Mai 2019"},"content":{"rendered":"<p>30.05.2019<\/p>\n<p>Einigen wegen der <strong>Wahlresultate in den Ost-Bundesl\u00e4ndern<\/strong> fast bis zur Hysterie aufgeregten Zeitgenossen da drau\u00dfen w\u00fcrde ich gerne zurufen: Kinners bleibt auf dem Teppich! Die General-Aburteilung dieser Landesteile als &#8222;Dunkeldeutschland&#8220; oder &#8222;Rechtsdeutschland&#8220; ist ziemlich daneben. Auch wenn die relativ hohen AfD-Ergebnisse dort kein Spa\u00df sind, so haben in Brandenburg doch 80% der Wahlbeteiligten NICHT AfD gew\u00e4hlt und selbst in Sachsen waren es noch 75%. Der deutsche Osten ist also alles andere als &#8222;verloren&#8220;.<\/p>\n<hr \/>\n<p>29.05.2019<\/p>\n<p>Zwei Zitate und ein Wahlergebnis nahm ich heute in der Fr\u00fchst\u00fcckszeitung mit besonderem Interesse zur Kenntnis. An drei ganz verschiedenen Stellen gefunden, ergeben sie zusammengenommen m.E. doch exemplarisch einen <strong>ausgezeichneten Befund der derzeitigen (politischen) Lage.<\/strong><\/p>\n<p>1. Zitat UN-Generalsekret\u00e4r Guterres gestern auf dem NGO-Gipfel in Wien, das die ganze Malaise bisheriger Klimapolitik auf den Punkt bringt: &#8222;Wir machen zu wenig von dem Vereinbarten, von dem wir schon jetzt wissen, das es \u00fcberhaupt nicht ausreichen wird.&#8220;<\/p>\n<p>2.Die Antwort darauf geben f\u00fcr die junge Generation die Sch\u00fcler der Klassen 9 bis 12 am Musikgymnasium Montabaur mit ihrer &#8222;Testwahl&#8220; parallel zur EU-Wahl. Ergebnis: 55,7 % f\u00fcr die Gr\u00fcnen, 10,7 % FDP, 7,4% SPD, 6,7% DIE PARTEI, je 3,6% CDU und Tierschutzpartei, je 2,0% Linke und FW, 0% (!) AfD.<\/p>\n<p>3. Was die britische Zeitung &#8222;The Guardian&#8220; \u00fcber das EU-Wahlergebnis auf den Inseln schreibt, skizziert (jenseits der Farage-Hysterie) das Verh\u00e4ltnis zwischen altem Nationalismus und moderner Weltoffenheit. Zitat: &#8222;Es stimmten mehr W\u00e4hler f\u00fcr Parteien, die sich f\u00fcr einen Verbleib in Europa aussprechen, als f\u00fcr jene, die sich f\u00fcr einen Austritt starkmachen.&#8220;<\/p>\n<p>Darauf kann sich nun jeder selbst einen Reim machen. Ich darf mich f\u00fcr ein verl\u00e4ngertes Wochenende in Garten, Wald und Flur verabschieden und allseits angenehme Vater- und sonstige Tage w\u00fcnschen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>28.05.2019<\/p>\n<p>Mal ein Blick auf den hundsgew\u00f6hnlichen Irrsinn. Neulich las ich, es st\u00fcnde uns zeitnah ein Generalangriff auf Volksgesundheit und Gesundheitswesen bevor &#8211; in Form einer regelrechten Springflut von deutschlandweit alsbald<strong> 20 Millionen Diabetes-Neuerkrankungen.<\/strong> Hauptursache: <strong>Zu wenig Bewegung<\/strong> und \u00fcberzuckerte Ern\u00e4hrung. Nun l\u00e4sst sich feststellen, dass zeitgleich einer der am st\u00e4rksten forcierten Wachstumsm\u00e4rkte jene Ger\u00e4tschaften sind, die auch noch das letzte bisschen Bewegung aus dem privaten Lebensumfeld vertreiben sollen: Robotstaubsauger, Robotrasenm\u00e4her, ferngesteuerte Rolladen\u00f6ffner, ganz neu: Robotfensterputzer. E-Scooter f\u00fcr &#8222;die letzte Meile&#8220; etc.pp. Mir kommt das ziemlich bekloppt vor. V\u00f6llig abstrus mutet schlie\u00dflich an, dass wiederum zeitgleich der Markt f\u00fcr Sportivger\u00e4te und -dienstleistungen ebenfalls auf nie erreichte H\u00f6hen gepuscht wird. R\u00e4tsel \u00fcber R\u00e4tsel in der Menschenwelt.<\/p>\n<hr \/>\n<p>27.05.2019<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-875\" style=\"float: right; height: 167px; margin: 5px; width: 150px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/quergedanken-logo.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"167\" \/><\/p>\n<p>\u201eAha, die Nationalisten kriegen Pr\u00fcgel\u201c, freut sich Walter, als er die \u00dcberschrift &#8222;Strodumm, aber brandgef\u00e4hrlich&#8220; meiner j\u00fcngsten <strong>Quergedanken-Kolumne<\/strong> sieht. Ich winke ab: \u201eN\u00f6. Das t\u00e4t zwar aktuell passen, aber ich hab\u2018s diesmal mit der Zukunft. Und da spielt die Bagage der Umvolkungs-Krakeeler keine Rolle.\u201c Jetzt glotzt der Freund, japst nur noch \u201eh\u00e4h?\u201c. Etlichen Lesern*innen mag es \u00e4hnlich ergehen angesichts der Renaissance, die die Nationalreaktion\u00e4re seit ein paar Jahren in vielen L\u00e4ndern erleben&#8230;. Der weitere Text erhellt die Sache etwas &#8211; um dann bei jener Strohdummheit zu landen, die sich hinter dem K\u00fcrzel KI verbirgt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2019\/05\/26\/strohdumm-aber-brandgefaehrlich\/\">Quergedanken Nr. 171 hier<\/a> (freier Lesetext)<\/p>\n<p class=\"rtecenter\">***<\/p>\n<p>An <strong>Wahlergebnisse<\/strong>n und W\u00e4hlerforschung interessiert mich seit jeher in erster Linie, was sie eventuell \u00fcber Entwicklungen der gro\u00dfen Meinungs- und Haltungsstr\u00f6me in der Bev\u00f6lkerung verraten. Bei einem ersten Blick auf das gestern und am heutigen morgen Vorgestellte zur <strong>Europawahl<\/strong> ergeben sich u.a. diese ersten Anhaltspunkte:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2019\/05\/26\/gruener-hoehenflug-und-rechte-sorgenkinder\/\">Meine kurzen Anmerkungen<\/a> (freier Lesetext)<\/p>\n<hr \/>\n<p><a class=\"colorbox colorbox-insert-image\" title=\"Szene aus &quot;House of Horror&quot; am Schauspielhaus Bonn. Foto: Thilo Beu\" href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/House-of-horror.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-1044\" style=\"float: right; height: 209px; margin: 5px; width: 222px;\" title=\"Szene aus &quot;House of Horror&quot; am Schauspielhaus Bonn. Foto: Thilo Beu\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/House-of-horror.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"1019\" srcset=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/House-of-horror.jpg 1024w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/House-of-horror-480x478.jpg 480w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/House-of-horror-100x100.jpg 100w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/House-of-horror-768x764.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/> <\/a> 26.05.2019<\/p>\n<p>Um es gleich zu sagen: Mein Urteil \u00fcber das am Wochenende <strong>uraufgef\u00fchrte Theaterprojekt \u201eHouse of Horror\u201c am Schauspiel Bonn <\/strong>f\u00e4llt sehr zwiesp\u00e4ltig aus. Was Christine Lang und Volker L\u00f6sch da projektiert, dokumentiert, geschrieben, inszeniert haben, ist geradezu ein Aufruf zur feministischen Revolution. Diese richtet sich nicht zuletzt gegen die Dominanz des Patriarchats in der Theaterwelt von einst bis noch immer. Doch wie das so gehen kann, wenn die Kunst sich als Speerspitze politischer Bewegung geriert: Die losgelassenen Pferde st\u00fcrmen bisweilen gar zu wild durchs Gel\u00e4nde.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/deutschland-und-welt\/kultur_artikel,-ein-aufruf-zur-feministischen-theaterrevolution-_arid,1979893.html\">Meine Premierenkritik<\/a> (3900 Anschl\u00e4ge, RZ-Text)<\/p>\n<p class=\"rtecenter\">\n<hr \/>\n<p>25.05.2019<\/p>\n<p>Nun denn: <strong>Morgen also Wahlsonntag<\/strong>. Wer nicht schon daheim gekreuzelt hat, der\/die darf, soll, muss einen Spaziergang ins Wahllokal machen. Unsereiner wird dort eine wahre Papierschlacht zu schlagen haben. Denn f\u00fcr Rheinland-Pf\u00e4lzer gilt es, \u00fcber gleich vier Parlamente zu befinden: EU, Kreis, Verbandsgemeinde, Kommune. Da passt es gut, dass unser Lokal hier auf dem Dorf ein echtes ist, und man nachher am Tresen wieder Kraft &#8222;tanken&#8220; kann. Mal hoffen, dass, und schauen, ob die W\u00e4hler in Deutschland einen ordentlichen Teil beitragen k\u00f6nnen, das Ergebnis der nationalreaktion\u00e4ren Demokratiefeinde in Grenzen zu halten.<strong> Gl\u00fcck auf! Lasst uns w\u00e4hlen gehen, aber gewiss kein braunes Gesocks.<\/strong><\/p>\n<p class=\"rtecenter\">***<\/p>\n<p>Es entsteht nun gewaltiger<strong> Druck im deutschen Politkessel<\/strong>: Rund 300.000 Teilnehmer deutschlandweit gestern bei Aktionen von Fridays for Future PLUS das Ph\u00e4nomen Rezo PLUS der Aufruf von 70 Internet-&#8222;Influenzern&#8220; mit Millionen jungen Followern, nicht f\u00fcr die Groko-Parteien und sowieso nicht f\u00fcr die AFD zu stimmen. \u00dcberraschung: Die Generation der heutigen Teens und Twens mischt pl\u00f6tzlich zuhauf laut im Politgeschehen mit &#8211; und die Karten also auf noch gar nicht absehbare Weise neu.<\/p>\n<hr \/>\n<p>24.05.2019<\/p>\n<p><a class=\"colorbox colorbox-insert-image\" href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Fridaysforfuture_5.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-1045\" style=\"height: 204px; width: 548px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Fridaysforfuture_5.jpg\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"355\" srcset=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Fridaysforfuture_5.jpg 960w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Fridaysforfuture_5-480x178.jpg 480w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Fridaysforfuture_5-768x284.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/> <\/a> Und da hat&#8217;s &#8222;rumms&#8220; gemacht. Entgegen vieler Unkenrufe zeigt die Bewegung <strong>Fridays for Future am heutigen 2. internationalen Aktionstag (24. Mai)<\/strong> jedenfalls in Deutschland keinerlei Erm\u00fcdungserscheinungen. Die Teilnehmerzahlen sind \u00fcberwiegend hoch, teils sehr hoch. Erfreulich: In vielen St\u00e4dten haben sich Studierende und Erwachsene eingereiht. Der schnelle Rundblick im Netz hat zu folgenden Funden gef\u00fchrt:<\/p>\n<p>Mit Teilnehmerzahlen: Hamburg (20.000), K\u00f6ln (12.000), Freiburg (11.000), Berlin (15.000), Hannover (10.000+), M\u00fcnster (7.000+), D\u00fcsseldorf (6.000+), Karlsruhe (5.000), Bonn (5.000), Frankfurt\/M. (5.000), Bremen (6.000), Bermerhaven (1.300), M\u00fcnchen (3.500+), Regensburg (1.000+), Stuttgart (2.500), Mainz (1.400), Koblenz (500+), Bad Kreuznach (300+), Saarbr\u00fccken (1.400+), Hamm (1.000+), Kaiserslautern (900), Zweibr\u00fccken (350), Fulda (350), Rostock (&#8222;hunderte&#8220;), Chemnitz (&#8222;hunderte&#8220;), Greifswald (300) &#8230;..<\/p>\n<p>Aktionen bis dato ohne Angabe von Teilnehmerzahlen: Trier, Koblenz, Bad Kreuznach, Bingen, Speyer, Ludwigshafen, Worms, Stralsund, Usedom, Schwerin, Dresden, Leipzig, Bautzen, Freiberg, Annaberg-Buchholz, Plauen, Herrenberg, Coburg, Xanten, Bamberg &#8230;. &gt; nebenan: Wien, Z\u00fcrich, Br\u00fcssel, Stra\u00dfburg, Luxemburg Stadt &#8230;.<\/p>\n<p>Meldung am Abend: Deutschlandweit haben sich rund 300 000 Menschen an den FfF-Aktionen dieses Tages beteiligt.<\/p>\n<p class=\"rtecenter\">***<\/p>\n<p>Die nachfolgenden Bemerkung beziehen sich auf ein paar Str\u00f6mungen <strong>am \u00e4u\u00dfersten linken Rand<\/strong> des politischen Spektrums (ist mithin zur allgemeinen Diksussion eher ungeeignet).<\/p>\n<p>Schlimm ist, dass einige Zeitgenossen noch immer partout nicht begreifen WOLLEN, was l\u00e4ngst erlebbarer und wissenschaftlicher Goldstandard ist: Der menschengemachte <strong>Klimawandel <\/strong>l\u00e4uft. Am schlimmsten aber ist es derzeit, wenn gerade Leute, die von sich meinen, in marxistischer Tradition zu stehen, in v\u00f6lliger Abkehr von der Untersuchungsmethodik des historischen Materialismus die j\u00fcngeren objektiven Bedingungen f\u00fcr die Gesellschaftsentwicklung mit der banalen <strong>Ignoranz<\/strong> kleinb\u00fcrgerlicher Stammtische einfach abtun&#8230;.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2019\/05\/23\/marx-wuerde-heute-fridays-for-future-begruessen\/\">Link zum ganzen Artikel<\/a> (freier Lesetext, 2400 Anschl\u00e4ge)<\/p>\n<hr \/>\n<p>22.05.2019<\/p>\n<p>Es mag zwei Jahrzehnte her sein, dass Robert Musils Roman <strong>\u201eDie Verwirrungen des Z\u00f6glings T\u00f6rle\u00df\u201c<\/strong> von 1906 am Staatstheater Wiesbaden als B\u00fchnenbearbeitung gezeigt wurde. Das St\u00fcck spielte damals im nachgebauten Waschraum eines Jungeninternats. Es war inszenatorisch auf die zwar extrem verk\u00fcrzte, aber eine die Kernthematik des Romans wiedergebende realistische Darstellungsart konzentriert. Am <strong>Staatstheater Mainz<\/strong> verlegt nun Regisseurin Lucia Bihler das Geschehen in einen d\u00fcsteren Wald, verwandelt Musils Internatsbuben in Vampire und l\u00e4sst sie obendrein allesamt von Frauen spielen. Dieser Zugriff wirft eine Menge Fragen auf.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/deutschland-und-welt\/kultur_artikel,-wie-eine-inszenierung-die-schauspielkunst-schluckt-_arid,1977935.html\">Meine Kritik<\/a> (RZ-Text, 3900 Anschl\u00e4ge)<\/p>\n<hr \/>\n<p>21.05.2019<\/p>\n<p>Seit einiger Zeit nehme ich eine <strong>neue Hosenmode in der Damenwelt<\/strong> wahr, der mein Auge mit geb\u00fchrendem Anstand, aber betr\u00e4chtlichem Wohlgefallen folgt. Ich nenne die Modelle dieses Trends &#8222;Hochwasserhose&#8220;, weil: Unten enden sie oberhalb des Kn\u00f6chels; daf\u00fcr ziehen sie sich am anderen Ende hoch hinauf bis zum Bauchnabel oder noch dar\u00fcber.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2019\/05\/20\/neue-damenmode-stretchige-hochwasserhose\/\">Launige Anmerkung dazu<\/a> (Freier Lesetext, 2000 Anschl\u00e4ge)<\/p>\n<p class=\"rtecenter\">***<\/p>\n<p>Einer der angenehmsten Aspekte von Kulturfestivals nahebei ist: Sie bringen einem h\u00e4ufig Ensembles und Produktionen aus der gro\u00dfen Kunstwelt vor die Haust\u00fcr, die zu erleben man ansonsten sehr weit reisen m\u00fcsste. Im<strong> Tanzfach<\/strong> fiel unsere Wahl beim Programm der diesj\u00e4hrigen <strong>Maifestspiele Wiesbaden<\/strong> auf den Gastspielabend der Eastman-Compagnie aus Antwerpen mit dem St\u00fcck<strong> \u201ePuz\/zle\u201c<\/strong> vom fl\u00e4misch-marokkanischen Choreografen Sidi Larbi Cherkaoui.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/deutschland-und-welt\/kultur_artikel,-tanz-im-multikulturellen-miteinander-_arid,1977767.html\">Meine Besprechung des Gastspiels<\/a> (RZ-Text, 3000 Anschl\u00e4ge)<\/p>\n<hr \/>\n<p>20.05.2019<\/p>\n<p>Mit einem orientalischen Abend endete jetzt die Saison 2018\/2019 der<strong> Anrechtskonzerte beim Musik-Institut Koblenz<\/strong>. Im Zentrum stand mit dem Violinkonzert &#8222;1001 Nights in the Harem&#8220; des 1970 geborenen T\u00fcrken Fazil Say ein zeitgen\u00f6ssisches Werk, von Rheinischer Philharmonie unter Garry Walker zusammen mit den G\u00e4sten Niklas Liepe (Violine) und dem t\u00fcrkischen Percussionisten Aykut K\u00f6selerli richtig gut umgesetzt. Das<strong> i-T\u00fcpfelchen zum Spielzeitende<\/strong> setzte Rimski-Korsakows &#8222;Scheherazade&#8220; mit bestechenden Sololeistungen mehrerer Orchestermitglieder sowie einer Gesamtleistung, die das Orchester als in fabelhafter Pr\u00e4zision pulsenden, zugleich kreativ und enthusiastisch interpretierenden Klangk\u00f6rper auswies.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/deutschland-und-welt\/kultur_artikel,-anrechtskonzert-in-koblenz-furioses-finale-einer-hocherfreulichen-konzertsaison-_arid,1976974.html\">Meine Konzertbesprechung <\/a><br \/>\n(3900 Anschl\u00e4ge, RZ-Text, 49 Cent)<\/p>\n<p class=\"rtecenter\">***<\/p>\n<p>Mal was anderes, nur so am unwichtigen Rand. Zugegeben: <strong>Ich war nie ein gro\u00dfer Freund dieses ESC-Zirkus&#8216;<\/strong>, habe aber alle Jahre mit halbem Ohr hineingeh\u00f6rt &#8211; um quasi berufspflichtgem\u00e4\u00df mitzukriegen, was sich da tut im aufgemotzten Grenzland zwischen verpopter Folklore, einfachster Schlagerei und verzuckers\u00fc\u00dftem Rock. Im Laufe des zur\u00fcckliegenden Jahrzehnts hatte sich bei mir allm\u00e4hlich das Urteil verfestigt, der ESC sei die weltgr\u00f6\u00dfte Veranstaltung f\u00fcr schlechte Musik. An diesem Wochenende aber kam ich aus dem Staunen nicht mehr raus: Einen derart hohen Anteil von Mitwirkenden, die nur sehr m\u00e4\u00dfig oder gar nicht singen k\u00f6nnen sowie von Kompositionen schier unterirdischer Qualit\u00e4t war nach meinem Daf\u00fcrhalten bei diesem Glitterevent noch nie zu erleben.<\/p>\n<hr \/>\n<p>18.05.2019<\/p>\n<p>Es ist lang her, dass Deutschland seinem weltweit bekanntesten Dichter und Dramatiker zuletzt eine gro\u00dfe Ausstellung widmete. Das war 1994 in Frankfurt, der Vaterstadt des <strong>Johann Wolfgang von Goethe<\/strong>. Im seither vergangenen Vierteljahrhundert hat sich die Welt teils grundlegend ver\u00e4ndert. Damit \u00e4ndert sich auch das Verh\u00e4ltnis zu Goethe, sind Fragestellungen an sein Werden, Wirken, Nachwirken andere geworden. H\u00f6chste Zeit, dachten sich Stiftung Weimarer Klassik und <strong>Bundeskunsthalle Bonn<\/strong>, ihm mal wieder umfassend sowie aus manch neuem Blickwinkel n\u00e4herzutreten. Das Ergebnis tr\u00e4gt den Titel &#8222;Goethe. Verwandlung der Welt&#8220;. Die am Wochenende er\u00f6ffnete <strong>Ausstellung<\/strong> in Bonn ist ein Hammer. Anschauen, unbedingt!<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/deutschland-und-welt\/kultur_artikel,-goethes-welt-und-wirkung-_arid,1977369.html\">Meine Ausstellungbesprechung <\/a>(4500 Anschl\u00e4ge, RZ-Text, 49 Cent)<\/p>\n<p class=\"rtecenter\">***<\/p>\n<p>Eben zur\u00fcck von der guten und wichtigen <strong>Koblenzer Demo &#8222;F\u00fcr Klimaschutz! F\u00fcr soziale Gerechtigkeit! F\u00fcr Demokratie!&#8220;<\/strong> Gut, weil erfreuliche Teilnehmerzahl: zu Anfang 1000+, auf dem letzten Wegst\u00fcck um 1500 (meine vorsichtige Sch\u00e4tzung). Wichtig, weil hier heute wie in 7 deutschen St\u00e4dten und weiteren 10 im EU-Raum Umweltorganisationen inklusive Sch\u00fclerbewegung Fridays for Future, Sozialverb\u00e4nde und Gewerkschaften den Schulterschluss gesucht haben. Insofern sind diese Demos ein wichtiger Impuls daf\u00fcr, dass zusammenw\u00e4chst, was im Hinblick auf die Gestaltung der nahen und ferneren Zukunft zusammengeh\u00f6rt: Der Kampf um eine \u00f6kologische Wende, das Ringen um eine soziale Wende sowie die Verteidigung von Demokratie\/offener Gesellschaft gegen Nationalismus, Rassismus, Autoritarismus.<\/p>\n<p class=\"rtecenter\">***<\/p>\n<p><strong>Mein Eindruck vom Strache-Video:<\/strong> Da hockt eine Bagage von Mafiosi beisammen, die hemds\u00e4rmelig und kaltschn\u00e4uzig mal eben auspaldowert, wie sie den Staat \u00fcber den L\u00f6ffel barbieren, das Volk betr\u00fcgen, die Presse einsacken, sich selbst m\u00e4chtiger und dabei die Taschen voll machen kann.<\/p>\n<hr \/>\n<p>17.05.2019<\/p>\n<p>Ruhe \u2013 dieses so wichtige, heute indes selten werdende Lebenselixier spielt im <strong>Landesmuseum Mainz<\/strong> derzeit eine gro\u00dfe Rolle. Nicht allein, weil es in Museen ohnehin meist weniger turbulent zugeht als in der Au\u00dfenwelt. Die aktuelle <strong>Ausstellung \u201eEmy Roeder<\/strong> \u2013 Das Kosmische allen Seins\u201c verbreitet per se Ruhe. Mehr noch: Fast jedes Exponat hat das Potenzial, aufmerksame Betrachter in einen Zustand sinnender Kontemplation zu versetzen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rhein-zeitung.de\/deutschland-und-welt\/kultur_artikel,-kontemplative-kunst-emy-roeder-in-mainz-_arid,1976121.html\">Meine Ausstellungsbesprechung<\/a> (4200 Anschl\u00e4ge, RZ-Text, 49 Cent)<\/p>\n<hr \/>\n<p>16.05.2019<\/p>\n<p>Hallo Leute in Koblenz und drumrum. Wer <strong>meinen Vortrag &#8222;Heimat &#8211; Sehnsuchtsraum, Kampfbegriff, Utopie&#8220; <\/strong>h\u00f6ren will, hat <strong>diesen Freitag (17. Mai)<\/strong> dazu<strong> in Koblenz<\/strong> Gelegenheit. Dort werde ich ihn im Rahmen der Veranstaltung &#8222;Speakers Corner zu Heimat und Europa&#8220; des Weiterbildungsinstituts ISSO von 17 bis 18 Uhr halten. Die Veranstaltung im Lichthof des Dreik\u00f6nigshauses in der Kornpfortstra\u00dfe 15 (ehemalige Stadtb\u00fccherei) ist \u00f6ffentlich und eintrittsfrei.<\/p>\n<p>Mehr zur insgesamt von 16 bis 20 Uhr bespielten Speakers Corner <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/events\/2345016748862584\/\"><strong>&gt; hier<\/strong><\/a>\u00a0 und zu ISSO <a href=\"https:\/\/isso.de\"><strong>&gt; da<\/strong><\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>15.05.2019<\/p>\n<p>Jesses, <strong>was eine Aufregung \u00fcber das EUGH-Urteil zur Arbeitszeiterfassung<\/strong>. Dabei hat das Gericht eigentlich nur das Selbstverst\u00e4ndlichste vom Selbstverst\u00e4ndlichen unterstrichen. Ein Unternehmer kauft ja nicht den ganzen Arbeiter und dessen gesamtes Leben, denn das w\u00e4re eine Form von Leibeigenschaft oder Sklaverei. Vielmehr schlie\u00dfen Unternehmer und Arbeitnehmer einen Kontrakt \u00fcber die Nutzung der Arbeitskraft innerhalb definierter Zeitfenster. Wie soll dieser Kontrakt ordentlich eingehalten werden, wenn die vom Arbeiter verausgabte Arbeitszeit nicht ordentlich festgehalten wird? Arbeitszeit ist zu bezahlen und Mehrarbeit durch mehr Geld und\/oder Freizeit auszugleichen. Fertig.<\/p>\n<p>Mag sein, dass die Unternehmenskultur in einigen Bereichen sich inzwischen von diesem Grundsatz verabschiedet hat. Umso n\u00f6tiger ist die Besinnung darauf. Ob daraus ein &#8222;b\u00fcrokratisches Monster&#8220; wird, hat nichts mit dem legitimen Grundsatz zu tun, sondern h\u00e4ngt wesentlich davon ab, was der Politik an Umsetzungsregular und Ausnahmengeflecht einf\u00e4llt. Eine praktikable Realisierung sollte im Zeitalter von Smartphone und Apps indes nicht schwieriger sein als vor 100 oder noch vor 25 Jahren der Umgang mit Stechuhren in der Industrie und Taglohnzetteln selbst im ehrw\u00fcrdigsten Handwerk.<\/p>\n<hr \/>\n<p>13.05.2019<\/p>\n<p>Nach der Lekt\u00fcre eines langen Textes \u00fcber j\u00fcngere Forschungserkenntnisse der Neurowissenschaft verschalten sich meine Synapsen unaufgefordert zu diesem Spontangedanken: Die Individuen betrachtet, ist der <strong>Homo sapiens <\/strong>ein faszinierendes Wunderwerk; als Spezies aber ist er <strong>eine Katastrophe<\/strong>.<\/p>\n<p>Nachtrag: Dazu passt eine eben aufgetauchte Meldung des amerikanischen Infodienstes Science Alert, wonach Wissenschaftler am 10. Mai auf Hawai den mit 415 ppm <strong>h\u00f6chsten je gemessenen Wert atmosph\u00e4rischer CO2-Konzentration<\/strong> festgestellt h\u00e4tten. Ein Wert, wie es ihn in den letzten drei Millionen nicht mehr gegeben haben soll. Warten wir ab, ob sich die Messung best\u00e4tigt.<\/p>\n<hr \/>\n<p>12.05.2019<\/p>\n<p>Den einen gef\u00e4llt es, andere verdrie\u00dft es oder bringt sie gar in Rage, doch \u00e4ndern l\u00e4sst es sich nicht: <strong>Die Internationalisierung und Multikulturalisierung der Gesellschaften weltweit ist heute und in kommenden Zeiten eine unabwendbare Haupttendenz der menschlichen Zivilisationsentwicklung.<\/strong> Zu diesem Ergebnis muss kommen, wer einen Moment mit unverstelltem Sinn \u00fcber den Tellerrand der Adhoc-Dispute hinausschaut. Dort ist zu erkennen, dass schon jetzt kein Land auf Erden sich dieser Entwicklung mehr entziehen kann. \u00d6konomische Weltverflechtungen, globale Vernetzung von Forschung und Lehre, planetenweiter Info-, Wissens-, Kulturtransfer durch das Internet sowie wetlumspannende Bewegungsstr\u00f6me von Arbeitskr\u00e4ften, Fachleuten, Wissenschaftlern, Studierenden und Touristen: Selbst wenn es keine Fl\u00fcchtlinge und keine Armutsmigration g\u00e4be, bliebe der Weg in Richtung Globalgesellschaft unumkehrbar &#8211; zumal auch alle gro\u00dfen Gegenwarts- und Zukunftsprobleme globalen Charakter haben und globaler L\u00f6sungen bed\u00fcrfen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>10.05.2019<\/p>\n<p>Nach den <strong>lauthalsen Emp\u00f6rungswellen gegen Fridays for Future<\/strong>, gegen Wohnungsnot-Demonstranten <strong>und gegen K\u00fchnert<\/strong>, melden sich nun die besonnenen und weitsichtigeren b\u00fcrgerlichen Stimmen zu Wort. Erst das Handelsblatt, dann der Spiegel u.a., jetzt auch der Politikchef der &#8222;Zeit&#8220; konstatieren: Nicht Protest und Alternativsuche sind das Problem, sondern unentschlossenes bis selbstgerechtes Verharren in Verh\u00e4ltnissen, die eigentlich mit beherztem Zupacken rasch ver\u00e4ndert werden m\u00fcssten.<\/p>\n<p>Lesempfehlungen: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2019\/20\/sozialismusdebatte-kevin-kuehnert-bundesregierung-klimapolitik?wt_zmc=sm.ext.zonaudev.facebook.ref.zeitde.share.link.x&amp;utm_medium=sm&amp;utm_source=facebook_zonaudev_ext&amp;utm_campaign=ref&amp;utm_content=zeitde_share_link_x\">Bernd Ulrichs Kommentar <\/a>in der aktuellen &#8222;Zeit&#8220; und <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/meinung\/kommentare\/kommentar-es-waere-falsch-kuehnerts-kapitalismuskritik-zu-ignorieren\/24283134.html?share=fb&amp;ticket=ST-3180587-zzgIgMFiTnoQSxOzL0g6-ap4\">der Kommentar zum Thema <\/a>aus dem Handelsblatt<\/p>\n<p class=\"rtecenter\">***<\/p>\n<p><strong>Das Verr\u00fcckte an der Normalit\u00e4t ist<\/strong>: Es gibt unter 80 Millionen Menschen in Deutschland, 500 Millionen in Europa, 8 Millarden auf Erden nichts, was es nicht gibt. F\u00fcr jede Art Fehlverhalten, jeden Irrsinn, jede Perversion finden sich irgendwo konkrete F\u00e4lle. Babym\u00f6rder, Elternm\u00f6rder, Kindersch\u00e4nder, Kannibalen, Sadisten, Pyromanen, Kleptomanen &#8230;. Das war seit jeher so. Dereinst erz\u00e4hlten Moritatens\u00e4nger auf den Marktpl\u00e4tzen &#8211; oft gruselig ausgeschm\u00fcckt &#8211; davon. Heute machen das Boulevardpresse und in je hunderttausendfacher Vervielf\u00e4ltigung das Internet. Weshalb der Eindruck entsteht, das Verr\u00fcckte lauere an jeder Ecke. In Wahrheit jedoch sind solche &#8222;F\u00e4lle&#8220; f\u00fcr allgemeine oder verallgemeinernde Schl\u00fcsse v\u00f6llig ungeeignet.<\/p>\n<hr \/>\n<p>09.05.2019<\/p>\n<p>Der derzeit allf\u00e4llige Disput um die k\u00fcnftig zu bevorzugende Antriebsart von Autos ist kein wirklicher Beitrag zur L\u00f6sung des globalen Problemfalls &#8222;Automobil&#8220;.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2019\/05\/08\/e-autos-sind-keine-finale-loesung\/\">Dazu eine kurze Anmerkung hier<\/a> (freier Lesetext)<\/p>\n<hr \/>\n<p>05.05.2019<\/p>\n<p><a class=\"colorbox colorbox-insert-image\" href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/MI-Buch-bearbeitet_0.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-1046\" style=\"float: right; height: 220px; margin: 5px; width: 165px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/MI-Buch-bearbeitet_0.jpg\" alt=\"\" width=\"768\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/MI-Buch-bearbeitet_0.jpg 768w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/MI-Buch-bearbeitet_0-360x480.jpg 360w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/> <\/a> Die Hauptausgabe des mittelrheinischen Monatsmagazins &#8222;Kulturinfo&#8220; macht jetzt in ihrer Mai-Nummer mit einem halbseitigen Artikel aufmerksam auf <strong>mein unl\u00e4ngst erschienenes Buch<\/strong> &#8222;Aus Liebe zur Musik. Das Musik-Institut Koblenz im Lauf der Zeiten 1808 bis 2018&#8220;. Hier der ganze Artikel \u00fcber die 225 Seiten starke, reich bebilderte, als Hardcover im Schmuckschuber herausgegebene Publikation.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2019\/05\/04\/pechts-buch-ueber-210-jahre-musik-institut-koblenz\/\">Link zur Buchvorstellung<\/a> (freier Lesetext)<\/p>\n<p class=\"rtecenter\">***<\/p>\n<p><strong>Der Irrsinn des Tages<\/strong>: Eine K\u00f6lner Studentin erz\u00e4hlte mir gerade, dass sie in den n\u00e4chsten Ferien mit Freunden f\u00fcr ein paar Tage Rom besuchen wolle, die &#8222;ewige Stadt&#8220; kennenlernen. Jetzt hat sie festgestellt: Einen Flug nach Rom bek\u00e4me sie f\u00fcr 80 Euro, eine Bahnfahrt w\u00fcrde mehr als 300 Euro kosten. Da die jungen Leute aus Umweltgr\u00fcnden aber partout nicht fliegen wollen, nehmen sie jetzt den Bus. Die Fahrt damit kostet ebenfalls um 80 Euro, die Reisezeit betr\u00e4gt allerdings 24 Stunden. <strong>Dass eine innereurop\u00e4ische Bahnfahrt fast viermal so viel kostet wie ein innereurop\u00e4ischer Flug<\/strong>, dieser schier unfassbare Schwachsinn, werte Damen und Herren von der Politik, muss aufh\u00f6ren!<\/p>\n<hr \/>\n<p>04.05.2019<\/p>\n<p>Beim traulich versonnenen Samstagsfr\u00fchst\u00fcck gehen mir Gedanken \u00fcber ein wunderliches, aber oft erlebtes Alltagsph\u00e4nomen durch den Kopf: Sehr <strong>viele Frauen scheinen einen 7. oder 8. Sinn zu haben,<\/strong> der bei M\u00e4nnern kaum oder vielleicht gar nicht anzutreffen ist. <strong>&#8222;Woher wei\u00df sie es?&#8220; <\/strong>frage ich mich h\u00e4ufig, wenn ich einer meiner Liebslingsbesch\u00e4ftigungen drau\u00dfen in der Welt nachgehe &#8211; dem dezenten, unaufdringlichen Menschenbetrachten, meist \u00fcber eine ordentliche Anstandsdistanz hinweg. Wie oft ist dann zu erleben, dass die betrachtete Frau sich pl\u00f6tzlich umwendet, auf- und herschaut, durch Blick ihr Wissen\/Sp\u00fcren dar\u00fcber erkennen l\u00e4sst, dass du gerade hingeschaut hast. Ist das blo\u00df Zufall? Kann das Einbildung meinerseits sein? Oder sp\u00fcren die Damen das interessierte bis wohlgef\u00e4llige Schauen tats\u00e4chlich? Ach, was ein irritierendes, aber sch\u00f6nes R\u00e4tsel.<\/p>\n<hr \/>\n<p>03.05.2019<\/p>\n<p><a class=\"colorbox colorbox-insert-image\" href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Fridaysforfuture_4.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-1047\" style=\"float: right; height: 81px; margin: 5px; width: 220px;\" src=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Fridaysforfuture_4.jpg\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"355\" srcset=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Fridaysforfuture_4.jpg 960w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Fridaysforfuture_4-480x178.jpg 480w, https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Fridaysforfuture_4-768x284.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/> <\/a> Schnellrundblick stattgefundene Aktionen der Sch\u00fclerbewegung Fridays for Future am 3. Mai 2019 (Googel-Fundstellen):<\/p>\n<p>Westerwaldst\u00e4dtchen Montabaur (erstmals dabei, um 100 Teilnehmer nach meiner Z\u00e4hlung), Mainz (500+), Hannover (2000), Essen (1300), Gie\u00dfen (700), Regensburg (700), Frankfurt\/Oder (erstmals dabei, 200), Villingen-Schwenningen (200), Berlin (&#8222;mehrere hundert&#8220;), Grafing (erstmals dabei, &#8222;mehrere hundert&#8220;), Wasserburg (erstmals dabei, 100), H\u00f6xter (erstmals dabei, 100), Esslingen (100+), Bad Belzig (50+).Aktionsorte ohne Angabe von Teilnehmerzahlen: Bendiktbeueren, Weimar, Marburg, Frankfurt\/M., Stuttgart, T\u00fcbingen, Dresden, Leipzig, Weimar, Ahaus &#8230; . In \u00d6sterreich: Salzburg, Linz, Gmunden.<\/p>\n<p>!!! F\u00fcr den 24. Mai ist wieder ein weltweiter Aktionstag ausgerufen. Der erste dieser Art fand am 15. M\u00e4rz statt mit 1,8 Millionen Teilnehmern.<\/p>\n<p class=\"rtecenter\">***<\/p>\n<p>Ein bisschen Satire muss sein. Vor dem Hintergrund des<strong> K\u00fchnert-Disputs<\/strong> wirft mir mein Gehirn &#8211; in Anlehnung an einen Slogan von Klaus Staeck aus dem jahr 1972 &#8211; ungefragt und augenzwinkernd diesen Satz zu: &#8222;Deutsche Hartz IV-Empf\u00e4nger, Rentner, Arbeiter, Kleinb\u00fcrger &#8211; K\u00fchnert und Habeck wollen euch eure Villen im Tessin, eure Wohnanlagen in Berlin und eure Steueroasen rund um die Welt wegnehmen!&#8220;<\/p>\n<hr \/>\n<p>02.05.2019<\/p>\n<p>W\u00e4r&#8217;s nicht so ein trauriges Exempel f\u00fcr den Zustand der Diskurskultur im Land, man k\u00f6nnte lauthals lachen. Ein <strong>Juso-Vorsitzender<\/strong> tut endlich mal wieder, wozu Jusos eigentlich da sind: Nachdenken \u00fcber andere M\u00f6glichkeiten der gesellschaftlichen und \u00f6konomischen Entwicklung. Sogleich aber schreit es aus allen Ecken <strong>&#8222;Steiniget ihn!&#8220; <\/strong>&#8211; so als habe K\u00fchnert gefordert, das Trinkwasser mit Pest-Bakterien zu impfen. Nun sind allerdings etliche seiner \u00dcberlegungen gar nicht neu, sondern waren schon mal im Ahlener Programm der CDU von 1947 angelegt. Damals stand die Welt vor derart tiefgreifenden Ver\u00e4nderungen, dass selbst Union-Politiker (kurzzeitig) mutige Alternativen zu denken wagten. Nach 30 Jahren neoliberaler Dominanz steht die Welt heute vor noch tiefgreifenderen Ver\u00e4nderungen. Da sollte man eigentlich froh sein, dass auch die SPD mal wieder jemanden hervorgebracht hat, der Diskussionen anst\u00f6\u00dft, die \u00fcber den Tellerrand des &#8222;Immer weiter so&#8220; hinausweisen. Bin ich f\u00fcr oder gegen K\u00fchnerts Ideen? Wei\u00df ich noch nicht &#8211; das Geschrei l\u00e4sst einem ja nicht mal Zeit und Ruhe dar\u00fcber zu reflektieren und zu sprechen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>01.05.2019<\/p>\n<p>Sie werden durch st\u00e4ndige Wiederholung weder kl\u00fcger noch schl\u00fcssiger: die selbstgerecht moralisierenden, \u00fcberheblichen, sp\u00f6ttelnden, vorurteilsbehafteten bis teils hasserf\u00fcllten <strong>Anw\u00fcrfe gegen<\/strong> und Forderungen an die in unserer Welt sozialisierten <strong>Kinder und Jugendlichen der Bewegung Fridays for Future (FFF)<\/strong>. Nur mal so, zum \u00fcberdenken: Darf ich nicht mehr gegen die Gefahren industrieller \u00dcberzuckerung unserer Lebensmittel argumentieren, weil ich neulich einen Schokohasen verspeiste? &#8230;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/2019\/05\/01\/duerfen-nur-heilige-fuer-klimaschutz-demonstrieren\/\">Mein Kurzkommentar zum Thema<\/a> (freier Lesetext)<\/p>\n<p><!--break--><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>30.05.2019 Einigen wegen der Wahlresultate in den Ost-Bundesl\u00e4ndern fast bis zur Hysterie aufgeregten Zeitgenossen da drau\u00dfen w\u00fcrde ich gerne zurufen: Kinners bleibt auf dem Teppich! Die General-Aburteilung dieser Landesteile als &#8222;Dunkeldeutschland&#8220; oder &#8222;Rechtsdeutschland&#8220; ist ziemlich daneben. Auch wenn die relativ hohen AfD-Ergebnisse dort kein Spa\u00df sind, so haben in Brandenburg doch 80% der Wahlbeteiligten NICHT [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":1047,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[286],"tags":[],"archiv":[82,133],"archiv_inhaltlich":[259,258],"class_list":["post-1048","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-guten-tag-allerseits","archiv-82","archiv-2019-05","archiv_inhaltlich-guten-tag-allerseits","archiv_inhaltlich-kolumnen"],"acf":{"bild":1044,"anhang":""},"wps_subtitle":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1048","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1048"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1048\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1047"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1048"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1048"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1048"},{"taxonomy":"archiv","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/archiv?post=1048"},{"taxonomy":"archiv_inhaltlich","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pecht.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/archiv_inhaltlich?post=1048"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}