Portrait Andreas Pecht

Andreas Pecht – Kulturjournalist i.R.

Analysen, Berichte, Essays, Kolumnen, Kommentare, Kritiken, Reportagen – zu Kultur, Politik und Geistesleben

Guten Tag allerseits im Dezember 2020

02.01.2021

Wie seit gut zwei Jahrzehnten jeweils am ersten Werktag des neuen Jahres, so ist auch heute wieder in der Rhein-Zeitung (print und online) mein Neujahrsessay erschienen. Das war/ist jeweils ein ganze Zeitungsseite Nachdenken über ein großes Thema unserer Zeit – also geht es diesmal zwingend um die beiden zentralen Krisen der Gegenwart: Corona und der Klimawandel. 12000 Anschläge sind online zu haben für 49 Cent.

> Neujahrsessay 2021: Corona – ein kleiner Vorgeschmack auf die große Klimakrise

> Überblick über und Zugriff auf all meine Neujahrsessays 1999 bis 2018 (kostenfrei), 2019 bis 2021 via Rhein-Zeitung (kostenpflichtig, je 49 Cent)


31.12.2020

Na dann: Kommt alle gut rüber ins neue Jahr. Das alte war im Großenganzen Mist, hatte allerdings auch manch interessante, lehrreiche, ja sogar positive Seite.

Ich war sonst nie der Vorsatztyp. Diesmal aber – im allgemeinen Ausnahmezustand und im persönlichen Neuzustand des Rentnerdaseins – habe ich für 2021 doch ein paar gefasst: Ruhe bewahren; Ruhe genießen; das Beste aus möglichst Vielem machen; den Kopf zerbrechen nur noch über mich wirklich interessierende wichtige Sachen; impfen lassen, sobald ich dran bin; neue Brille(n) zulegen und ein Antitinnitus-Ohrgerät; neues Klavier kaufen sowie Zeichenkohle und Malfarben beschaffen, denn es drängt mich mächtig, mal eigenhändig mit den nonverbalen Künsten rumzumachen. Ansonsten wie gehabt: Freude an schweißtreibender Arbeit in der Selbstversorgungswirtschaft.


30.12.2020

Sie ermüdet mich unsäglich, diese allfällige Kleinkrämerei in den deutschen Corona-Diskussionen. Nein, ich mag mich nicht beteiligen am Pallaver um Impfdosenmengen jetzt in den Starttagen der Kampagne, oder darum, wer ein paar Tage oder Wochen früher geimpft wird. Und gleich gar nichts mag ich wissen von dem Getöse über Sonderrechte für Geimpfte oder Ungeimpfte noch bevor die ersten 100 000 Leute überhaupt gespritzt sind. Herrjeh, was ein Gedöhns. Dann doch lieber DER TV-Programmtip für die Zwischenjahreszeit: Heute (30.12.), 20.15 Uhr auf 3SAT, „Urban Priol: Tilt 2020“. Guckst du?!


28.12.2020

Doch ja, ich muss es – leider – eingestehen: Seit Muttern sich nicht mehr nachdrücklich um einen ordentlichen Impfstatus ihrer Kinder kümmert, bin ich ein Impf-Schluri. Also seit etwa 50 Jahren. Nicht, weil ich was gegen Impfung hätte. Ich halte im Gegenteil das Impfen schon immer für eine der segensreichsten Erfindungen in der Menschheitsgeschichte. Gleichwohl geht es mir damit wie mit den Vorsorgeuntersuchungen: Ich sollte, müsste, jawohl ich werde – bei nächster Gelegenheit… Dann aber fehlt konkreter Leidensdruck, und gleich wieder rutscht der Arztbesuch zuerst ans hinterste Ende der To-do-Liste und verabschiedet sich schließlich ins Nirwana. Nicht gut, unvernünftig, inkonsequent, ich weiß; Schluri eben – Mensch (Mann?) schwach.

Als Kind habe ich noch alles mitgekriegt, was in den 1950-/60ern an Impfungen üblich war: eine Ritz-, zwei Schluck- und zwei Spritzimpfungen während der Volksschulzeit, wenn ich mich recht erinnere. Wogegen? Pocken, Polio, Tetanus und keine Ahnung. Am ersten Tag bei der Bundeswehr 1975 wurde nochmal einiges nachgeschoben. Was, hat man uns nicht gesagt. Danach fast nichts mehr, außer Tollwut und bisweilen Tetanus. Ergo: Mein Impfstatus ist unklar, mein Impfbuch irgendwann im letzten Vierteljahrhundert verloren gegangen; und seit mein letzter Hausarzt vor ca 15 Jahren in Ruhestand ging, habe ich weder Hausarzt noch Krankenakte. Nicht gut, ich weiß; Schluri eben. Aber wie ich höre, gibt es wohl ein paar Millionen derartige Schluri-Typen hierzulande – die man indes keineswegs mit Impf- oder Vorsorgegegnern verwechseln sollte.

Nun aber ist eine Änderung angesagt. Die Corona-Impfung will ich unbedingt verpasst kriegen. Zum Selbstschutz im Alter, natürlich. Zugleich aber auch als Solidarbeitrag, damit im Interesse der Allgemeinheit die Seuche möglichst bald besiegt werden kann. Und wenn ich dann schonmal dran bin, könnte der diesmalige Schwung nachher genutzt werden, überhaupt mal einen ordentlichen Altersimpfstatus herzustellen – und vielleicht sogar wieder einen Hausarzt zu finden. Irgendwann muss ja mal Schluss sein mit der Schluderei


27.12.2020

„Hunger ist die Pest der Zivilisation, Armut ihre Cholera, Anhäufung unerhörter Reichtümer in wenigen Händen ihr Schandmal und einfallsloses Festhalten an grenzenlosem Wachstum ihre Bankrotterklärung.“ So endet mein Neujahrsessay von 2011 über „Die ewige Sehnsucht nach sozialer Gerechtigkeit“.

Ich habe mal alle Neujahrsessays seit 1999 in eine Überblicksdatei gepackt, von der aus jedes einzelne aufgerufen werden kann (bis 2018 kostenlos, 2019 und 2020 für je 49 Cent via Rhein-Zeitung online). Vielleicht hat jemand Lust, den einen oder anderen Text zu lesen. Wäre irgendwie schade, wenn sie alle nach der einmaligen Publikation jeweils am ersten Werktag des betreffenden Jahres in der Versenkung verschwunden wären. > Überblick alle Neujahrsessays seit 1999


23.12.2020

Und nun: runterfahren! Es seien allerseits besinnliche, geruhsame Feiertage gewünscht. Verbunden mit der Bitte: Haltet die Festtafel so klein wie möglich – auf dass die Lieben negativ und optimistisch bleiben.


22.12.2020

Ich lese gerade, in Berlin sei ein kleiner Haufen Covidiotie-Provokateure maskenlos per Polonaise durch einen Supermarkt getanzt und habe dabei gesungen „Ein bisschen Sars muss sein“. Es mögen die Götter verhindern, das solches Barbarengesindel mir heroben im Westerwald über den Weg läuft. Ich müsste mich hernach gewiss wegen Körperverletzung vor Gericht verantworten.


21.12.2020

So, Neujahrsessay ist fertig und an die Redaktion weggeschickt (erscheint am 4. Januar in der Rhein-Zeitung unter der Überschrift „Corona – ein kleiner Vorgeschmack auf die große Klimakrise“). Damit ist dieses vermaledeite 2020 für mich abgehakt. Wiewohl ich doch einräumen muss: Mir hat es auch Gutes gebracht. Vorneweg nach der ersten Corona-Welle die Entscheidung, das hauptberufliche Journalistendasein aufzugeben und mich ein Jahr vorfristig in den Ruhestand, mit nur gelegentlicher Schreibkür, abzuseilen. Etwa sechs Monate ist das nun her – und ich habe es noch keinen Tag bereut.


19.12.2020

Mehrere hundert Wissenschaftler aus ganz Europa – überwiegend aus den und um die Fachbereiche Virologie/Medizin, darunter fast alle dort führenden Köpfe von internationalem Rang und Ansehen – fordern jetzt in einem gemeinsamen Aufruf, an strengen Maßnahmen festzuhalten, um die Infektionszahlen deutlich zu drücken. „Lancet“, eine der renommiertesten medizinischen Fachzeitschriften, hat in der Nacht zu Samstag ihr Papier veröffentlicht. Es ist der „Aufruf zu europaweitem Engagement für eine schnelle und nachhaltige Reduzierung der SARS-CoV-2-Infektionen“. > Text des Aufrufs hier (von da aus auch Verlinkung zur Unterzeichnerliste)


18.12.2020

Da stehe ich seit vorgestern immer wieder am Fenster, schaue hinüber zur Hauptstraße und begreife mal wieder nicht, was vor sich geht. Es ist aber auch wirklich rätselhaft: Auf jener  Verkehrsader durch unser Dorf sind derzeit signifikant mehr Fahrzeuge unterwegs, als das beim Lockdown im Frühjahr der Fall war. Es herrscht beinahe Normalverkehr. Und das gestern selbst in den späten Abendstunden – wo im Frühjahr ab etwa 19.30 Uhr sich quasi gar nichts mehr bewegt hatte. Wohin, zur Hölle, fahren all die Leute? Und wozu? Ich versteh’s nicht – und habe kein gutes Gefühl dabei.


17.12.2020

Sorry, aber dieses Gedicht – eben auf Facebook entdeckt – muss jetzt sein. Kurz recherchiert: Die verschiedentlich Heinz Ehrhardt zugesprochene Urheberschaft ist wahrscheinlich falsch. Aber egal, wunnebar ist es trotzdem.

Das Virus

Weil wir doch am Leben kleben
muß man abends einen heben

So ein Virus ist geschockt
wenn man ihn mit Whiskey blockt

Auch gegorner Rebensaft
einen gesunden Körper schafft

Auch das Bier in großen Mengen
wird den Virus arg versengen

Wodka, Rum und Aquavit
halten Herz und Lunge fit

Calvados und auch der Grappa
helfen Mutti und dem Papa

Ich will hier nicht für Trunksucht werben,
doch nüchtern will ich auch nicht sterben


15.12.2020

Gestern Abend zur Hauptsendezeit verkündete er mir urplötzlich, von nun an nicht mehr zu kommen. Das hat mich hart getroffen, und für eine Weile werde ich ihn wohl gehörig vermissen. … > Weiterlesen: Kleines Verzählche anlässlich Jan Hofers Abschied von der Tagesschau

***

Notiz für die mittelrheinischen Kulturfreunde:
Die Jahreswechsel-/Januarausgabe des KULTURINFO fällt aus. Was bleibt einem Monatsmagazin, dessen primärer Daseinszweck die Ankündigung von Kulturveranstaltungen ist, jetzt auch sonst übrig. Damit entfällt ebenfalls die Printbasis für meine Monatskolumne „Quergedanken“. Ich könnte zwar eine reine Online-Fassung schreiben. Aber um ehrlich zu sein: Derzeit neige ich eher dazu, der ehrenwerten Beschäftigung des Faulseins Vorrang zu gewähren. Bleibt dennoch, um mit dem Worten des Kulturinfo-Herausgebers Günther Schmitz zu sprechen, „negativ und optmistisch!“


14.12.2020

So. Die Sache ist nun klar. Ich werde die nächsten Wochen (frei)willig meiner derzeit ersten Bürgerpflicht als Ruheständler nachkommen: Den jetzt beschlossenen Lockdown daheim aussitzen – und um der Neigung zur Leibesfülle entgegenzuwirken, teils in einsamem Wald aus-wandern, da Gartenarbeit im Augenblick ja keine ansteht.

Ich habe momentan auch keine Lust mehr, mich an irgendwelchen Corona-Diskussionen zu beteiligen. Von meiner Seite aus ist alles gesagt, was ich zu sagen hatte. Die grobe Richtung stimmt nun, Unzulänglichkeiten am Rande sind mir die Aufregung nicht wert. Dass jetzt, noch bevor der etwas härtere Lockdown überhaupt begonnen hat, schon heiß über das Danach diskutiert wird, lässt mich ebenfalls ziemlich kalt. Denn was alles dann getan werden muss/müsste, wenn die Inzidenzen auf handhabbare Größenordnungen geschrumpft sein sollten, ist auch schon längst klar; es muss nur gemacht werden. Was kommt, sollten bis Januar die Zahlen nicht deutlich runtergegangen sein, ist ebenfalls keine Frage: Lockdown-Verlängerung oder richtiger Shutdown made in China.

Die ernsthafte Hälfte meines Hirns wird sich an den Werktagen bis kurz vor Silvester mit dem Schreiben meines Neujahrsessays befassen. Thema und Arbeitstitel stehen bereits: „Corona – der kleine Vorgeschmack auf die große Klimakrise“. Die andere, die lebenslustige Hälfte signalisiert schon eine ganze Weile, dass sie endlich mal wieder über die Stränge schlagen will, so wie damals im Dada-Jahr. Kraut-und Rüben-Philosophie betreiben, spötteln, Schabernack treiben, den lieben Gott eine gute Frau sein lassen, mit den guten Frauen hienieden Süßholz raspeln, dem Allzumenschlichen frönen, Verzählches schreiben, bei denen der Spaß wichtiger ist als der schnöde Wahrheitsgehalt… Seht euch vor: Der/die/das große Dada rumort kräftig in mir.


13.12.2020

Endlich. Vernünftig. Richtig. Angemessen.
Man mag ein paar Einzelmaßnahmen für nicht recht schlüssig halten und das verzögernde Timing sogar für unglücklich. Doch die grobe Linie stimmt jetzt. *Lockdown *hart
Liebe Leut‘, da beißen wir uns durch und machen das Beste draus – im eigenen Interesse wie im Geiste der Mitmenschlichkeit. Packen wir’s an!

Und noch eine Bitte: Geht am Montag und Dienstag NICHT einkaufen. Jeder, der beim zu befürchtenden Irrsinnsauftrieb fehlt, ist ein Gewinn für alle.


12.12.2020

„Schluss mit dem Gelaber und dem nutzlosen salamitaktischen Rumgezicke. MACHEN, sofort, alle!!!“ Was machen? „General-Lockdown in ganz Deutschland, hart, konsequent, drei bis vier Wochen lang.“ Grob auf einen Nenner gebracht, scheint das die neue Mehrheitsmeinung in der Bevölkerung Deutschlands zu sein. Dahin ist sie im Laufe der letzten paar Tage gekippt … > weiterlesen mein Kommentar „Schluss mit Salamitaktik. Harter Lockdown jetzt!“


11.12.2020

Man muss angesichts der aktuellsten Realitäten nun leider alle Alarmglocken läuten und die große Seuchenfahne aufziehen. Denn die eben (Freitagvormittag 11.12.) verbreiteten Meldezahlen für den Donnerstag sind gegenüber den Spitzenwerten für den Mittwoch (23.679) noch einmal stark angestiegen. Heißt: Das Corona-Infektionsgeschehen hat das in den Nachrichten des Donnerstagabend auf Basis der Mittwochswerte noch attestierte „labile Plateau“ verlassen und sich auf deutlichen Wachstumskurs begeben. Hier die jüngsten Zahlen für das Bundesgebiet: Knapp 30.000 (genau: 29.875) Neuinfektionen binnen 24 Stunden und im selben Zeitraum knapp 600 (genau: 598) Corona-Tote.


10.12.2020

„Der Vorschlag kam von den Kindern“ heißt es im Bekanntenkreis. Oder: „Wir haben die Großeltern und die Kinder gefragt; sie haben  ohne großes Murren zugestimmt.“ Welcher Vorschlag? Angesichts der Corona-Seuche dieses Jahr über Weihnachten mal auf die große Familientafel an Heiligabend und die Verwandtschaftsbesuchstour an den Feiertagen zu verzichten. Also Festschmaus und Feier nur im engsten Kreis der Kleinfamilie, ansonsten rundtelefonieren oder skypen. Gelegentlich wurde dieser Vorschlag sogar verbunden mit der Idee: Statt Bescherung mit großen Geschenken diesmal nur nette Kleinigkeiten, dafür ordentliche Geldspenden an Hilfsorganisationen und „gute Vereine“. Prima Vorschlag, klasse Idee. Wir machen mit: Werden uns am 24.12. nur zu dreien, je nach Entwicklung womöglich nur zu zweien, über das Festmahl hermachen – und die Spenden an drei vortreffliche Organisationen der humanitären Nothilfe sowie des Umweltschutzes sind bereits raus.


09.12.2020

Werte Damen und Herren der Landesregierungen und Bundesregierung, legt doch endlich die erkennbar nicht zielführende und verwirrende Salamistrategie zur Seite und macht beim Seuchenschutz richtige Nägel mit Köpfen: Folgt, so meine dringliche Bitte, den heute verlautbarten Empfehlungen der Wissenschaftler von der Nationalakademie Leopoldina für einen knapp vierwöchigen scharfen Generallockdown! Kurz, hart, erwiesenermaßen wirkmächtig und alle wissen, woran sie sind – statt endloses, halbherziges, diffuses Herumeiern ohne durchgreifenden Erfolg.  Danke. > Weitere Infos zu Leopoldina-Empfehlungen


08.12. 2020

Nur mal so ein Gedanke: Wären auf den Straßen nur vernünftige, verantwortungsbewusste, stets aufmerksame AutofahrerInnen unterwegs: Wir bräuchten gar kein Regular, das die individuelle Freiheit der Verkehrsteilnehmer durch eine Fülle von Vorschriften und Verboten einschränkt. Unzählige Verkehrsschilder könnten demontiert werden, von der Straßenverkehrsordnung würde man bloß den §1 als Leitrahmen behalten: „(1) Die Teilnahme am  Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.  (2) Wer am Verkehr teilnimmt hat sich so zu verhalten, dass kein Anderer  geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.“

Nun gibt es aber, leider, unter den hierzulande mehr als 40 Millionen Führerscheininhabern ein paar Millionen, die aus mannigfachen Gründen zu fahrerischer Selbstbegrenzung auf Basis freiwilliger Eigenverantwortung nicht fähig oder nicht willens sind. Weil dem immer so war und ist, kommt verständlicherweise niemand auf die Idee, die Straßenverkehrsordnung abschaffen zu wollen. Dieses strafbewehrte Verhaltensregular gilt offenkundig  auch in der freiheitlichen Demokratie als unverzichtbar, um das Straßenverkehrswesen einigermaßen am Laufen zu halten und die Zahlen von Straßenverkehrsopfern in möglichst engen Grenzen.

Dieser im Grunde banale Gedankengang über ein allgemein seit Jahrzehnten akzeptiertes, dauerhaft alltäglich gültiges Ordnungsprinzip lässt sich problemlos auf die (temporäre) Reglementierung der Individualfreiheiten im Zuge des Corona-Seuchenschutzes übertragen. Zumal die Anzahl der Corona-Toten  innerhalb der zurückliegenden neun Monate mehr als sechsmal so hoch ist wie die der Verkehrstoten im ganzen Jahr 2019.


05.12.2020

Es ist nun an der Zeit, (sich) einzugestehen: Die im November verhängten Maßnahmen des gemäßigten Teillockdowns erzielen NICHT die Wirkung, auf die man gehofft hatte. Zwar haben sie einen Beitrag geleistet, den exponentiellen Zuwachs der Neuinfektionsrate im Oktober zu brechen, doch von der Rückführung des Infektionsgeschehens auf das niedrige Niveau des Sommers ist weit und breit keine Spur zu erkennen… > weiterlesen Kurzkommentar „Der gemäßigte Teillockdown ist gescheitert“


03.12.2020

Nächste Woche also soll es losgehen mit der Impferei gegen Covid19 in Europa. Die Briten preschen vor, haben den Mainzer Impfstoff bereits zugelassen und erstmal 40 Millionen Dosen für 20 Millionen Bürger gekauft. Noch nie ist ein Impfstoff so schnell entwickelt und zugelassen worden. Noch nie aber auch standen Einsatz und Wirkung von Impfstoffen unter derart aufmerksamer Beobachtung durch Wissenschaft, Medizin, Politik, Presse, Öffentlichkeit wie die jetzigen gegen Sars-CoV-2. Parellel zum Impfbeginn werden gewiss allerhand Horrorstories über angeblich gravierende Nebenwirkungen im Internet auftauchen. Weshalb auch hinsichtlich der Impfung gilt: Je lauter das Geschrei, je heller die Empörung, je grundsätzlicher die Impf“kritik“, umso höher die Wahrscheinlichkeit, dass man es mit Ammenmärchen (Fakes) zu tun hat. Man prüfe also, so gut es geht, was einem da von wem vorgesetzt wird, und baue auf seriöse Quellen und Medien.


25.11.2020

Die nachfolgend verlinkte Nr. 187 meiner Monatskolumne „Quergedanken“ hatte Redaktionsschluss einige Tage bevor bekannt wurde, dass Bundesregierung und Länderchefs das Corona-Virus über Weihnachten und bis Neujahr in den Urlaub schicken würden. Der Text geht also noch davon aus, dass heuer die Feiertage – epidemiologisch vernünftiger Weise – nur im allerkleinsten Kreis begangen werden. Denn dass Feiern mit zehn Erwachsenen plus Kinderscharen zugelassen würden, war zum Zeitpunkt des Schreibens nicht absehbar und für den Autor auch undenkbar. Gleichwohl muss ja nicht jeder alles ausschöpfen, was nun erlaubt ist. Insofern behält der Text dann doch ein gutes Quantum Gültigkeit – und sei es als Empfehlung. > Quergedanken 187: „Die „stille Zeit“ mal auf andere Art feiern

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